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Willy Millowitsch | ||||
Willy Millowitsch 1987 | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Geboren | 8. Januar 1909 | |||
| Geburtsort | Köln | |||
| Verstorben | 20. September 1999 | |||
| Ort des Todes | Köln | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| Genre(s) | Schlager | |||
| Beruf | Sänger, Schauspieler, Schauspieler, Regisseur | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
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Willy Millowitsch (Köln, 8. Januar1909 - Dort, 20. September1999) war ein berühmter deutscher Bühnenschauspieler, Schauspieler und Regisseur des Millowitsch-Theaters in Köln.
Karriere als Schauspieler
Millowitsch stammte aus einer renommierten Theaterfamilie. Seine Eltern Peter Wilhelm Millowitsch und Käthe Planck waren Besitzer eines Theaters in Köln. Millowitsch musste schon früh das Theater durch den frühen Tod seines Vaters übernehmen. Er schleppte das Theater durch die schwierige Kriegszeit.
Millowitsch entwickelte sich zu einem beliebten Theaterschauspieler und gelang bereits in den 1950er Jahren der Durchbruch ins Fernsehen. Neben einer florierenden Karriere im Fernsehen und Theater hatte er auch mehrere Hits mit berühmten Musik Hits in dem kölscher Dialekt.
Ein Bombenangriff während der Zweiter Weltkrieg hatte es Millowitsch-Theater zum Aachener Straße im Köln minimaler Schaden angerichtet. Damals war es Konrad Adenauer Oberbürgermeister, der ab Oktober 1945 wieder Aufführungen wünschte, die bis 1949 täglich stattfanden. Willy leitete das Theater mit seiner Schwester Lucy, wo er auch als Schauspieler auf der Bühne stand.
Seit 1946 hat er auch in zahlreichen Kinofilmen mitgewirkt, wie zum Beispiel Geucht ist Majora (1949). Bis 1996 trat er in mehr als 125 Filmen auf und sorgte angesichts des schwankenden wirtschaftlichen Erfolgs seines Theaters für zusätzliche Einnahmen. Zu den Kinofilmen gehörte Drei Mann auf einem Pferd (1957), Zwei Herzen im Mai (1958), Scampi (1958), Zum Teufel mit der Penne und die Hollywood-Produktion Hilfe, diese Amis Schüsseln (1985), in dem er eine Nebenrolle spielte. Seine bekannteste TV-Rolle war die von Kommissar Klefisch beim Fernsehsender WDR von 1990 bis 1996 in sechs Folgen.
Die erste deutsche Live-Übertragung des Stücks Bühne beeilen von dem Dichter Karl Bunje war am 19. Oktober 1953 mit Willy Millowitsch in der Hauptrolle. Diese Aufführung machte sein Theater weithin bekannt, was zur Ausstrahlung zahlreicher Komödien aus seinem Theater durch die Fernsehsender führte. Es waren absolute Erfolge, auch dank seines Bühnenpartners Elsa Schölten, die seit 1920 Teil des Interieurs ist.
Im Rahmen der ARD-Fernsehlotterie am 14. September 1968 spielte er die Rolle des Richters Dr. Kleinfisch in der Komödie Die Karten-Armee auf der Bühne des Ohnsorg TheaterTh im Hamburg.
Karriere als Schlagersänger
Millowitsch suchte schließlich auch als Schlagersänger sein Glück. 1960 wurde das Plattenlabel ariola ihm einen Vertrag. Sein erstes Lied war Wenn dieses Lied ein Schlager wird. Das Lied folgte ein paar Monate später Heut' sind wir blau. Sein größter Hit war der Karnevalskracher Schnaps, das war sein letztes Wort (1960), von dem mehr als 900.000 Exemplare verkauft wurden. In dem Rheinland er galt als einer der erfolgreichsten Interpreten von Karnevalsliedern. Das Lied Ich bine Kölsche Jung von Fritz Weber, ist untrennbar mit seinem Namen verbunden.
Privatleben und Tod
1939 heiratete Willy Millowitsch Linny Lüttgen, doch diese Ehe hielt nicht lange. Am 28. September 1946 heiratete er Gerda Feldhoff, mit der er vier Kinder hatte: Katarina, Peter, Susanne und Mariele. Die einzige, die sich nicht für die Schauspielerei interessierte, war Susanne. 1998 übernahm Peter das Theater von seinem Vater. Willy Millowitsch starb am 20. September 1999 im Kölner Krankenhaus St. Elisabeth an Herzversagen. Er wurde auf dem Melatenfriedhof in Köln beigesetzt. Die Trauermesse wurde von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in der lesen Kölner Dom, die normalerweise ausschließlich kirchlichen Würdenträgern vorbehalten war. Während der Beerdigung spielte der damalige Domorganist Clemens Ganz eine Improvisation in Maulwurf über sein Erfolgslied Ich bine kölsche Jung. Die Beerdigung wurde vom WDR live übertragen.
Gedenkfeier
Die Band Höhner anlässlich seines 80. Geburtstages 1989 trug die Nummer Willy, was wör Kölle ohne Dich bis Millowitsch. 1992 finanzierte ihm der Kölner Theatermann Harry Owens eine Statue, die auf dem Eisenmarkt aufgestellt wurde. Im selben Jahr trat er als Sprecher und Sänger beim Konzert auf Arsch huh, Zung ussenander gegen Rassismus und Antisemitismus. Die Willy-Millowitsch-Medaille wird seit 2003 jährlich an Personen verliehen, die sich um die kölsche Mundart verdient gemacht haben.
Am 4. Oktober 2002 wurde ein kleiner Parkplatz hinter einem Hotel in der Nähe des Millowitsch-Theaters in Willy-Millowitsch-Platz umbenannt, der jedoch nicht die nötige Aufmerksamkeit erhielt. Stattdessen erhielt das Gertrudenplätzchen 2013 den Namen Willy-Millowitsch-Platz, wohin am 25. April 2014 das Eisenmarkt-Denkmal verlegt wurde.
Diskografie
Einzel
- 1960 - Heut' sind wir blau
- 1960 - Citronella
- 1960 - Schnaps, das war sein letztes Wort
- 1961 - Das Herz von Köln
- 1961 - Die Liebe ist sgänglich
- 1965 - Ich hab' Musik so gern
Filmografie
- 1949 - Geucht ist Majora
- 1951 - Der Tiger Akbar
- 1952 - Der fröhliche Weinberg
- 1953 - Der Etappenhase (FERNSEHER)
- 1955 - Unternehmen Schlafsack
- 1955 - Der kaufte Grossvater (FERNSEHER)
- 1955 - Zwei blaue Augen
- 1956 - Der Etappenhase
- 1957 - Drei Mann auf einem Pferd
- 1957 - Schön ist die Welt
- 1957 - Zwei Herzen im Mai
- 1958 - Scampi (mit Romy Schneider)
- 1958 - Die Landärztin
- 1958 - Liebe, Mädchen und Soldaten
- 1958 - Vater, Mutter und Neun Kinder
- 1959 - Alle Tage ist kein kleiner Sonntag
- 1959 - Laß mich am Sonntag nicht allein
- 1959 - Schneider Wibbel
- 1960 - Der wahre Jacob
- 1960 - Willy, der Privatdetektiv
- 1961 - Der Hochtourist
- 1961 - Im Nachtjackenviertel (FERNSEHER)
- 1961 - Robert und Bertram
- 1961 - Die Fledermaus
- 1962 - Dicke Luft
- 1962 - Der Zigeunerbaron
- 1962 - Tante Jutta aus Kalkutta (FERNSEHER)
- 1964 - Die drei Schein-Heiligen
- 1965 - Drei kölsche Jungen (FERNSEHER)
- 1966 - Der Raub der Sabinerinnen (FERNSEHER)
- 1967 - Der Kühne Schwimmer (FERNSEHER)
- 1967 - Heubodengefluster
- 1967 - Herrliche Zeiten im Spessart
- 1968 - Paradies der Flöße Sünder
- 1968 - Otto ist auf Frauen scharf
- 1968 - Der Meisterboxer
- 1968 - Die Karten-Armee (FERNSEHER)
- 1968 - Die Lümmel von der ersten Bank – Zum Teufel mit der Penne
- 1968 - Frau Wirtin hat auch einen Grafen
- 1968 - Pension Schöller (FERNSEHER)
- 1969 - Klassenkeile – (Paukerwaren ist nicht schwer – Schüler sein dagegen sehr)
- 1969 - Charleys Onkel
- 1969 - Warum hab' ich bloß 2× ja gesagt?
- 1969 - Frau Wirtin bläst auch gern Trompete
- 1972 - Die lustigen Vier von der Tankstelle
- 1973 - Unsere Tante ist das Letzte
- 1973 - Alter Kahn und Junge Liebe
- 1975 - Der Geheimnisträger
- 1975 - Im Nachtjackenviertel (FERNSEHER)
- 1978 - Das Geld liegt auf der Bank (FERNSEHER)
- 1981 - Die Wahl von Lebemann (FERNSEHER)
- 1982 - Ein Dicker Hund
- 1983 - Sie wollten Fünfziger
- 1985 - Hilfe, dass Amis kommen (Europäischer Urlaub von National Lampoon) (mit Chevy Chase)
- 1987 - Das Mädchen aus dem Fahrstuhl (FERNSEHER)
- 1989 - Kommissar Klefisch – Ein Fall für Onkel
- 1990 - Heidi und Ernie (TV-Serie)
- 1990 - Tante Jutta aus Kalkutta (FERNSEHER)
- 1991 - Pizza Colonia (FERNSEHER)
- 1991 - Kommissar Klefisch – Service Vergehen
- 1992 - Der blaue Heinrich (FERNSEHER)
- 1992 - Kommissar Klefisch – Ein unbekannter Zeuge
- 1993 - Kommissar Klefisch – Tod am Meer
- 1993 - Pension Schöller (FERNSEHER)
- 1995 - Kommissar Klefisch – Klefischs schwerster Fall
- 1996 - Kommissar Klefisch – Vorbei ist vorbei
Auszeichnungen
- 1961 - der goldene Bravo Otto
- 1962 - der silberne Bravo Otto
- 1983 - Fernsehpreis Telestar des Fernsehsenders WDR
- 1984 - Bundesverdienstkreuz
- 1989 - Ehrenbürgerschaft der Stadt Köln
- 1990 - Bambi
- 1992 - Bambi
- 1994 - die goldene Willi-Ostermann-Medaille (höchste Auszeichnung vom Kölner Karneval)
- 1994 - Bayerischer Fernsehpreis (Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten)
Externer Link
- (und)
Willy Millowitsch in dem Internet-Filmdatenbank
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |