WikiDer > Süd-Bijlmer
Das Süd-Bijlmer war der ursprünglich etablierte Name des heutigen Wohngebiets Gaasperdam im Amsterdam Südost. 1966 wurde ein Großteil der bis dahin ländlichen Gemeinde Weesperkarspel angefügt von Amsterdam, zunächst für 12 Jahre vorläufig, 1978 endgültig. Der Zuid Bijlmer bestand aus dem Ost-Bijlmerpolder und der Polder Gein und Gaasp.
Ursprüngliche Pläne
Der Strukturplan Südost wurde 1965 nach 8-jähriger Studienzeit und auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Jahr 1965 erstellt Westliche Gartenstädte. Das Gebiet soll mit 40.000 Wohnungen Wohnraum für 110.000 Einwohner bieten. Außerdem würden schätzungsweise 80.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die erste war von 1968 die 1968 Bijlmermeer geliefert.
Für den Teil südlich des noch zu realisierenden Gaasperdammerweg Zunächst dachten sie an eine Fortsetzung der Gebäude wie am Bijlmermeer, also Hochhäuser um die Zentren, Mittelhochhäuser außen und Flachbauten an den Rändern. Auch das Straßennetz würde halbhoch weitergeführt.
Bei der Ausarbeitung der Pläne für das Zuid Bijlmer wurden bereits Erfahrungen mit den Hochhäusern im Bijlmermeer gesammelt. Diese Erfahrungen waren nicht günstig und deshalb entschied man sich, auf konventionellere Lösungen zurückzugreifen, wie zum Beispiel beim alternativen Design im Plan Owerkerk gegründet worden war.
Realisierung
Auf Kosten der Fußgängerzone wird es mehr Platz für das Auto geben. Das halbhohe Straßensystem wird jedoch im Gegensatz zum Bijlmermeer weitgehend fortgeführt und heute gepflegt. Die Menschen verlassen die Hochhäuser und fallen auf mittelhohe Gebäude mit 4 oder 5 Stockwerken zurück. Über den Geschäften werden wieder Wohnungen gebaut, Straßen sind nur noch für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. An den Rändern werden flache Gebäude gebaut, viel mehr als in den ursprünglichen Plänen. Der Übergang mit der Auenlandschaft zur Grenze zur Provinz Utrecht wird dadurch fließend.
1976 werden die ersten Häuser geliefert in Holendrecht. Dieser Stadtteil entsteht zeitgleich mit dem neuen Stadtteil Banne II in Amsterdam Nord und die beiden Nachbarschaften sind sich sehr ähnlich. Dann folgen die Nachbarschaften Reiherwald und Spaß, die letzten Bezirke unterteilt in vier Teile mit den Namen: Reigersbos 1, 2, 3 und 4 und Gein 1, 2, 3 und 4. Gein 3 wird ein besonderer Bezirk mit nur niedrigen Gebäuden sein, auf Initiative der Alderman Jan Schäfer, und heißt Geindriedorp.
Außerdem wurde ab 1977 der Kreis Nellestein gebaut, in der Nähe der Gaasperplas. Im Gegensatz zum Rest von Gaasperdam gibt es Hochhäuser mit Parkgaragen, aber nicht in Wabenform aber in Form von Wohnungen.
Statt Zuid Bijlmer heißt der Bezirk nun Gaasperdam, um eine klare Abgrenzung zum Bijlmermeer zu betonen.
Infrastruktur nicht realisiert
Die ursprünglichen Pläne sahen vor Kanal um den Süden. Der Kanal war Teil eines Systems von Schifffahrtswegen rund um die Stadt, das letztlich nicht realisiert wurde. Die Route des Kanals wurde von der geplant Amstel auf der höhe des umkippen und verlief dann parallel zwischen der Bahn und A2 bis es Kreuzung Holendrecht und verneigte sich von dort nach Osten über den Spaßbereich zum Amsterdam-Rhein-Kanal. Parallel dazu war eine Autobahn geplant, die eine Verbindung zwischen der A2 und dem A1. Auch diese Verbindung wurde nie realisiert, vor allem wegen des Widerstands gegen die Schäden am Naturschutzgebiet.
Zitat
General Expansion Plan Amsterdam 50 Jahre, verschiedene Autoren Seiten 116-126, 1985 ISBN 90-70665-03-4 .