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Alphonsus Theophilus Maria (Alfons) Jonckx (Gent, 29. Oktober1872 - Dort, 20. Januar1953) war ein Belgier flämisch gesinnter Anwalt, Aktivist und Mitglied der Rat von Flandern.
Lebenszyklus
Nach der Grundschule an der Sint-Lievensgesticht und den Geisteswissenschaften an der St. Barbara College 1899 promovierte er an der Universität Gent und ließ sich als Rechtsanwalt in dieser Stadt nieder.
Flämisch gesinnt aus der Studienzeit, gründete er mit ein paar Studenten den Sparverein Wir hoffen. Als Student wurde er Redaktionssekretär von La Liberté und konnte seine Ideen auf Französisch verbreiten, unter anderem durch seine Artikelserien Le fransquillonisme est un mal. Er war auch in internationalen Bewegungen für unterdrückte Minderheiten aktiv, darunter das katholische Flandern. Dies entsprach seinem Engagement für antimodernistische und konservative Katholiken. Er wurde Chefredakteur von Die Katholische und Korrespondenz Katholisch.
Während der Erster Weltkrieg er war ein früher Anhänger der Aktivismus. Ab 1915 gehörte er zur Kerngruppe der Radikalen Junges Flandern. Im Oktober 1916 wurde er Professor an der niederländischen Universität Gent. Im Februar 1917 wurde er Mitglied des Rates von Flandern. Im Januar 1918 gründete er zusammen mit Jan Domela Nieuwenhuis Nyegaard das Flämischer Nationalistischer Verein. Gleichzeitig wurde er Mitglied der Bevollmächtigte Kommission (Art der Regierung des Rates von Flandern), zuständig für auswärtige Angelegenheiten.
Im November 1918 floh er nach Deutschland und ein paar Monate später zu Die Niederlande. Dort war er als Rechtsanwalt tätig und verfasste zahlreiche Beiträge unter anderem zu Amnestie. Inzwischen war er in Belgien in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
1936 kehrte er nach Belgien zurück und trat nach 1940 wieder in die Kollaboration ein und wurde Mitglied der Bormser Ausschuss. Er wurde nach dem Befreiung inhaftiert und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach einigen Jahren wurde er wegen seines fortgeschrittenen Alters entlassen.
Veröffentlichungen
- Eine Genter Farce der flämischen unterdrückenden Richter im Justizpalast oder der Geldsack und französischer Patriotismus in drei Dias, 1918.
- Die Amnestie im Friedensvertrag von Versailles und anderen Traktaten, 1923.
- Les anciens évêchés des Pays-Bas, in: Päpstlicher Katholik, 1926.
- Belgica intangibilis, im: Junges Dietschland, 1927.
- Die Amnestie von Compiègne, in: Junges Dietschland, 1927.
- Die Kirche in Flandern, in: Junges Dietschland, 1927.
- Belgica juris contemptrix, in: Junges Dietschland 1931-1932.
- Die fällige Amnestie, 1933.
Literatur
- M. BASSE, Die flämische Bewegung von 1905 bis 1930, 1933.
- A. L. FAINGNAERT, Verrat oder Selbstverteidigung?, 1933.
- M. VAN DE VELDE, Geschichte der jungen flämischen Bewegung, 1914-1918, 19441.
- H. ELIAS, 25 Jahre Flämische Bewegung, 1914-1939, 1969.
- A. W. WILLEMSEN, Flämischer Nationalismus. Die Geschichte der Jahre 1914-1940, 1969.
- Eric DEFOORT, Charles Maurras und die Action Française in Belgien, 1978.
- Daniel VANACKER, Das Aktivisten-Abenteuer, 1991.
- Reginald DER SCHRIFTSTELLER, Alfons Jonckx, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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