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EIN Stufengiebel ist ein altes traditionelles Giebel deren Spitze sich nach oben hin allmählich verjüngt. Diese Treppen sind oft bedeckt mit Natursteine Platten, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Die Abdeckteile sind entwässerungssicher behandelt und ragen rundum über das Mauerwerk hinaus.
Der Stufengiebel ist in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, England und manchmal Frankreich weit verbreitet, Ländern, in denen das feuchte Klima steile Dächer erfordert, auf denen Dachziegel optimal funktionieren kann. Es entstanden verschiedene Stilrichtungen. Spezifisch für die Antwerpener Stufengiebel ist beispielsweise, dass die oberste Fliese (die oberste Fliese) um 45° gedreht ist. Außerdem sind die belgischen Treppen oft kleiner als die niederländischen.
Die ältesten bekannten Treppengiebel stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert und sind in der . gebaut romanischer Stil. Diese schließen ein Maisstapelhaus in Gent (ältester Stufengiebel der Welt, ab 1175) und die Residenz(ede) Jan Borluut zum Maismarkt in derselben Stadt. Diese Fassaden sind nüchtern und haben sogenannte Eselrücken auf den 'Stufen', ein kleines Dach auf jeder Treppe. Diese finden sich beispielsweise auch an der/den Fassade(n) von Schloss Radboud in Medemblik. Während der gotisch die Fassaden wurden immer aufwendiger. In Deutschland erreichte dieser Typ in dieser Zeit seinen Höhepunkt.
Den Höhepunkt in den Niederlanden und in geringerem Maße auch in Belgien erreichte der Stufengiebel in der Zeit ± 1600 - ± 1665, mit dem Baustil der Renaissance. Bei diesem Stil werden schräge Linien weitestgehend vermieden, weshalb die schrägen Seiten des Satteldachs unsichtbar sind. In dem 17. Jahrhundert Amsterdam zum Beispiel war voll von solchen Treppengiebeln (unter anderem im typischen Amsterdamer Renaissance-Stil). Aber auch in anderen niederländischen Städten war der Treppengiebel sehr beliebt und an vielen Stellen waren ganze Reihen von Treppengiebeln zu sehen. Der Treppengiebel im sogenannten holländischen Renaissancestil wurde in Haarlem sehr beliebt, von dem viele noch erhalten sind. Später verschwanden viele Treppengiebel, denn im 18. Jahrhundert viele Reiche ließen diese entfernen, um ihre Häuser herrschaftlicher aussehen zu lassen, nach der damals vorherrschenden Mode: die Gesims. Infolgedessen sind in den meisten niederländischen Städten viele Stufengiebel verschwunden. Vor allem in Den Haag, wo eine beträchtliche Zahl wohlhabender Menschen lebte, die sich das leisten konnten, sind fast alle Treppengiebel verschwunden.
Der Treppengiebel war so beliebt, dass auch Doppelhäuser damit ausgestattet wurden. In Amsterdam gibt es noch einige Beispiele dafür.
Charakteristisch für den Amsterdamer Renaissance-Stil von hauptsächlich Hendrick de Keyser sind die großen Treppen, oft ungleich groß und nur wenige, während auf jeder Treppe Klauenstücke oder andere Dekorationen (siehe Bild). Typisch sind auch die Pilaster in dem Mauerdämme und das S-förmige Reliefbögen ("geschwungene Klammern") über den Fenstern. Manchmal ist der Treppengiebel so stark verziert, dass die Treppe selbst kaum noch zu erkennen ist. Der Stil von Hendrick de Keyser wurde weithin nachgeahmt, aber meist nüchtern. Man spricht von der nüchternen Amsterdamer Renaissance. Charakteristisch ist ein einfacher Stufengiebel, der wiederum dem niederländischen Typus ähnelt, mit dem Unterschied, dass statt vieler kleiner Blöcke einige große Blöcke aus Naturstein verwendet werden. Auch die Fenster sind so in Nischen platziert, dass die Mauerdämme Pilastern ähneln.
Später schuf der Stufengiebel die Halsgiebel indem die Treppe immer weiter vereinfacht wird. Die Dekoration des Halses schuf die Glockengiebel.
Im Laufe des 17. Jahrhunderts geriet der Stufengiebel in den Niederlanden in Ungnade. In dem 19. Jahrhundert eine Aufwertung fand statt und Stufengiebel wurden wieder weit verbreitet in Neostilen wie dem neugotisch und vor allem die Neo-Renaissance. Diese imitierte Architektur ist oft weniger attraktiv als die ursprünglichen Beispiele. Gerade in der Neorenaissance "korrekten" die Proportionen oft nicht, die Böden sind gleich hoch etc., während für Details oft Massenware statt echter Skulptur verwendet wurde. In dem 20. Jahrhundert In den Niederlanden wurden Treppengiebel hauptsächlich von traditionalistischen Architekten wie z A. J. Kropholler und H. W. Falke.In den modernen Entwicklungsgebieten Brandevoort (Helmond) und Vleuterweide (Leidsche Rijn bei Utrecht) ist auch der Stufengiebel in den letzten Jahren wieder aufgetaucht. Diese Neubauprojekte fügen sich in die Vision des Luxemburger Architekten Rob Krier und des deutschen Architekten Christoph Kohl ein und wirken daher wie alte Stadtkerne (allerdings mit dörflichem Charakter). Neben dem Stufengiebel sehen wir in diesen Projekten auch den Halsgiebel.
Bilder
Treppengiebel des Gebäudes "den Os" in Antwerpen (1612)

Der Morian in 's-Hertogenbosch

Die drei schwarzen Maulwürfe in 's-Hertogenbosch

Stufengiebel im Stil der Amsterdamer Renaissance, Herengracht 203, Amsterdam (erbaut um 1618)
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Typ 'Dordtse' (Vriesestraat, Dordrecht)

Proveniers-Häuser auf dem Groot Heiligland in Haarlem
Treppengiebel in Brügge
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Typen Fassaden | ||||||
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