WikiDer > Akrokorinthos
Acrokorinthos | ||||
| Höhe | 575 m | |||
| Koordinaten | 37° 53′ N, 22° 52′ O | |||
| Ort | Griechenland | |||
| ||||
Das Akrokorinthos (griechisch: Ακροκόρινθος) (d. h. Hochkorinth) ist der Name eines beeindruckenden 575 m hohen Felshügels auf der Landenge (Isthmos) von Korinth (in Griechenland), die die Umgebung dominiert und weithin sichtbar ist.
In der Antike und im Mittelalter diente der Hügel als Akropolis aus der Stadt Korinth, mit dem es durch Festungsmauern verbunden war. Vom Acrocorinthos aus verliefen lange Mauern die Stadt bis nach Lechaion, dem Hafen am Golf von Korinth. Der Akrokorinthos dominiert die einzige Überlandverbindungsstraße mit dem Peloponnes und deshalb seit dem römisch Alle nachfolgenden Besatzer verstärkten ihn wieder und hinterließen dort ihre Spuren: Byzantiner, Kreuzfahrer, Venezianer und Türken.
Das Festungsplateau auf dem Akrokorinthos ist von einer Mauer mit einem Umfang von nicht weniger als 5 km umgeben. Der Zugang zum Plateau befindet sich an der Westflanke, wo die natürlichen Abwehrkräfte am schwächsten sind. Es ist ein steiler Aufstieg zum Torkomplex, aber oben angekommen hat man eine herrliche Aussicht, bei gutem Wetter bis zu 60 km Umfang.
Es gibt drei aufeinanderfolgende Torhäuser aus verschiedenen Epochen: das niedrigste ist türkisch, das mittlere wurde im 14. die alte Festung. Hinter den Toren liegt ein 24 Hektar großes Ruinenfeld, das in Terrassen unterteilt ist, Reste einer ganzen Stadt (mit Häusern, Badehäusern und Moscheen), die hier einst von den Türken erbaut und später wieder geräumt wurde.
Am höchsten Punkt des Plateaus liegen Fundamente einer antiken AphroditeTempel, wo mehrere hundert Priesterinnen (und auch einige Priester!) sich mit heiligem Eifer der Tempelprostitution widmeten, um das Einkommen ihres Heiligtums aufzubessern. Gegen solche Praktiken wendet sich der Apostel unter anderem Paul aus Leder zieht in seine Briefe an die Korinther, wobei die Frage bleibt, woher die Menschen in der Antike nach einem so heftigen Aufstieg die Energie hatten, ihren physischen Teil zur Erhaltung des Tempels beizutragen ...
Die Festung war uneinnehmbar dank des Vorhandenseins eines unterirdischen Wasserreservoirs, des sogenannten Oberer Peirene Brunnen aus ± 200 v. Chr. und sogar in Zeiten von Wassermangel läuft nie trocken.
| Siehe die Kategorie Akrokorinth von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |