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EIN Sprühdose ist ein Verpackungsformular. Es besteht aus einem Behälter aus Zinn, Aluminium oder Glas. Der Inhalt des Aerosols besteht aus einem Wirkstoff und a Treibmittel. Beim Drücken des Ventils drückt das Treibgas den Wirkstoff in Form eines Nebels, eines Schaums oder eines Pulvers aus.
Geschichte
Die ersten Vorläufer der Aerosoldosen, wie wir sie heute kennen, stammen aus dem späten 18. Jahrhundert. Die ersten Aerosoldosen aus Metall wurden Mitte des 19. Jahrhunderts getestet. Diese waren aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe kein kommerzieller Erfolg. 1899 patentierten Helblin und Pertsch ein Aerosol, das Methyl- und Ethylchlorid als Treibmittel verwendet.
Erik Rotheim
Der Norweger Erik Rotheim gilt allgemein als Erfinder der modernen Aerosoldose. Er verbesserte bestehende Patente und ließ seine Erfindung 1927 in Norwegen und 1931 in den USA patentieren. Seine Erfindung wurde unter anderem für die Herstellung von Farbspraydosen kommerziell genutzt.
Weiterentwicklung im 2. Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg war der Anlass für die Weiterentwicklung der Aerosoldose. 1942 starben mehr Soldaten an Infektionskrankheiten als an Kriegshandlungen. Daher wurde nach einem besseren Weg zur Bekämpfung krankheitsübertragender Insekten gesucht. Die Amerikaner Goodhue[1] und Sullivan hatte schon vor dem Krieg ein Aerosol zur Insektenbekämpfung entwickelt. Einen starken Impuls erhielt ihre Arbeit durch den Bedarf der Armee an einem Produkt, mit dem Soldaten problemlos selbst Insekten bekämpfen konnten. Das Ergebnis war eine schwere, etwas bombenartige Aerosoldose. Während des Zweiten Weltkriegs wurden etwa fünfzig Millionen dieser "Insektizidbomben", wie sie genannt wurden, vom US-Militär eingesetzt.
Verfügbarkeit für Verbraucher
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden überschüssige Aerosolvorräte der Armee für den Verkauf an Verbraucher angeboten. Angesichts der erfolgreichen Einführung dieser Aerosoldosen waren Unternehmen an einer kommerziellen Nutzung interessiert. Allerdings waren die verwendeten Behälter schwer und teuer, zudem standen die teuren Ventile einer erfolgreichen Kommerzialisierung im Wege. Eine Lösung wurde jedoch gefunden, indem die Bierdose angepasst und mit einem serienmäßigen Ventil versehen wurde. Die ersten solchen Aerosole kamen Ende 1946 auf den amerikanischen Markt. In Europa wurden 1950 die ersten 50.000 Aerosoldosen in England hergestellt. Einige Jahre später wurde es in den Niederlanden eingeführt. Mehr als 5 Milliarden Aerosoldosen werden mittlerweile jedes Jahr in Europa produziert.
Gesetzgebung
Aerosolrichtlinie
Für das Aerosol gibt es eine eigene europäische Richtlinie, die sogenannte Aerosolrichtlinie (auf Englisch: Aerosol Dispenser Directive). Dieser definiert, was ein Aerosol ist und welche gesetzlichen Anforderungen ein Aerosol erfüllen muss. Um anzuzeigen, dass ein Aerosol die gesetzlichen Anforderungen der Aerosolrichtlinie erfüllt, platziert der Hersteller ein „invertiertes Epsilon“ auf dem Aerosol. Die Aerosolrichtlinie wird regelmäßig dem neuesten Stand der Technik (ATP) angepasst. In der neuesten Adaption wird beispielsweise bei der Verwendung von nicht brennbaren Druckgasen oder gelösten Gasen als Treibmittel ein Innendruck von bis zu 15 bar möglich. Dies macht diese Art von Treibmittel für die Verwendung in einer Aerosoldose besser geeignet.
Verordnung über das Bedrucken von Verpackungen nach dem Warengesetz
Die Aerosolrichtlinie wurde in den Niederlanden durch die Verordnung über das Bedrucken von Verpackungen nach dem Warengesetz. Dazu gehören neben Aerosoldosen auch Softdrinkflaschen.
Technik
Bei Aerosoldosen mit Flüssigkeit verläuft im Aerosol von der Düse oben bis knapp über den Boden ein Rohr, durch das die Flüssigkeit durch den Druck des Treibmittels nach oben gedrückt wird. Dies fehlt bei Aerosolen mit Schlagsahne oder anderen sirupartigen Inhalten und das Aerosol muss verkehrt herum verwendet werden. Ein Aerosol enthält regelmäßig eine Schüttelkugel, damit sich die Flüssigkeiten gut vermischen.
Anwendungen
Aerosole werden unter anderem verwendet für:
- Farbe (siehe auch Graffiti)
- Körperpflege: Deodorant, Parfüm, Haarspray, Rasierschaum.
- Mit Lebensmittel, wie Schlagsahne.
- Zu Himmel blasen, zum Beispiel Staubpartikel zu entfernen, oder mit einer Hupe, um Geräusche zu machen. Ein Aerosol zum Aufpumpen eines Fahrradreifens enthält oft auch Mittel zum Verschließen eines Lochs im Reifen.
- Zum Füllen oder Verbinden wie kleben und Polyurethanschaum, oder ein Vulkanisationsmittel.
- Schmierstoffe, wie z Kriechöl, Teflonspray, Silikonspray, Vaseline-Spray, usw.
- Zinkspray, um Eisengegenstände zu schützen.
- In der Elektrotechnik zum Beispiel zum Schützen, Reinigen oder Komponenten frieren.
- Als Partyartikel. Zum Beispiel kann das Aerosol leicht entfernbare Strähnen versprühen.
- Pfefferspray, Tränengas (mit einem Aerosol: in einer Flüssigkeit gelöstes Tränengas).
- Mit Giftstoffen herum Ungeziefer kämpfen.
Wenn, wie bei Farbe, die Flüssigkeit zur Entmischung neigt, wird dem Aerosol eine Schwermetallkugel zugesetzt, damit die Mischung durch Schütteln homogenisiert werden kann.
Gerade bei Aerosolen mit Kleber, Farbe und Zinkspray kann die Düse manchmal verstopfen. Um dies zu verhindern, kann das Aerosol verkehrt herum gesprüht werden, so dass nur Treibgas geblasen und die Düse gereinigt wird.
Eine Spraydose mit PolyurethanSchaum unterscheidet sich von den anderen, weil dieses Aerosol verkehrt herum verwendet wird. Um die Düse sauber zu blasen, muss sie daher aufrecht gehalten werden.