WikiDer > Stella Simons

Stella Simons

Stella (Estella Carolina) Simons (Amsterdam, 5. November1888Wassenaar, 30. Januar1989) war ein Holländer Anwalt und Feminist.

Leben

Estella Carolina Simons war die Tochter des Rechtsanwalts David Simons (1860-1930) und Marianne Wilhelmina van Raalte (1863-1947). Simons wuchs in einer sozial engagierten, liberalen jüdischen Familie auf, zunächst in Amsterdam, ab 1897 in Utrecht. Nach dem Abitur studierte sie Rechtswissenschaften in Utrecht, wo sie auch promovierte, diskutierte in ihrer Dissertation den rechtlichen Status des leiblichen Kindes und argumentierte, dass auch nichteheliche Kinder ein familienrechtliches Verhältnis zum Vater haben sollten. Für diese fortschrittliche Position erhielt Simons damals wenig Unterstützung von Anwälten, 1914 wurde Simons Rechtsanwalt und Rechtsanwalt in Utrecht und hatte zwischen 1934 und 1940 eine selbständige Praxis. Sie war lange Zeit die einzige Anwältin in Utrecht. Manche, wie ihre Freundin Clara Wichmann, versuchte es, hörte aber wieder auf. Ihre Fälle betrafen oft Kinderschutzfälle, Abtreibungsfragen und Scheidungsfälle, um sicherzustellen, dass Frauen nicht schikaniert wurden.

Neben ihrer Arbeit unternahm Simons viele Aktivitäten im Bereich Kinderschutz, Armenfürsorge und Feminismus. 1917 trat sie der Verein für das Frauenwahlrecht und 1923 folgte sie Magdalena Westerveld als Präsident der Verband der Frauen mit Hochschulbildung VVAO. Ab 1914 war sie Vorstandsmitglied der Gegenseitiger Schutz von Frauen, die sich im praktischen Sinne für die Interessen unverheirateter Mütter einsetzte, sich aber auch auf eine bessere Gesetzgebung konzentrierte.

Nach 1940

Im Mai 1942 vertrieben die Besatzer Simons und ihre Mutter. 1943 kamen sie zusammen am 'Liste Frederiks', mit anderen Juden, die wegen ihrer Bedeutung für das Land geschützt werden mussten. Sie wurden zunächst interniert auf Schloss De Schaffelaar in Barneveld, aber später transportiert nach Lager Westerbork und 1944 bis 1944 Theresienstadtbis Kriegsende.

1945 nahm sie ihre Tätigkeit als Rechtsanwältin, häufig mit deutsch-jüdischen Mandanten, wieder auf und war außerhalb ihrer Tätigkeit sozial engagiert, mit Ausnahme der VVAO und des Gegenseitigen Frauenschutzes, nun auch Pro Juventute und der Niederländischer Bewährungsverband. 1963 beendete Simons, heute 75 Jahre alt, ihre Anwaltstätigkeit. Simons starb am 30. Januar 1989 in Wassenaar im Alter von 100 Jahren.

Einfluss und Anerkennung

Simons hat durch Vorschläge zur Gesetzesänderung zu einer Aufwertung der Stellung von Frauen und Kindern, insbesondere der unverheirateten Mutter und der leiblichen Kinder, beigetragen und wurde durch ihre Ehrenmitgliedschaft (1934) der UVSV anerkannt (1954) des VVAO. Außerdem wurde sie 1958 benannt Offizier im Orden von Oranien Nassau.

Quelle/Link