WikiDer > Jacob van der Mersch



Jacob van der Mersch (van der Meersch) (gest. 1600) war ein in Emden tätiger Landvermesser aus Flandern. Er ist vor allem für seine Karte der ertrunkenen Dollard-Dörfer aus dem Jahr 1574 bekannt.
Meister Jacob van der Mersch stammte wahrscheinlich aus Südflandern oder dem Hennegau, möglicherweise aus Kortrijk oder Waasten. Vielleicht war er einer der anonymen Mitarbeiter des Kartenmachers medewerker Jacob van Deventer und er hatte seine Ausbildung in Gent erhalten. Er wird 1568 beim Bau der Stadtmauer der Vorstadt Faldern bei . erwähnt Emden wenn Jacup der Vermesser. Diese Arbeit stand höchstwahrscheinlich unter der Leitung des Stadtarchitekten Laurens van Steenwinckel sr. (ca. 1517-1585), der auch das neue Rathaus entwarf. Dieses Rathaus wurde nach dem Vorbild der Rathaus von Antwerpen ab 1564.
1574 wurde Van der Mersch vom Stadtrat von beauftragt Emden zwei Karten für den Ratssaal des neuen Rathauses zu machen. Einer von ihnen war ein caerthe von älter gestalt deß Reiderlandtz, wie diese Landschaft vor der Entstehung des Dollard im Jahr 1277 ausgesehen hätte. Die andere war eine aktuelle Karte von map Ostfriesland, der den Grafen in seinem Grenzkampf mit den Niederlanden unterstützen musste. Die Karten sind nicht erhalten. Kopien der ersten Karte zeigen, dass es sich um ein Renaissance-Design mit Patronen zum Beispiel der südlichen Niederlande. Für diese Karte scheint es besonders die Dampierre-Karte aus Gent (1540), um die . modelliert zu haben Westerschelde im Jahr 1274 vorgestellt. Eine Wettkarte zeigt die aktuelle Situation. Auch die Stadt Groningen ließ 1546 zwei solcher Karten des Dollard-Gebiets anfertigen, die im Ratssaal ausgestellt wurden. Van der Mersch gründete sich - genau wie früher in Gent - auf Von Deventers Karte der nördlichen Niederlande von 1545, sondern machte auch eigene Messungen, die er phantasievoll mit quasi-historischen Daten ergänzte.
Eine der Kartuschen zeigt das Wappen von Standbesprechung (das Upstals-Baum), das über dem Wappen der Hausherren cirksena wurde projiziert. Darüber erhebt sich der Reichsadler als Beschützer der Friesische Freiheit. Diese Bestellung gilt auch für die Waffen auf dem mittelhohe höhe vom Rathaus. Auch hier ging man auf das Antwerpener Beispiel mit dem Staatsadler an der Spitze zurück, dann ein Bild des Nationalhelden Silvius Brabo und ganz unten das Wappen des Lord King Philips II. Gegen diesen Befehl, Graf maakte Edzard II erfolgreich Einspruch eingelegt, so dass schließlich sein Familienwappen über dem der Stadt Emden und dem seiner Mutter und seiner Frau gestellt werden sollte. Der Upstalsboom wurde weggelassen.
Die Karte hatte hauptsächlich politische Zwecke. Es wurde mit der übersetzten Aussprache von versehen SallustMit Einigkeit magh ein Landt existieren, dieser Dorch muss Zwietracht erleiden. Diese Aussage erschien in der Form Concordia res parvae crescunt auch über dem Eingang zum Rathaus und warnte den lutherischen Grafen vor den Auseinandersetzungen mit seinem Bruder Johan und lassen Sie die reformierte Stadt Emden nicht weiter aus dem Ruder laufen.
Die Dollard-Karte war ein großer Erfolg. Sogar Ubbo Emmius wagte es nicht, einer Reihe von nachweisbaren Ungenauigkeiten auf der Karte offen zu widersprechen. Die historischen Daten wurden als Wettkarte auf dem platziert OrteliusKarte von Ostfriesland von 1592, entworfen von de Antwerpen Pastor Johannes Florian. Da der Hersteller bereits 1585 ausgeführt wurde, könnte Van der Mersch diese Ausgabe geliefert haben. Die aktuellen Messungen wurden auch von anderen Kartographen übernommen, darunter Laurentius Michaelis 1579. Van der Mersch könnte auch an anderen Kartenausgaben Ostfrieslands beteiligt gewesen sein.
Um 1584 arbeitete Van der Mersch als Landvermesser in Niederländisches Flandern. Über seine Aktivitäten ist nichts Näheres bekannt. Er heiratete Swane Jansen in Emden am 20. Juli 1595 und starb kurz vor dem 16. September 1600 in seinem Haus in der Brugstraat im Vorort Faldern.
Die ursprüngliche Dollard-Karte verschwand im 19. Jahrhundert. Auch die Kopie ersten Grades, die der Emder Stadtbaumeister Jan Abrams Nanninga 1827 anfertigte, ist nicht erhalten. Gozewinus Acker Stratingh war wahrscheinlich der letzte, der das Original im Jahr 1833 gesehen hat, als er sich mit dem Thema beschäftigte. Eine vereinfachte, aber genaue Kopie ist im handgezeichneten Atlas enthalten Trifoleum aureum Oistfrisk-Emdanum ab 1679.
Jacob van der Mersch ist nicht zu verwechseln mit Jacob van der Meersch aus Hoorn (gest. 1595), dem Autor von 'Tgroote Rädsel-Böck.
Literatur
- OS Knoten, 'Dollard History(s) – Mythos und Realität', in: K. Essink (Hrsg.), Storm Flood 1509. History of the Dollard, Groningen: Foundation Verdronken History 2013, p. 95-116.