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System Abt
System Abt, Lamellenzahnstangen

Systemabt ist ein System für Zahnradbahnen, entwickelt vom Schweizer Ingenieur Carl Roman Abt (1850-1933).[1]

Nach seinem Studium arbeitete Roman Abt einige Zeit als Konstrukteur unten Niklaus Riggenbach und kannte daher besser als jeder andere die Nachteile des von diesem Bahnpionier entwickelten Systems Riggenbach, die ursprünglich für Tourist und Industrielinien. Aufbauend auf den Ideen seines Vorgesetzten entwickelte Abt daher seine eigene Konstruktion nach dem Prinzip, normal zusammengesetzte Züge bequem und mit akzeptabler Geschwindigkeit über längere Strecken mit variabler Steigung fahren zu lassen. Sein System besteht meist aus zwei, teilweise aber auch drei Flachlamellen, bei denen die Verzahnung pro Lamelle um ein halbes bzw. ein drittes Modul versetzt ist.

Die erste Flugbahn, die dieses System verwendet, die Rübelandbahn (BlankenburgTanne) in Deutschland, eröffnet im Jahr 1885 und war die erste Eisenbahn in Europa, die Adhäsionsbahn wurde mit einer Zahnradbahn kombiniert. Der große Vorteil des Abt-Systems ist der gleichmäßigere Eingriff der Zahnräder in die Lamellen, was zu einem ruhigeren Lauf der Züge. Zudem sind Konstruktion (die Lamellen sind leicht zu biegen) und Wartung relativ einfach, die daraus resultierenden finanziellen Vorteile werden jedoch durch die mechanisch aufwendigere und damit teurere Konstruktion der Triebfahrzeuge nahezu zunichte gemacht (Lokomotiven und Kraftfahrzeuge).

Seine Erfindungen, darunter eine bis heute gebräuchliche Konstruktion, die es ermöglicht, während der Fahrt ohne größere Probleme (Entgleisungen) von Adhäsion auf Zahnradbahn umzuschalten, haben einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung des Komforts und der Sicherheit von Zahnradbahnen geleistet.