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Eulennest | ||||
| Künstler | Hieronymus Bosch | |||
| Technik | Feder und braune Tinte auf Papier | |||
| Maße | 14 × 19,6 cm | |||
| Museum | Museum Boijmans Van Beuningen | |||
| Ort | Rotterdam | |||
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Eulennest ist ein Zeichnung des Südliche Niederlande Maler Hieronymus Bosch in dem Museum Boijmans Van Beuningen im Rotterdam.
Präsentation
Es setzt ein Eulenfamilie denn, die ihr Nest in einem alten, ausgehöhlten Baum haben. Auf diesem Baum sind auch ein paar kleinere Vögel verstreut und a Spinnennetz. Im Hintergrund sind die Umrisse eines Dorfes zu sehen. Laut dem Kunsthistoriker Jakob Rosenberg es ist ein Fragment eines größeren Blattes.[1]
Bedeutung
Alles deutet darauf hin, dass dies nicht nur eine Zeichnung einer Eulenfamilie ist. Der mutmaßliche Zeichner der Zeichnung, Hieronymus Bosch, verwendet die Eule als Motiv an mehreren Stellen seines Werks, um dem Betrachter eine moralisierend Botschaft. Am deutlichsten ist diese Nachricht auf dem Haywain-Triptychon. Es gibt zwei Versionen dieser Arbeit: eine in der Prado in Madrid und einer in der Escorial. In der Prado-Version ist die Eule mit einer Schnur an einen Ast gebunden und wird von zwei kleineren Vögeln umschwärmt. Bei der Escorial-Version geht diese Schnur unter die Eule und endet in einer Kugel. Dies war im späten Mittelalter eine Möglichkeit, Vögel zu fangen. Beim Ziehen an der Schnur schlug die Eule mit den Flügeln oder gab ein kreischendes Geräusch von sich. Dies veranlasste andere Vögel, sich der Eule zu nähern, um sie zu verjagen. Diese Vögel waren nicht sie selbst Beute für die Eule, aber ihre Jungen tun. Durch anschließendes Auftragen von Vogelleim auf die Zweige wurden die ahnungslosen Vögel gefangen.[2]
Aus diesem Grund ist die Eule in der bildenden Kunst oft ein Symbol der Versuchung. Die kleinen Vögel wiederum symbolisierten die unschuldige Unschuld, zum einen, weil sie sich von der Eule anlocken lassen und zum anderen, weil sie für den Jäger eine leichte Beute sind. Die Eulen und Vögel in der Zeichnung bei den Boijmans sind wahrscheinlich auch in diesem Sinne gemeint. Unterstützt wird dies durch die Spinne, die ebenso wie die Eule nur warten muss, bis ihre Beute zu ihr kommt und dann zuschlägt.
Namensnennung und Datierung
Die Zeichnung wird einstimmig Bosch zugeschrieben. Das Motiv ist typisch Boschisch und weist stilistische Ähnlichkeiten mit der Zeichnung auf Der Wald hat Ohren, das Feld hat Augen. Es ist schwierig, ein Datum anzugeben. Bosch war von 1480 – wahrscheinlich früher – bis zu seinem Tod im Jahr 1516 tätig. Laut Kunsthistoriker Charles de Tolnay die Zeichnung stammt aus Boschs letzter Periode.[3]
Quelle
Nüsse |