WikiDer > Strukturtheorie
Das Theorie strukturieren ist ein Versuch, die klassischen Dilemmata der Gesellschaftstheorie zu überwinden. Innerhalb der Sozialwissenschaften gibt es mehrere Trennlinien, aber der sogenannte Akteur-Struktur-Dualismus bzw Strukturagentur-Debatte hat immer viel Aufmerksamkeit erregt. Einfach ausgedrückt geht es darum, ob man bei der Untersuchung von Menschengruppen den handelnden Menschen als Ausgangspunkt nimmt oder ob das Funktionieren von Institutionen wie Staat, Gesellschaftsschicht, Kirche etc. zentral ist. Die Strukturierungstheorie wurde hauptsächlich von dem britischen Soziologen ausgearbeitet Anthony Giddens.
Die Erforschung des Alltagsverhaltens von Menschen ist von zentraler Bedeutung für die Mikrosoziologie. Strömungen wie Ethnomethodik, analytische Handlungsphilosophie und symbolischer Interaktionismus nehmen die handelnde Person als Ausgangspunkt für ihre Analysen. Diese Bewegungen sind, wie Giddens es ausdrückt, „aktionsstark und institutionell schwach“.
Die Analyse der Funktionsweise großer sozialer Systeme wie z Wirtschaftsordnung, die Kirche oder ein politisches System, steht im Zentrum der Makrosoziologie. Giddens sagt, dieser Ansatz sei „stark in Bezug auf Institutionen und schwach in Bezug auf Maßnahmen“. Vor allem Strömungen wie die Funktionalismus und der Strukturalismus schenken historischen Entwicklungen, Macht und sozialen Konflikten große Aufmerksamkeit. In diesen Bewegungen sind die strukturellen Eigenschaften einer Gesellschaft mehr oder weniger von den Handlungen einzelner Personen getrennt und manchmal werden menschliche Handlungen sogar als Ergebnis des Funktionierens der Gesellschaft angesehen. Sozialstruktur. Im letzteren Fall beispielsweise ein sozioökonomisches System deterministisch.
Mit der Strukturierungstheorie versucht Giddens die obigen Ansätze dialektisch vereinigen. Denn Verhalten und Struktur hängen zusammen. Durch den Sozialisationsprozess stützen sich Individuen unter anderem auf die Sozialstruktur, können aber mit ihrem Handeln auch zu Veränderungen der Sozialstruktur beitragen. Durch Konformismus bleiben die bestehenden Konventionen in Position, von Weber traditioneller Handel erwähnt. Gegenüber davon Reflexivität, die Reflexion oder Erprobung und anschließende Revision sozialen Handelns, das mit seinen Konventionen die soziale Struktur verändert. Es gibt einen kontinuierlichen Prozess der Erhaltung und Erneuerung.
Die soziale Struktur ist sowohl das Medium als auch das Ergebnis individuellen Handelns. Einerseits schränkt die soziale Struktur ein, andererseits macht sie dieses Handeln auch möglich. Das Individuum ist kein mutwilliger Bauer oder Marionette, angetrieben von Regeln, über die er oder sie die Kontrolle verloren hat. Giddens hingegen konzentriert sich auf den fähigen Akteur mit eingeschränkter Freiheit und Verantwortung. Er kann mit seinen Handlungen Dinge in der Welt um ihn herum verändern. Die Handlungsfreiheit wird durch anerkannte oder nicht anerkannte Beschränkungen sowie durch unvorhergesehene und unbeabsichtigte Folgen des individuellen Handelns.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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