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Zelfkennis

Selbsterkenntnis ist die Fähigkeit, die eigene Denkweise, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des eigenen Geistes und Körpers einzuschätzen und daraus rationale Schlüsse zu ziehen. Sie wird auch „intrapersonale Intelligenz“ genannt (siehe Howard Gardner). Andererseits ist es eine Tatsache, dass eine vollständige und verlässliche Selbsterkenntnis nur durch die Verbindung mit anderen erlangt werden kann. Jeder Mensch hat Facetten in seiner Persönlichkeit, die er nur im Kontakt mit anderen – also in sozialen Situationen – kennenlernen kann.

Selbsterkenntnis hat auch Schnittstellen zu den autobiographisches Gedächtnis; Gedächtnis für Fakten und Ereignisse aus der eigenen Lebensgeschichte.

Allgemein wird der Selbsterkenntnis eine gesellschaftliche Bedeutung beigemessen, weil sie den Umgang mit den Mitmenschen reibungsloser macht. Nach psychologischen Erkenntnissen nutzt jemand mit geringer Selbstkenntnis oft Projektion Eigenschaften, insbesondere Fehler, bei anderen aufzudecken, die er selbst hat, ohne sich dessen bewusst zu sein. Es wird auch angenommen, dass jemand, der sich selbst besser kennt, weniger einem verletzlichen Ego unterliegt.

Selbsterkenntnis ist unter anderem beim strategischen Denken wichtig: Verhandlungen, in Kampf und Gedankensport und für diejenigen, die einen Beruf ausüben, in dem ein Gegner übertroffen werden muss, zum Beispiel bei Polizei und Militär. sunzi schrieb folgendes über Selbsterkenntnis in seinem Buch Die Kunst des Krieges: "Der General, der sich selbst und seinen Gegner kennt, wird hundert Schlachten gewinnen. Wer sich selbst kennt, aber nicht den Feind, wird mit jedem Sieg besiegt. Wer weder sich selbst noch den Feind kennt, wird sicherlich verlieren."

Auf der Orakel von Delphi war der Spruch: Gnothi seauton, was bedeutet: Kenn dich selbst. Es ist immer noch eines der bekanntesten philosophischen Aphorismen und impliziert, dass, um wahres Wissen zu erlangen, zuerst Selbsterkenntnis erworben werden muss.