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Vidivaren

Das Vidivaren (Latein: Vidivari) war ein Volk, das inmitten der 6. Jahrhundert zum wislahaf wohnte.

Quellen

Die Vidivars werden nur von den gotisch Historiker Jordanes. Sie grenzten an die ästi und lebte auf einer Insel namens Gepidoios ("Gepiden-Mutterschaf"), zuvor verwendet von der gepiden bewohnt war.

Ad litus oceani, ubi tribus faucibus fluenta Weichsel fluminibus ebibuntur, Vidivarii resident ex diversis nationalibus aggregati; post quos ripam oceani item Aesti Tenent, pacatum hominum Gattung omnino
An der Küste des Meeres, wo die Weichsel in drei Ströme mündet, wohnen die Vidivars, die aus verschiedenen Völkern gebildet wurden; dahinter wohnen die Aesti, ein sehr friedliches Volk.

Jordanes, Getik 5,36

Nunc eam, ut fertur, insulam gens Vidivaria incolit … Qui Vidivarii ex diversis nationibus ac si in unum asyl collecti sunt et gentem fecisse noscantur.
Nun, wie gesagt, die Vidivars bewohnen diese Insel… Diese Vidivars haben sich hier aus verschiedenen Völkern wie in einer Zuflucht versammelt und so ihr eigenes Volk gebildet.

Jordanes, Getik 17,96

Um 880 besuchte die angelsächsische Kaufmannskoop Wulfstan die Handelsstadt an der Wislahaf Fachwerk. Er erwähnt hiermit Weißland, die östlich der Weichsel liegt:

Die Weichsel (Wīsle) ist ein großer Fluss und trennt Witland von Weonodland, und Witland gehört zu den Aesti (Ēstas).

Wulfstan

Schon früh stellten Historiker eine Verbindung zwischen Witland und den Vidi-Farnen her.

Erläuterung

Der Name setzt sich zusammen aus dem germanischen *warijôz, "Einwohner", wie es in den Namen verschiedener germanischer Stämme vorkommt (verstärkend, Angrivaren, Bajuwaren, Chattuaren, Rätvaren). Der erste Teil lässt sich mit dem germanischen *widu, „Wald“, verbinden, aber es ist auch denkbar, dass es sich um ein nichtgermanisches Element handelt.

Da die Vidivars laut Jordanes ein gemischtes Volk waren, wird angenommen, dass sie sowohl aus germanischen als auch aus baltischen Elementen gebildet wurden.