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Zimbern
Zimbern in Norditalien.

zimbern ist das Wort für die deutschsprachig Minderheit im NordenItalien. Ihre Sprache geht auf die Antike zurückBayerisch und weist damit auf den Herkunftsort der fernen Vorfahren hin, die im 12. Jahrhundert vom Bischof von Verona eingeladen wurden, sich auf den Hochgebirgswiesen in seinem Bistum niederzulassen. Der Name ist eine romantische Anspielung auf die jütländischen germanischen Stämme der Cimbren und der Germanen die im 2. Jahrhundert v. startete einen Überfall auf Europa und bedrohte Rom, hätte sich aber nach seiner Niederlage in die Alpen zurückgezogen. Andere Aussagen beziehen sich auf die Langobarden die Italien im 6. Jahrhundert besetzten. Die offensichtlichste Erklärung ist jedoch der des „Zimberers“ oder Zimmermanns, dem Beruf, den die Bevölkerung neben der marginalen Landwirtschaft und Viehzucht ausübte. Die altdeutsche Sprachvariante wurde in späteren Jahrhunderten auch deshalb beibehalten, weil sie bei der Saisonarbeit der Bevölkerung als Bauarbeiter in Österreich und Bayern nützlich war.

Die italienische Bildungseinrichtung im 19. Jahrhundert reduzierte den Gebrauch des Simbrischen. Die vorgeschriebene Italianisierung unter dem MussoliniRegime verstärkte das und nach dem Zweiter Weltkrieg Das ländliche Gemeinschaftsleben wurde durch Mechanisierung und groß angelegte Umgliederungen marginalisiert. Ein Großteil der Bevölkerung zog in die Städte, vor allem in die Nähe von Vicenza und Trient. Der nachfolgend beschriebene Sprachraum ist nur ein kleiner Rest. Um 1860 lebten in dieser Gegend noch mehr als zehntausend Sprecher dieser Sprache, 2010 sind es kaum noch tausend.

Die Gruppe lebte ursprünglich in:

  • die sogenannte Sieben Gemeinden, Italienisch:Sette-Community, simbrisch: Hoga Ebene bon Siben Komoine oder Hochebene der sieben Gemeinden): Asiago-Schlägen, Gallio-Gelle, Roana-Rain, Foza-Fütze, Enego-Jeneve, Rotzo-Ross, Lusiana-Lusian, Valle dei Rochi-Reuttal.

Heute wird die alte Sprache noch von den Einwohnern von . gesprochen Roana (Robaan) und insbesondere der Weiler Mezzaselva (Mittenwald).

  • in dem Dreizehn Gemeinden (in der Region Venedig), wo die alte Sprache längst verschwunden ist.
  • in Ljetzan (Giazza) und
  • bei Lüsern (Luserna in Trentino-Südtirol), wo die alte Sprache von der zweisprachigen Gesetzgebung und Bildungseinrichtung der autonomen Region profitiert Trentino-Südtirol und wird noch heute von allen Generationen gesprochen.