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Albert Goethals

Albert Göthals (Brügge, 13. Dezember1885 - 14. Januar1973) war ein BelgierMaler und Radierer.

Lebenszyklus

Albert Marie Eugène Goethals war der Sohn eines Anstreichers. Von 1901 bis 1910 studierte er an der Kunstakademie Brügge. Unter seinen Kommilitonen hatte er Konstanter Permeke und Achiel Van Sassenbrouck und unter anderem als Lehrer Edmond Van Hove. Außerdem studierte er 1905-1906 an der Royal Academy of Art in Brüssel bei Herman Richiro und Jean Delville.

Als Kriegsfreiwilliger 1914 fungierte er als Dolmetscher zwischen Engländern und Belgiern an der Eisenfront.

1924 wurde er Lehrer an der Nijverheidsschool in Brügge. 1935 war er Mitbegründer des Kreises 'Zeitgenössische Kunst' und Mitglied der informellen Künstlergruppe 'De Mafia' (u.a Achiel Van Acker, Raymond Brulez, Karel Jonckheere und Richard Declerck). Sie trafen sich am Samstagabend im Café Sint-Ivo, am Fuße des Domturms. Der Raum wurde von der Schwimmmeisterin geführt Jan Guilinic.

Goethals war vor allem für seine Radierungen und Zeichnungen bekannt, die Stadtansichten von Brügge darstellen. Er hat in Brügge so manches malerische Fleckchen Erde verewigt, das inzwischen von der „Moderne“ weggefegt oder unkenntlich gemacht wurde. Es gab eine Zeit, in der viele Häuser in Brügge eine oder mehrere gerahmte Radierungen von Albert Goethals hingen.

Goethals hat auch gemalt. Es waren die gleichen Brügge-Ansichten wie in seinen Radierungen, jedoch im Großformat und in sanften Farben. Sein Rolweg, beleuchtet von einer einsamen Laterne, mit dem Geburtshaus von Guido Gezelle.

Als 1966 der gemeinnützige Verein Marcus Gerards mit dem Ziel gegründet wurde, die historische Stadt Brügge zu erhalten, war er einer der ersten und begeisterten Unterstützer.

Veröffentlichungen

  • 40 Radierungen in: Jan SCHEEPENS, In der stillen Stadt, Brügge, 1941.
  • Zehn Radierungen in: Kunstalbum herausgegeben vom Rotary Club Brügge, 1950.

Literatur

  • Guill. MICHAEL, Die Brügge Schule, Brügge, 1990.
  • Lexikon der westflämischen bildenden Künstler, Teil 2, Kortrijk, 1993
  • Marco DÄNE, Ein flüchtiges Geheimnis. Leben und Werk der „Brügge Mafia“, in: Flandern, 2003.