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Tjitte de Jong

Herr. Tjitte de Jong (schenkelgoutum, 8. Juni1889 - Ermelo, 29. Mai1972) war ein Niederländisch Rechtsanwalt, Richter und Stadtrat von Groningen.

Biografie

De Jong war ein Sohn von Tjalke de Jong und Fettje de Vries. Er heiratete 1916 Catharina Hendrika Buré (1890-1919) und 1922 Theradina Elizabeth Terpstra (1891-1986), Tochter eines Bankiers und 1883 Mitbegründer der Groninger Steinmetzfirma Switters en Terpstra, Johs. Terpstra (1857-1945). Aus erster Ehe hatte er zwei Söhne, darunter Richter Mr. Tjalke de Jong (1917-1997). Eine Schwester seiner ersten Frau, Neeltje Margaretha Buré (1887-1972), heiratete 1909 seinen Bruder Dr. Jan de Jong (1881-1959).

De Jong promovierte 1914 an der Vrije Universiteit Amsterdam auf Einige Bemerkungen zur Rechtslehre des Monarchomachens. Danach war er ab 1916 Rechtsanwalt in Groningen im Büro Koppen, De Jong & Breukelaar. Anschließend handelte er 1918 unter anderem im Verfahren gegen den Schriftsteller Piet Keuning (1882-1962) wegen seines Buches Kinder in Gedanken und in Wut. De Jong fungierte auch als Anwalt für Keunings Bruder Wilhelm de Merode, W. E. Keuning (1887-1939), in seinem Unzuchtfall, der am 17. April 1924 entschieden wurde.

1927 wurde De Jong in den Stadtrat von Groningen gewählt und sofort zum Beigeordneten für Finanzen und Stadteigentum ernannt, der bis 1931 blieb. Im letzten Jahr wurde er als Bezirksrichter in Rotterdam die er bis 1939 blieb und von 1935 bis 1939 Gemeinderat von Rotterdam war; von 1934 bis 1939 war er auch Bezirksrichter in Gouda. 1939 (bis 1946) wurde er dann Direktor der Groningse Hypotheekbank (bei der sein Schwiegervater Terpstra Aufsichtsratsmitglied war). Anschließend wurde er Berater am Sonderberufungsgericht und Unterbezirksrichter in Leeuwarden und ab 1949 (bis 1959) Berater am Berufungsgericht in Amsterdam. Er war ein Ritter im Orden des Niederländischen Löwen.

Sein Schwiegervater Johannes. Terpstra veröffentlichte 1941 eine Genealogie seiner Familie: Die Nachkommen von Johannes Wijtzes Terpstra und Taetske Pieters Bakker in limitierter, nummerierter Auflage von 150 Exemplaren; er selbst wird darin erwähnt.

Literaturverzeichnis

  • Einige Bemerkungen zur Rechtslehre des Monarchomachens. Rotterdam, 1914.
  • [Mitverfasser] Müssen die gesetzlichen Regelungen zur Verwaltung des Vermögens von Minderjährigen und Vormundschaftsberechtigten und der Aufsicht über diese Verwaltung geändert werden? Wenn ja, welches?. Den Haag, 1934.
  • Das Tabakgesetz. Gesetz vom 6. Mai 1921, S. Nr. 712, BW gem. Teil 1, Nr. 3. Denver, 1938-.