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Frostbeulen | ||||
| Perniose | ||||
| Codierungen | ||||
| ICD-10 | T69.1 | |||
| ICD-9 | 991.5 | |||
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Frostbeulen oder Frostbeulen, Perniose (lat.pernio, Frostbeulen oder Winterfuß), besteht aus blau-roten, schmerzhaften, stark juckenden Schwellungen der Zehen und/oder Finger. Die Erkrankung tritt hauptsächlich in den Wintermonaten auf und wird durch die Kälteeinwirkung auf die schlecht durchblutete Haut verursacht.
Ursprung
Kälte ist der Hauptfaktor für die Entwicklung von Frostbeulen. Kälte verursacht die Kontraktion des Arteriolen und Venolen in der Haut und Erweiterung der Kapillaren; beim Erhitzen geschieht das Umgekehrte. Dieser Kontrollmechanismus reduziert die Blutzirkulation in den Händen und Füßen bei Kälte, was bedeutet, dass die lebenswichtige Organe warm halten Bei Menschen mit Perniosen funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig. Die Venolen reagieren zu langsam auf Temperaturänderungen, insbesondere beim Erhitzen. Dies führt zu einer Stauung im kapillaren Gefäßnetz. Dies führt zu lokalen Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Brennen an Händen und/oder Zehen.
Faktoren, die die Durchblutung in Händen und Füßen negativ beeinflussen und die Entwicklung von Frostbeulen begünstigen, sind:
- zu wenig warme Kleidung
- längere Exposition von Händen und Füßen bei niedrigen Temperaturen
Der Zustand kann auch durch eine zugrunde liegende Gefäßerkrankung verursacht werden:
Symptome
Der Patient weist folgende Symptome auf:
- ziemlich akuter Beginn der Beschwerden
- Juckreiz/Brennen/Schmerzen an Streckfingern und Zehen
- lokal blau-rote, geschwollene, eher scharf begrenzte Flecken
- Beschwerden verschlimmern sich beim Aufwärmen
- Druck unter dem Nagel
Therapie
In den meisten Fällen handelt es sich um einen harmlosen Zustand. Der Zustand kann beispielsweise durch die Einnahme verhindert werden: Tauschpools oder eine Fußsauna (Infrarot), die die Durchblutung verbessert. Der Patient sollte Kälte vermeiden und sich warm anziehen. Regelmäßige und ausreichende Bewegung bei Kälte kann hilfreich sein. Die Wirkung lokaler und systemischer Wirkstoffe bei Pernionen ist nicht belegt und daher nicht erwünscht. In der Vergangenheit Injektionen von Vitamin-D gegeben, aber eine Wirkung davon wurde nie wissenschaftlich bewiesen.[1]Kalziumkanalblocker wie Nifedipin werden wegen ihrer gefäßerweiternden Wirkung bei schweren Frostbeulen erfolgreich verschrieben.[2]
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise Literatur
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