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Leuchtturm Alte Weser | ||||
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| Koordinaten | 53° 52′ N, 8° 8′ O | |||
| Status | Aktiv | |||
| Baubeginn | 1961 | |||
| Öffnung | 1. September 1964 | |||
| Inhaber | Wasser- und Schifffahrtsbehörde | |||
| BA | B1188 | |||
| NGA | 10308 | |||
| Konstruktion | ||||
| Höhe | -22 m NN (bis Antenne) 39,35 m | |||
| Bilden | runden | |||
| Farbe | rot mit weiß | |||
| Baumaterial | Beton und Stahl | |||
| Stiftung | 6,5 Meter | |||
| Ausrüstung | ||||
| Lichtmuster | F WRG | |||
| Lichthöhe | 33 m oben Meeresspiegel | |||
| Helligkeit | 424.000 CD | |||
| Nominale Schwangerschaft | Weiß 23,0 nm / Rot 19,2 nm / Grün 18,0 nm nautische Meile | |||
| Linse | Doppel-Gürteloptik mit 400mm Brennweite; 2000W Xenonbirne | |||
| Nebelsignal | Horn Mo (AL) 1 min | |||
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Das Alte Weser ist ein Leuchtturm die im südöstlichen Teil der Nordsee (Deutsche Bucht) ist und befindet sich in der Mündung des Weser. Es hat den Leuchtturm ersetzt, der seit 1964 von 1883 bis 1885 gebaut wurde85 Roter Sand.
Allgemeines
Der Leuchtturm Alte Weser wurde zwischen 1961 und 1964 erbaut und besteht aus Stahlbeton mit Stahlmantel und Stahlüberbau. Er ist Off-Shore 11 Meter tief im Meeresboden gebaut und gegründet. Die Höhe des Turms beträgt 40 Meter über dem Meeresspiegel. Die Reichweite hängt von der Lichtsektor zwischen 18 und 23 Seemeilen. Der Leuchtturm Alte Weser und Leuchtturm Roter Sand kann nur mit bloßem Auge vom Land aus gesehen werden WattenmeerWangerooge.
September 1964 übernahm der Leuchtturm Alte Weser die Funktion des Leuchtturms Roter Sand. Der Leuchtturm ist ein Antennenträger als Station für die Radarkette Außenweser. Alte Weser ist Orientierungs- und Markierungspunkt für die Fahrrinne Neue-Weser und Leuchtfeuer für die Fahrrinne Alte-Weser. Die internationale Seriennummer der Alten Weser ist B 1188. Der Leuchtturm Alte Weser war in der siebziger Jahre und achtzig ein Motiv auf einer 20-Pfennig-Marke der Deutschen Post in der Serie "Industrie und Technik".
Der Bau des Leuchtturms Alte Weser
Der Leuchtturm Roter Sand an der Außenweser war am Ende des Jahres die fünfziger stark beschädigt durch Sandverschleiß, Korrosion und Auswaschung des Betons. Als Ersatz wurde zwischen 1961 und 1964 der Leuchtturm Alte Weser unweit dieser Stelle errichtet. Gleichzeitig mussten die Fahrrinnenverhältnisse verbessert und eine Vorrichtung als Bindeglied in die Radarkette.

Die neue Form des Turms mit seinen Daunen spitz zulaufend spitz zulaufenden Turmschacht und dem auskragenden Oberteil, wurde nach einem Entwurf des Bremerhavener Dipl.-Ing. Diese konische Turmform musste Wellen und Eis weniger Widerstand bieten.
Das Wasser- und Schifffahrtsbehörde (WSA) Bremerhaven hat als vom Verkehrsministerium benannte zuständige Behörde den Bauauftrag an ein Konsortium bestehend aus der Firma Philipp Holzmann, der Strabag Bau AG und Hermann Möller vergeben, die das Stahlwerk von den Kieler Howaldswerken ausführen ließen.
In einem Trockendock der Kieler Howaldtswerke wurden die Stahlkonstruktion für den Turmschacht und die Obergeschosse mit den Geräten errichtet. Der Turmschacht wurde auf einem aufbocken rig durch die Nord-Ostsee-Kanal zum Nordsee und die vorgesehene Baustelle an der Außenweser geschleppt und anschließend auf die erforderliche Tiefe abgesenkt. Nach dem Auftragen des Unterwasserbetons wurde der Schacht abgepumpt und der aufsteigende Stahlbeton aufgebaut.

Besondere Probleme und Verzögerungen bei den Bauvorbereitungen betrafen die Lieferung der benötigten Baustoffe durch Küstenschiffe. Alle für den Unterwasserbeton benötigten Baustoffe mussten ohne Unterbrechung zugeführt werden, um Betonnähte zu vermeiden. Dies erforderte eine lange Zeit guten Wetters. Wegen zweier Bauunfälle kam es zu weiteren Verzögerungen. Der erste Unfall wurde von einem starken Hochwasser im Turm begleitet und kostete zwei Menschenleben. Seine Ursache ist unbekannt. Der bereits im Boden versenkte Turmschacht musste aufgegeben werden. Der obere Teil wurde davon abgetrennt und zur späteren Wiederverwendung des Jack-Up-Rigs nach Kiel gebracht. Es würde dann beim zweiten Installationsversuch im Folgejahr aufgenommen und darauf platziert. Der Stumpf des Turmschachts blieb unterirdisch und die Alte Weser war somit nicht von den Sturmflut von 1962. Aufgrund des Unfalls mussten die Bauarbeiten in Kiel mit einer Verzögerung von einem Jahr wieder aufgenommen werden. Der zweite Unfall resultierte aus einem Versagen der Schnalle an den Vorderbeinen des Jack-Up Rigs. Hier war der Einsatz eines zweiten Jack-Up-Rigs für die Bergung und Entsorgung des beschädigten Jack-Up-Rigs erforderlich. Im dritten Baujahr, nach der Reparatur des Jack-Up-Rigs, konnten die Bauarbeiten am Turmschacht wieder aufgenommen und abgeschlossen werden.

Anschließend konnte das Jack-up-Rig die in Kiel noch erhaltenen Obergeschosse bergen und zum Turm bringen, der bei günstigen Wetterbedingungen ohne Komplikationen auf den Turmschacht gesetzt werden konnte. Und dann konnten die anderen wichtigen Arbeiten durchgeführt werden, wie der Einbau der Optik mit den dazugehörigen Linsen und der Einbau der Notstromaggregate.
Eine besondere Aufgabe war die Stromversorgung des Leuchtturms. Dazu wurde ein 6-kV-Kabel vom Leuchtturm Robbenplate verlegt und mit Hilfe eines Einspülstiefels in den Boden gespült und über eine Kabelleitung im Turm verbunden. Ein späterer Anbau des noch zu bauenden Leuchtturms Tegeler Plate war geplant. Das Fundament des Gebäudes wurde durch eine Steinschicht auf Astmatten vor dem Auswaschen geschützt. Die Arbeiten am Leuchtturm wurden 1964 abgeschlossen. Die vierköpfige Besatzung verschwand 1972 vom Turm, nachdem der Turm ferngesteuert werden konnte.
Leuchtturm Tegeler Teller
Neben der mit der Inbetriebnahme des Leuchtturms erreichten Verbesserung der Abgeschiedenheit war der Bau eines weiteren Leuchtturms notwendig. Das wurde der Leuchtturm Tegeler Teller.
Mit diesen Maßnahmen wurden zwei wichtige Schritte zur Verbesserung der Außenweser gesetzt.
Literatur
- Neue Seezeichenanlagen an der Aussenweser. Neue Seezeichenanlagen an der Weser. Zur Einweihung der Sicherungsradaranlagen und der Leuchttürme Alte Weser und Tegelerplate am 6. Zur Einweihung der Backup-Radaranlagen und Leuchttürme Alte Weser und Tegelerplate am 6. September 1965 in Bremerhaven. September 1965 in Bremerhaven. Wasser- und Schiffahrtsamt, Bremerhaven 1965 Wasser- und Schiffahrtsamt, Bremerhaven 1965
- Hans-Joachim Luttermann. Blüsen, Baken, Feuertürme . Hans-Joachim Luttermann. Blues, Leuchtfeuer, Feuertürme. 2. Lieferung. Abdruck. Kloster, Hamburg 2003, ISBN 3-934613-54-3 Kloster, Hamburg 2003, ISBN 3-934613-54-3
- Reinhard Scheiblich: Leuchtturme an Deutschlands Küsten. Reinhard Scheiblich: Leuchttürme an den Küsten Deutschlands. 2. Lieferung. Abdruck. Delius Klasing, Bielefeld 2003, ISBN 3-7688-0920-X Delius Klasing, Bielefeld 2003, ISBN 3-7688-0920-X
- Reinhard Scheiblich, Hans-Joachim Luttermann: Sterne unter den Wolken. Reinhard Scheiblich, Hans-Joachim Lutterman: Sterne unter den Wolken. Geschichte und Geschichte der Deutschen Leuchtturme . Deutsche Geschichte und Geschichten über Leuchttürme. Kloster, Hamburg 2003, ISBN 3-934613-51-9 Kloster, Hamburg 2003, ISBN 3-934613-51-9
- Reinhard Scheiblich, Hans Helge Staack: Leuchtturme-Lexikon. Reinhard Scheiblich, Hans Helge Staack: Leuchttürme Lexikon. Ellert & Richter, Hamburg 2001, ISBN 3-8319-0038-8 Ellert & Richter, Hamburg 2001, ISBN 3-8319-0038-8
- Uwe Schnall: Leuchtturme an deutsche Küsten. Uwe Schnall: Leuchttürme entlang der deutschen Küste. Eine Bilderreise. Eine malerische Reise. 4. 4. Lieferung. Abdruck. Ellert & Richter, Hamburg 1999, ISBN 3-89234-521-X Ellert & Richter, Hamburg 1999, ISBN 3-89234-521-X
- Rolf Seedorf, Paul Fäthke: Gerettet! Rolf Seedorf, Paul Fäthke: Gerettet! Leuchtturm Roter Sand. Leuchtturm Roter Sand. DSV, Hamburg 1989, ISBN 3-88412-116-2 DSV, Hamburg 1989, ISBN 3-88412-116-2
- Siegfrif Stölting (Hrsg.): Leuchtturm Roter Sand. Siegfrif STOELTING (Hrsg.): Leuchtturm Roter Sand. 1885–1985 . 1885-1985. Worpsweder Verlag, Lilienthal 1985, ISBN 3-922516-44-0 Worpsweder Verlag, Lilienthal, 1985, ISBN 3-922516-44-0
- Siegfried Stölting: Leuchtturm Roter Sand. Siegfried STOELTING: Leuchtturm Roter Sand. Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft, Bremerhaven 2005, ISBN 3-86509-334-5 Wirtschaftsverlag NW Verlag New Science, Bremerhaven, 2005, ISBN 3-86509-334-5
- Friedrich-Karl Zemke: Deutsche Leuchtturme einst und jetzt. Friedrich-Karl Zemke: Deutsche Leuchttürme damals und heute. 3. Von oben nach unten. Abdruck. Köhler, Hamburg 2000, ISBN 3-7822-0769-6 Köhler, Hamburg 2000, ISBN 3-7822-0769-6
Galerie

Radarkette Weser

Turmschacht mit Fundament im Trockendock der Kieler Howaldtswerke

Turmschacht auf der Jack-up-Rig am Nord-Ostsee-Kanal

Betonoberfläche mit angrenzender Bewehrung

Überbau wurde auf dem Jack-up in Kieliel . verladen

Einspülstiefel
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