WikiDer > Amatoxin
Amatoxine sind eine Untergruppe von Giftstoffen, die in drei Pilzgattungen (Wulstling, Lepiota und Galerie) und eine Art (Conocybe Filaris) aus der Gattung Konocybe.[1] Amatoxine sind schon in sehr kleinen Dosen tödlich. Ein halber Pilz kann tödlich sein. Im Gegensatz zu vielen essbaren Giften sind die Amatoxine unempfindlich gegen Hitze. Auch nach intensivem Kochen behalten sie ihre Giftigkeit.
Struktur
Alle Amatoxine haben eine ähnliche Struktur, nämlich bicyclisches OctaPeptide. Die Substanzen wurden erstmals 1941 von . isoliert Heinrich O. Wieland und Rudolf Hallermayer von der Universität München.

Mindestens 9 verschiedene Amatoxine sind bekannt: [1][2]
| Name | R3 | R2 | R1 | R4 | R5 |
|---|---|---|---|---|---|
| α-Amanitin | NH2 | OH | OH | OH | OH |
| β-Amanitin | OH | OH | OH | OH | OH |
| γ-Amanitin | NH2 | OH | huh | OH | OH |
| ε-Amanitin | OH | OH | huh | OH | OH |
| Amanulline | NH2 | huh | huh | OH | OH |
| Amanulinsäure | OH | huh | huh | OH | OH |
| Amaninamid | NH2 | OH | OH | huh | OH |
| amanin | OH | OH | OH | huh | OH |
| Proamanullin | NH2 | huh | huh | OH | huh |
Klinische Symptome
Das Leber ist das Hauptorgan, das von Amatoxin betroffen ist, da es das erste Organ ist, das nach der Passage durch den Darm auf die Substanz trifft. Aber auch andere Organe wie die Nieren sind empfindlich.
Die geschätzte tödliche Mindestdosis beträgt bei einem Erwachsenen 0,1 mg/kg oder 7 mg Toxin.
Da Amatoxine schnell vom Darm aufgenommen werden und gegenüber höheren Temperaturen stabil sind, treten die toxischen Wirkungen in relativ kurzer Zeit auf. Die schwerwiegendsten Auswirkungen sind Hepatitis kombiniert mit Nekrose und Fettleber, aber auch akut Nephropathie, die zusammen eine ernstzunehmende hepatorenales Syndrom Ursachen.
Verweise
- ↑ einbDiaz JH. Amatoxin-haltige Pilzvergiftungen: Arten, Toxidrome, Behandlungen und Ergebnisse. Wildnis Umwelt Med. 2018 März;29(1):111–118. doi: 10.116/j.wem.2017.10.002. Epub 2018 8. Januar PMID29325729.
- ↑Baumann K, Münter K, Faulstich H. Identifizierung von Strukturmerkmalen, die an der Bindung von Alpha-Amanitin an einen monoklonalen Antikörper beteiligt sind. Biochemie. 20. April 1993; 32(15): 4043-50. doi: 10.1021/bi00066a027. PMID8471612.