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Stephan Sinding
Walküre (1908) in Kopenhagen

Stephan Abel Sinding (Trondheim, 4. August1846Paris, 23. Januar1922), war ein norwegisch-dänischBildhauer.

Leben und Arbeiten

Stephan Sinding war der ältere Bruder des Norwegers KomponistChristian Sinding (1856-1941). Er studierte Philosophie und Jura in Christiana (jetzt Oslo), schloss sogar das Studium ab, nahm aber bereits Zeichen- und Bildhauerunterricht an der Kongelige Tegneskole mit Julius Middelthun.

Ab 1871 setzte er seine Bildhauerausbildung bei Albert Wolff in Berlin, dessen Schüler er einige Zeit war. Er arbeitete dann auch in Rom, Kopenhagen und schlussendlich Paris. Sinding wurde von modernen französischen Bildhauern beeinflusst wie Auguste Rodin, Louis-Ernest Barrias und Paul Dubois, konnte das Publikum in Norwegen jedoch nicht überzeugen, da sein Stil als zu modern galt.

Er ist umgezogen nach Kopenhagen, wo er besser arbeiten konnte und 1890 anerkannt wurde und die dänische Staatsbürgerschaft annahm. Damals war die dänische Bildhauerei noch stark beeinflusst von Bertel Thorvaldsen, deren neoklassizistisch Arbeit galt als Ideal. Anerkennung und Unterstützung erhielt er von Carl Jacobsen, dem Inhaber der Ny Carlsberg-Brauerei. Carl Jacobsen kaufte seine Statue Und barbarkvinde bærer sin dræbte søn bort fra slaget 1883 für seine private Skulpturensammlung, die Glyptotek. Daraus wurde das spätere Museum Ny Carlsberg Glyptotek, Heimat der größten Werksammlung Sindings.

1910 verließ Sinding Kopenhagen und ging nach Paris, wo er bis zu seinem Tod 1922 lebte und arbeitete. Er wurde auf dem begraben Cimetière du Père-Lachaise.

Arbeit (Auswahl)

  • Fangen Moder (Grand Prix Weltausstellung 1889, Paris)
  • zum Fahrer (1889)
  • Mutter Jordan (1900), sein größtes Werk, das sich in der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen
  • Ung kvinde med sin mands lig/Enken (1892)
  • Walküre (1904) im Churchill Park in Kopenhagen
  • Fantasie der Schöpfung (1911)
  • La Lebensfreude (1913)
  • Idylle (1911-1912)
  • l'angelus (1913)
  • la nacht (1914)
  • Le printemps (1918)
  • L'offrande (1918)
  • Denkmal aux morts danois (1921)

Fotogallerie

Literatur

  • Maximilian Rapsilber: Stephan Sinding, Marquardt & Co. Verlagsanstalt, Berlin (1910/11)
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