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Stapelrecht
Der norwegische Christiansund mit Stapelrechten.

Es richtig heften ist ein Recht, das viele Handelsstädte - Stapelplätze - erlangt oder angeeignet, insbesondere in den Mittelalter. Das Recht bedeutete, dass Waren, die an einer Stadt vorbeitransportiert wurden, zunächst in der Stadt gelagert und dann dort zum Verkauf angeboten werden mussten. Dieses Recht war in 1815 offiziell weltweit abgeschafft Wiener Kongress.

Ursprünglich bedeutete das Stapelrecht auch, dass bei jedem Geschäft zwischen ausländischen Händlern ein einheimischer Händler anwesend sein musste. Aus diesem Grund konnten sich im 14. und 15. Jahrhundert an der Küste gelegene Städte wie Antwerpen gut zu einer Handelsstadt entwickeln.

Groningen

Die Stadt Groningen nutzte das Stapelrecht, um ihre Position im Ommelanden sichern und erweitern. Im 1473 die Stadt schloss einen Vertrag mit allen Landschaften der Provinz ab, wobei für das Getreide (insbesondere Gerste) wurde das Heftrecht für die Stadt begründet. Dies hing damit zusammen, dass nur in der Provinz Bier das in der Stadt gebraut wurde, serviert werden konnte.

Bestimmtes Appingedam wehrte sich heftig gegen die Grundrechte der Stadt, war aber gegen das viel größere Groningen machtlos. Bei der Reduzierung von Groningen der Stapelzoll wurde nicht abgeschafft, sondern gemildert. Appingedam erhielt das Recht auf einen eigenen Maismarkt. Das Recht wurde eigentlich erst zu Beginn des Jahres abgeschafft neunzehntes Jahrhundert.