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Albert Anker
Selbstporträt, nach links gerichtet, 1891

Albert Samuel Anker (ins, 1. April1831 - Dort, 16. Juli1910) war ein schweizerisch Maler, am besten bekannt für seine realistisch Stillleben und Genrewerke.

Leben und Arbeiten

Anker war der Sohn eines Tierarztes. Seine Mutter starb, als er sechzehn war. In jungen Jahren erhielt er Zeichenunterricht bei einem Privatlehrer, begann aber schließlich 1851 ein Studium Theologie. Nach einer Reise nach Paris, wo er beeindruckt war von der Arbeit von Eustache Le Sueur und Nicolas Poussin, beantragte er Ende 1853 bei seinem Vater, sein Studium zum Maler beenden zu dürfen. Als dieser zustimmte, ging er erneut nach Paris und machte eine Lehre bei seinem Landsmann Charles Gleyre, wo auch immer später Pierre-Auguste Renoir Würde studieren. Er besuchte auch die Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts. Von 1856 bis 1862 unternahm er Studienreisen nach Bretagne, es Schwarzer Wald, Italien, Deutschland und Belgien. Nach dem Tod seines Vaters 1860 übernahm er das Haus der Familie in Ins und malte dort im Sommer oft. 1891 gab er sein Atelier in Paris auf, um sich dauerhaft in seinem Heimatdorf niederzulassen.

Anker gemalt in a von der Barbizon-Schule beeinflusst ästhetisch-realistischer Stil, manchmal mit Impressionist Tendenzen. Gerade in seinen Stillleben stellt er Oberflächen und Gegenstände fast analytisch dar, um die Ausdruckskraft alltäglicher Sujets zu vermitteln. Ohne Tricks erkundet er die Eigenschaften von Licht und Materie, wobei Einflüsse der niederländischen Meister des 17. Caravaggio erkennbar sein. Eine ähnliche Arbeitsweise sehen wir in seinen Porträts, oft von jungen Frauen. Anker konzentrierte sich in seinen Genrewerken oft auf das Schweizer Volksleben.

Von den 600 Ölgemälden, die Anker produziert hat, sind das 250 Kinder als Thema haben. Diese Gemälde sind als seine „Kinderszenen“ bekannt. Was viele daran anspricht, ist die Darstellung der damaligen Kinderwelt. Das sind „echte Kinder“. Seine Kinder posieren nicht, sondern sind oft völlig in ihre Handlungen vertieft. Albert Anker zeigt sich als Kinderkenner par excellence.

Anker stellte mehrmals im Pariser Salon und war bei der Pariser Weltausstellung von 1878. Ebenfalls 1878 wurde er in die Ehrenlegion. Er starb 1910 im Alter von 79 Jahren. In den Jahren 2010-2011, im Kunstmuseum Bern und der Museum Oskar Reinhart zu Winterthur große Retrospektiven zu seinem hundertjährigen Jubiläum.

Das Haus, in dem Albert Anker aufwuchs und in dem er seit 1890 lebte und arbeitete, befindet sich in der Stadt Ins (im Westschweizer Bezirk Seeland). Das Haus und sein Atelier können besichtigt werden.

Galerie

Literatur und Quellen

  • Matthias Frehner (Hrsg.), Albert Anker und Paris. Zwischen Ideal und Wirklichkeit. Kunstmuseum Bern / Stämpfli Verlag, 2003
  • Daan Thoomes, Die Kinderporträts von Albert Anker. Im: In de Waagscale, Zeitschrift für Theologie, Kultur und Politik, voll. 33, 2004, Nr. 1, S. 4-6 [1]
  • Therese Bhattacharya-Stettler, Matthias Frehner, Isabelle Messerli, Katalog zur Ausstellung 2010: Albert Anker - Schöne Welt. Kunstmuseum Bern, Stämpfli Verlag, 2010
  • Stephen Farthing, 1001 Gemälde, die Sie sehen müssen. Librero, 2012, S. 482. ISBN 978-90-8998-209-4

Externe Links

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