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Ansverus
Ansveruskreuz bei Einhaus

Ansverus (Schleswig/Haithabu, 1038 - in der Nähe von Ratzeburg, 15. Juli1066) war ein Deutscher Abt und Heilige. Seine Verehrung beschränkt sich hauptsächlich auf den Norden von Deutschland, wo er Schirmherr der Herzogtum Sachsen-Lauenburg. Er starb bei einem Aufstand der Sklaven gegen die Einführung des Christentums, verbunden mit dem Vormarsch der Sachsen. Sein Jubiläum ist der 15. Juli.

Leben

Ansverus stammte aus einer angesehenen und wohlhabenden sächsischen Familie und wurde christlich erzogen. Als Fünfzehnjähriger hatte er einen Traum, in dem er - unter dem Vorwand, einen Onkel zu besuchen - nach Ratzeburg reiste, um in die Benediktinerkloster auf dem Sankt-Georgsberg westlich des heutigen Stadtzentrums. Dies war die älteste christliche Kirche in der Gegend. Ansverus wurde Mönch und Priester und schließlich Abt des Klosters. In der immer noch weitgehend heidnischen Umgebung waren er und die anderen Mönche wie Missionar aktiv. 1066 kam die Abodriten, ein slawisches Volk in Aufstand gegen die Einführung des christlichen Glaubens durch den Monarchen der Polaben, Götterhai. Auch das Kloster auf dem Sankt-Georgsberg wurde angegriffen. Ansverus wurde zusammen mit den anderen Mönchen des Klosters gefangen genommen und in der Nähe des Ratzeburger Sees durch Steinigung getötet. Die genaue Lage ist unbekannt, aber die lokale Überlieferung weist auf den Rinsbergberg hin Einhaus nordwestlich von Ratzeburg als Tatort. Hier steht heute das 'Ansverus-Kreuz' aus dem 15. Jahrhundert.

weiter leben

Der Leichnam des Ansverus wurde zunächst in seinem Kloster beigesetzt. Er wurde 1147 heiliggesprochen von Papst Eugen III und 1170 wurden seine sterblichen Überreste in die Ratzeburger Dom, die Hauptkirche der 1154 by Heinrich der Löwe Gegründet Bistum Ratzeburg. Dadurch erhielt die Diözese einen Schutzpatron, der die Christianisierung des ursprünglich slawischen Gebietes symbolisierte.

Besonders im 14. Jahrhundert gewann die Verehrung des Ansverus an Bedeutung und übertraf in Lauenburg die des Maria. Von diesem Kult gibt es noch einige Überreste. Am bekanntesten ist das Anveruskreuz, ein Radkreuz aus dem 15. Kalkstein von Gotland. Dies ist jedoch ein Fürbittekreuz eines Domherren aus dem Ratzeburger Dom und hat wohl wenig mit Ansverus zu tun. Im Ratzeburger Dom gibt es noch ein Gemälde mit Szenen aus der Ansverus-Sage, während in der Dorfkirche Ziethen, östlich von Ratzeburg, ist eine Statue des Heiligen mit drei Steinen in der Hand.

Mit der Einführung des Luthertum Das Interesse an Ansverus ging zurück, obwohl die Kirchenordnung von Lauenburg 1585 festlegte, dass am Sonntag nach dem Namenstag des Ansverus ein Te Deum im Gottesdienst gesungen werden. Im zwanzigsten Jahrhundert wurde dem Heiligen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Kurz nach 1900, a Buntglasfenster in Erinnerung an Ansverus in der Kirche auf dem Sankt-Georgsberg aufgestellt. Seit 1950 wird das Ansveruskreuz jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gepilgert Katholiken von Schleswig-Holstein und Hamburg. Seit 1960 gibt es in Norddeutschland eine nach ihm benannte evangelische Gemeinde, die Ansverusbruderschaft, die unter anderem ein Exerzitienhaus in Aumühlea. Eine lutherische Nachkriegskirche in Ratzeburg ist nach Ansverus benannt.