WikiDer > Torum
torum ist ein nicht mehr existierendes mittelalterliches Kirchendorf an der Mündung des ems. Der Ort war in der mittelalterlichen Landschaft Reiderland, westlich von Ostfriesisch pogum. Torum fiel den Wellen der Dollar.
Laut der unzuverlässigen Dollard-Karte von Jacob van der Mersch ab 1574 sollen in der Stadt acht Goldschmiede gelebt haben. Andere Autoren sprechen von einem Markt; Ubbo Emmius nannte Torum eine Stadt. Ihm zufolge gab es auch einen Münzmeister, der kleine Silbermünzen prägte. Emmius hat sich wohl von einem Topf Tournooise abwerfen lassen grosse die hier gefunden wurde. Die Inschrift TVRONES wurde mit Torum verwechselt.
Das Dorf wird erstmals 1367 erwähnt als Kordelgummi (lesen: Tordingum), später als Dornen, Tornum oder Tordingen. Um 1450 wird Erd van Thornum als einer der drei Richter des Emslandes erwähnt; seine Kinder lebten 1461 in Ditzum. Torum wird immer noch in einer Liste von Kirchenstücken des späten 15. Jahrhunderts erwähnt Bistum Münster. In Anbetracht der genannten Beträge war es ein einfaches Dorf. Wo zum Beispiel Westerreide und Oosterreide beide haben 13 Schilling, Torum hat nur 8 Schilling. Torum gehörte zum Dekanat (Dekanat) Hatzum auch bekannt als Nesse.
Der Ort existierte bis ins sechzehnte Jahrhundert. Nach Emmius wurde hier erst 1507 ein Urteil gefällt. Eine gewisse Sybeke aus Thoirum wurde 1512 Bürger von Emden. 1513 lieferten drei Schiffsführer aus Torum achtzehn Schiffsladungen Torf an den Stadtrat. Nach der Aussage von Ubbo Emmius war Torum Ende des 16. Jahrhunderts verschwunden. Bei anhaltendem Ostwind waren noch Gebäudereste und Straßenzüge sichtbar und es wurden verschiedene Gegenstände und Münzen gefunden. Auf Karten ist die Insel Tornummar und 1586 beschloss der Emder Stadtrat den Bau eines kilometerlangen Dehnungsdamm von der installiert werden Tornumer Horne die Ems wieder in ihr altes Bachbett zu zwingen. Auch das Nesserländer Höft hat nicht gehalten.
In Volksmärchen aus dem 19. Jahrhundert wie dem „Schofar von Torum“ wird der Ort regelmäßig erwähnt. Diese Geschichten scheinen von ausländischen Sagen inspiriert worden zu sein.[1]
Wissenswertes
- Der Bauernhof torum in dem Westpolder Biene Vier Häuser ist nach dem Dorf benannt. Bemerkenswert ist, dass der Westpolder auf dem ehemaligen Lauwerszee liegt genau auf der anderen Seite der Provinz. Der Erbauer der Farm, Roelf Eyes Torringa, verwendete für die Maurerarbeiten frisches Wasser aus dem Inneren, wodurch das Gebäude sehr solide wurde. Nach der Flut 1877 verließ die Familie und kaufte 1882 Derk Roelof Mansholt der Bauernhof. Die Familie Mansholt stammte aus dem Ditzumer Hammrich.
Externe Links
- Übersicht aller mittelalterlichen Dörfer im Dollard-Gebiet
- Historische Geographie des Dollard-Gebiets (Website im Aufbau)
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
Nüsse
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