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Achiel Denys (Roeselare, 10. April1878 – Roeselare, 15. Juli1933) war eine Person, die in der flämischen Bewegung, insbesondere im kulturellen Bereich, aktiv war. Er versuchte, die radikalen und gemäßigten Tendenzen durch die Kultur und in geringerem Maße durch die Politik zu vereinen.
Biografie
Als Student war Achiel Denys bereits in der flämischen Studentenbewegung aktiv, auch wenn er sein Studium vorzeitig abbrach. In seiner Heimatstadt engagierte sich Denys in kulturellen und politischen Vereinen und wurde Vorstandsmitglied in vielen Vereinen. Diese waren hauptsächlich kulturell und/oder flämisch gesinnt. Zusammen mit Joseph Vanden Berghe er sorgte dafür, dass alle Abteilungen der Katholische junge Garde im Westflandern waren in einer Grafschaft verbunden. Später wurde er Präsident dieser Gewerkschaft. Politisch gehörte er der katholischen Partei an, war aber hinter den Kulissen aktiv, auch als Sekretär.
Nach dem Erster Weltkrieg Denys hat die Politik hinter sich gelassen. Mit Unterstützung des Bischofs gründete er den Katholiek-Vlaamsch-Verbond in Westflandern, wo sich die flämischen Bewegungen treffen mussten. Seine Arbeit ist wichtig für die Davids-Fonds in Westflandern. Er wurde Gouverneur und Mitglied des Verwaltungsrates. Er engagierte sich für den Ausbau der Bewegung in der Provinz. Sein besonderes Interesse galt dem Volksleben und den Volksmärchen. Unter dem Pseudonym 'Onkel Sarel' schrieb er dazu mehrere Beiträge in der Zeitung 'Die Stimme aus dem Vaterland'. Er kämpfte für flämische Interessen und vor allem gegen Gegner, sogar gegen katholische Politiker. Seine Handlungen trübten schnell seine Beziehung zum Klerus. Er hörte daher auf, Beiträge für diese Zeitung zu leisten.
Denys war aktiv an der Wiederbelebung des Volksalmanach Der Mann aus der Mähne. Er setzte sich für die Gründung einer katholischen Flämischen Volkspartei ein. 1925 wollte er die flämischen Nationalisten mit den katholischen Arbeitern zusammen mit einigen anderen flämischen Unterstützern vereinen, um gemeinsam zu den Parlamentswahlen zu gehen. In seiner Heimatstadt war er die zentrale Figur der flämischen Bewegung, sowohl bei den Gemäßigten als auch bei den Radikalen. Sein Sohn Willem Denys und Tochter Liebe Denys setzte seine Arbeit für die flämische Bewegung fort. Willem Denys würde sich noch mehr auf Volksliteratur konzentrieren. Bei seiner Beerdigung Joseph Vanden Berghe die Trauerrede halten.
Achiel Denys erhielt Anfang des 21. Jahrhunderts in Roeselare einen Straßennamen, die „Achiel Denysstraat“.
Quelle
- Gaston DÜRNEZ. Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung. Tielt, 1998. Teil I, 913-914