WikiDer > William Wilberforce
William Wilberforce (Kingston upon Hull, 24. August1759 – London, 29. Juli1833) war ein Englisch Parlamentarier, überzeugter evangelischer Christ und Führer der Anti-Sklaverei-Bewegung.
Im 1784 er wurde Mitglied der Unterhaus.Ein Jahr später, in 1785 er wurde Christ, was zu einer großen Veränderung seines Lebensstils und einem lebenslangen Engagement für die Verbesserung der Lebensbedingungen seiner Mitmenschen führte, beispielsweise an sozialen Reformen, insbesondere in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Arbeiter. Die Arbeiter mussten damals außerordentlich lange arbeiten, ihre Familien siedelten sich in großer Zahl in den Städten an und lebten dort unter menschenunwürdigen Bedingungen.
Lady Middleton, Ehefrau des Politikers Sir Charles Middleton, trat an ihn heran und bat um seinen Einfluss gegen die Sklavenhandel benutzen. Auf 12. Mai1789 er hielt seine erste Rede gegen die Sklaverei und war fortan eine der führenden Persönlichkeiten der Bewegung. Obwohl die meisten seiner (Tory) Parteimitglieder kooperierten nicht, er blieb hartnäckig und schließlich 1807 ein Gesetz verabschiedet, das den Sklavenhandel illegal macht. Er hatte die Hilfe der Whigs, und vor allem ihr Anführer in der OberhausWilliam Grenville, erforderlich.
Nach seiner Pensionierung im Jahr 1825 er spielte keine wichtige Rolle mehr. Sein Kollege Thomas Fowell Buxton übernahm seine Aufgaben und führte die Bewegung im Parlament. Einen Monat nach seinem Tod ist der Gesetz zur Abschaffung der Sklaverei angenommen. Dies gab allen Sklaven im britischen Empire ihre Freiheit zurück.
Wilberforce engagiert sich für die Britische Ostindien-Kompanie und schaffte es, einige zusätzliche Klauseln freizugeben, nachdem der Vertrag verlängert werden musste. Dabei ging es vor allem darum, bestimmte Rechte für das britische Empire im Osten zu erlangen. Seine Arbeit führte zur Schaffung der Diözese von Kalkutta.
William Wilberforce war eines der Gründungsmitglieder der Königliche Gesellschaft zur Verhütung von Tierquälerei.
Umwandlung
William wuchs in einer sehr wohlhabenden Familie auf und wurde im Alter von 12 Jahren durch eine Tante in das evangelische Christentum eingeführt. Aber weil Mutter und Großvater den Kontakt zu seiner Tante verhinderten, schwand sein Interesse am Glauben und er endete in einem unbeschwerten Leben.[1]
1785, nach seiner Rückkehr von einer Europareise, las Wilberforce das Buch "Rise and Progress of Religion in the Soul" von Philip Doddridge, einem Führer des englischen Nonkonformismus des frühen 18. Jahrhunderts.[2] Dies wird als Beginn seiner spirituellen Suche angesehen. Er fing an, die Bibel zu lesen und zu beten. Er kam zu einer evangelischen Bekehrung und verpflichtete sich, sein Leben dem Dienst Gottes zu widmen.[3]
Er überlegte, sein Amt im Parlament aufzugeben, aber unter anderem John Newton (Autor von "Erstaunliche Anmut") überzeugte ihn, dass Gott ihn aus einem bestimmten Grund ins Parlament gesetzt haben könnte. Seine christliche Überzeugung motivierte ihn, ein Verfechter der Abschaffung der Sklaverei zu werden.[4][5]
Zum Film gemacht
2006 wurde seine Geschichte verfilmt in Erstaunliche Anmut, mit Ioan Gruffudd, Romola Garai und Albert Finney in den Hauptrollen. Dieser Film erschien 2008 in den niederländischen Kinos.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|
| Siehe die Kategorie William Wilberforce von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |