WikiDer > Wilton (Werft)
Unter dem Decknamen Wilton war von 1854 bis 1929 und später eine Schmiede Werft und Maschinenfabrik aktiv, zunächst in Rotterdam und ab 1920 auch in Schiedam. Trotz mehrerer Namensänderungen wurde das Unternehmen im Volksmund „Wilton“ genannt.
Die Werft entstand aus dem Geschäft von Bartel Wilton senior und junior, die ab Anfang 1854 gemeinsam eine bestehende Hausschmiede übernahmen. Bartel junior baute es bald zu einer Schiffsschmiede aus, in der ab 1876 auch Dampfkraft genutzt wurde. Infolge der zunehmenden Reparaturen an Schiffen wurde 1876 eine eigene Reparaturwerft gegründet, auf der ab 1882 neu gebaut wurde. Ab 1877 wurden Dampfkessel sowie (Schiffs-)Dampfmaschinen hergestellt. Am 14. Februar 1895 wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt: NV Machinefabriek ehemals unter der Firma B. Wilton, mit den beiden ältesten Söhnen Bartel III und Henri als Co-Direktoren. Nach dem Tod von Bartel II. wurden sie formell Direktor und Eigentümer, woraufhin ihre jüngeren Brüder William (Willy) , 1902 bzw. 1906 James und Jan Daniel (Daniel) in das profitable Familienunternehmen einstiegen. 1901 wurde der Name geändert in Maschinenfabrik und Werft von NV Wilton, 1921 in NV Wilton's Dock and Wharf Company.
Ursprünglich war Wilton in Rotterdam an De Baan und Westzeedijk (heute Parkhaven) ansässig. 1903 zog Wilton auf den Ruigeplaat am Westkousdijk in Rotterdam-Delfshaven, wo ein komplettes Unternehmen, einschließlich einer Eisengießerei, aufgebaut wurde. 1916 wurde ein neuer Standort auf der fünf Schlösser in Schiedam gekauft und einsatzbereit gemacht. 1921 wurde der Standort in Schiedam in Betrieb genommen und das Unternehmen hatte zwei Niederlassungen.
Wilton fusionierte 1929 mit der Met Unternehmen für Schiffbau und Maschinenbau Fijenoord in Rotterdam nach NV Dok en Werf Company Wilton-Fijenoord.
1969 wurde die Werft in Delfshaven geschlossen. Hier ist die Nachbarschaft jetzt Schiemond, wo vom Hof nur noch die alte Verwaltungsvilla übrig ist.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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