WikiDer > Alfred Kalthofen
Alfred Edmund Franz Josef Kalthofen (Prachatice, 7. Juni1891 - Amsterdam, 16. Mai1973) war Arzt und Gesundheitsbeauftragter im Niederländisch-Ostindien und Neu Guinea.
Kalthofen, Sohn eines klassischen Sprachlehrers, studierte Medizin in Prag und Halle, aber nach dem Ausbruch des Erster Weltkrieg 1914 unter Waffen. Nach der Teilnahme an den Kämpfen bei der Isonzofront, erhielt er 1916 die Möglichkeit, sein Studium in Graz. Im letzten Kriegsjahr arbeitete Kalthofen als Schiffsarzt, nach dem Krieg in einem Wiener Krankenhaus. 1920 wurde er von Generalmajor Nauta, Inspektor der Militärärztlicher Dienst von dem Niederländisch-Ostindische Armee das in Wien war auf der Suche nach Ärzten. 1921 reiste der unverheiratete Kalthofen als Gesundheitsoffizier 2. Viel Glück und Magelang. Doch schon bald bewarb er sich um den abgelegenen Garnisonsplatz Langes Nawang im Borneo, wo er es 'unter den Headhuntern' nannte, die dayak, stellte sich als ausgezeichnet heraus.
Er arbeitet weiterhin unter den Headhuntern, als er 1925 als Regierungsarzt abreist Merauke an der Südküste Neuguineas, wo er den charismatischen Missionar kennenlernte Peter Vertenten Treffen. Dies hat bei der niederländischen Regierung die Alarmglocke über die verheerenden Auswirkungen der Granuloma venereum dass die lokale papuanische Bevölkerung fast dezimiert ist. Aufgrund seines Hilferufs und der darauffolgenden medizinischen Maßnahmen ist Vertenten als „Retter der Kaja-Kajas“ in die Geschichte eingegangen, doch es waren Dr. Kalthofen und sein Team, die die Papua rund um Merauke vor der Zerstörung retteten. Kalthofen figuriert in diesen Jahren in Merauke im erfolgreichen Reisebericht des Dänen Aage Krarup Nielsen, als der Mann, der die Kunst beherrscht, mit Eingeborenen umzugehen und ihr Vertrauen selbst bei den wilden und primitiven Kopfjägern zu gewinnen, die diese Regionen bewohnen (S. 107). Kalthofen war der erste Arzt der Straflager Oberes Digul. Ihr Nachfolger dort war L.J.A. Schönheit.
1929 wurde er während seiner Studienzeit als niederländischer Staatsbürger eingebürgert und in Wien geheiratet. Er hat sich jetzt in der qualifiziert Radiologie und nach seiner Rückkehr nach Niederländisch-Ostindien wurde er Radiologe in mehreren Militärkrankenhäusern. Kalthofen, heute Major, arbeitet in Tjimahi als er von der japanischen Besatzungsmacht interniert wird. Er wird die gesamte Besatzungszeit in Gefangenschaft verbringen Java Zeit verbringen. 1948 kehrt er endgültig in die Niederlande zurück, wo er bis 1963 eine Beratungsstelle leitet. Er stirbt im Alter von 81 Jahren.
Veröffentlichungen
- "Bekämpfung des venerischen Granuloms bei den Kaja-Kajas von Niederländisch-Süd-Neuguinea", in: Medizinische Zeitschrift für Niederländisch-Ostindien 68, 1928
- "Die Bedeutung von Röntgenstrahlen und Radien in der modernen Krebsbehandlung", in: Medizinische Zeitschrift für Niederländisch-Ostindien 76, 1936
- „Beitrag zum Thema primärer Lungenkrebs, basierend auf Erfahrungen aus der 35-mm-Screen-Studie an 225.052 Amsterdamern“, in: Niederländische Zeitschrift für Medizin, 1955
Quelle
- M. M. Hilfman, "In memoriam Dr. A.E.F.J. Kalthofen", in: Niederländische Zeitschrift für Medizin 117, Nr. 26, 1973, p. 999-1000
- Aage Krarup Nielsen, Im Land der Kannibalen und Paradiesvögel. Amsterdam: Querido, 1930