WikiDer > Sattelglocke
| Sattellibelle IUCN-Status: Nicht bedroht[1] (2013) | |||||||||||||||
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| Taxonomische Klassifikation | |||||||||||||||
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| Anax ephippiger (Burmeister, 1839) Ursprüngliche Kombination Aeshna ephippigera | |||||||||||||||
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Das Sattellibelle (Anax ephippiger) ist ein echte Libelle (Anisoptera) aus der Familie der Glaser (Aeshnidae). Es ist ein seltener Landstreicher aus Afrika. 2019 wurden im Juni in den Niederlanden Hunderte von Sattellibellen beobachtet. Eier wurden an verschiedenen Stellen abgelegt. An manchen Orten krochen im August und September Hunderte von Sattellibellen heraus.[2]
Der wissenschaftliche Name der Art wurde 1839 als Aeshna ephippigera herausgegeben von Hermann Burmeister.[3]
Eigenschaften
Der Bauch ist schlank und relativ kurz. Die Farbe des Abdomens ist sandig-orange-braun mit einem schwarzen durchgehenden Rückenstreifen. Das Segmente 8 bis 10 sind dunkel mit gelbbraunen Fleckenpaaren. Der Brustkorb ist oben braun, unten gelb. Die Augen sind sehr groß und treffen sich fast über die gesamte Länge auf der Oberseite des Kopfes; die Farbe ist braun mit einer (grün) gelben Unterseite. Das Gesicht zeigt zwei dicke schwarze Linien. Das Männchen hat einen auffallenden himmelblauen 'Sattel' auf der Oberseite des Bauchsegments 2. Bei jungen Männchen ist dieser Sattel jedoch noch unauffällig blassviolett. Das Weibchen hat normalerweise einen unauffälligen blassvioletten 'Sattel', der durch den dunklen Rückenstreifen unterbrochen wird.
Die Körperlänge ausgewachsener Tiere beträgt zwischen 61 und 70 Millimeter. Die Larve ist relativ klein (42-44 mm) und hat ovale Augen und ein eher kurzes, nicht halsförmiges Prämentum.
Flugzeit
Die Sattellibelle fliegt das ganze Jahr über im tropischen Afrika und Asien und Landstreicher sind daher grundsätzlich auch in Europa ganzjährig zu erwarten.
Verhalten und Fortpflanzung
Die Larven leben im flachen Wasser, am Boden oder in spärlicher Vegetation. Die Sattellibelle ist an die Fortpflanzung in sehr warmen Regionen angepasst, wo Brutwasser oft nur für kurze Zeit zur Verfügung steht. Das Larvenstadium kann daher unter günstigen Bedingungen innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden. Aus diesem Grund würde die Ausbreitung am häufigsten in den Monaten August und September erfolgen, was jedoch noch nicht bestätigt wurde. Nach dem Schlüpfen fliegen Sattellibellen fast sofort aus dem Fortpflanzungsbereich weg. Sie sind ausgezeichnete Flieger, die wie andere Glaser lange Jagdflüge an geschützten Orten (z. B. Waldrändern) unternehmen. Der Eierverkauf findet statt in Tandem. Die erfolgreiche Fortpflanzung wurde erstmals im August 2019 in den Niederlanden mit der Entdeckung von Larvenhäuten und frischen Imagos in Itteren, im Millingerwaard und an verschiedenen anderen Orten nachgewiesen.
Lebensraum
In Afrika und Asien vermehrt sich die Art in flachen, oft temporären Gewässern, mit wenig Vegetation, vielen Beutetieren und ohne Fisch. Dies sind optimale Bedingungen für eine schnelle Entwicklung der Larven. In den Niederlanden ist überall mit Landstreichern zu rechnen, vor allem aber in seichten Gewässern wie Dünenseen und Mooren. Im Mittelmeerraum hat sich die Fortpflanzung unter anderem in Reisfeldern etabliert.[4]
Vertriebsgebiet
Die Sattellibelle ist als Landstreicher in ganz Europa zu erwarten, mit zunehmender Trefferchance in Richtung Süden. Es ist die einzige Libelle, die jemals in Island gesichtet wurde. Im Mittelmeerraum findet die Fortpflanzung wohl jedes Jahr irgendwo statt, in Mitteleuropa nur sporadisch. In den Niederlanden ist die Entdeckungswahrscheinlichkeit entlang der Küste am größten, da Landstreicher oft der Küste folgen. Hier wurden bisher die meisten Beobachtungen gemacht.
Verwandte und ähnliche Arten
Verwechslungen sind möglich mit dem südliche kaiserliche Libelle (Anax Parthenope), eventuell auch mit dem große kaiserliche Libelle (Anax-Imperator) und der früher Glaser (Aeshna Isozelen).
Der Hinterleib der großen und südlichen Kaiserlibellen ist länger und dicker. Der auffällige blaue Sattelfleck der Männchen setzt sich bei der südlichen Kaiserlibelle seitlich der Segmente fort; bei der Sattellibelle beschränkt sich dies auf die Spitze. Südliche Kaiserlibellen haben normalerweise keinen sandigen oder orange-braunen Hinterleib (aber insbesondere Weibchen können hellbraun sein). An der Bauchspitze hat die Sattellibelle drei Paare vereinzelter hellbrauner Flecken auf schwarzem Grund; anderen kaiserlichen Libellen fehlen diese isolierten Stellen. Die Augen der Großen und Südlichen Kaiserlichen Libelle sind meist grün mit blauen, gelben oder braunen Farbtönen. Die (sehr großen!) Augen der Sattellibelle sind braun, mit gelber oder grünlich-gelber Unterseite.
Auch der frühe Glaser hat einen orangebraunen Hinterleib, aber der breite, durchgehende Längsstreifen und der blaue 'Sattel' fehlen. Anstelle des Sattels hat der frühe Glaser eine gelbe stachelförmige Zeichnung. Die Augen sind auffallend grün, während die der Sattellibelle braun und gelb sind.
Im Larvenstadium ist eine Verwechslung mit der großen Kaiserlibelle, der südlichen Kaiserlibelle und der Amerikanische kaiserliche Libelle. Die großen und südlichen sind größer und die amerikanischen können größer sein, aber alle drei haben ein halshalsiges Prämentum und einen deutlich männlichen Vorsprung. Die Larve der Sattellibelle hat dies nicht.
Bedrohungen und Schutz
Die Art ist auf dem Rote Liste der IUCN als nicht gefährdet, Bewertungsjahr 2010; der Bevölkerungstrend ist laut IUCN unbekannt.[1]
Die Sattellibelle erscheint noch nicht auf dem Niederländische Rote Liste (2004). Auf der Belgische Rote Liste (1998) gilt er als Landstreicher und vermehrt sich nicht jährlich.
Externe Links
- Gesattelte Libelle im niederländischen Artenregister NCB Naturalis
- Karten mit Sichtungen:
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