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Ars Aevi
Ars Aevic
Ars Aevic
OrtSarajevo
ArtModerne Kunst
ThemaMultikultureller Dialog und Begegnung
Etabliert1992
Gehäuse
ArchitektRenzo Klavier
Gebaut2009
Webseite
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Ars Aevic ist ein Museum für moderne Kunst im Sarajevo (Bosnien und Herzegowina). Es verfügt über rund 130 Werke weltberühmter Künstler wie Michelangelo Pistoletto, Jannis Kounellis, Joseph Beuys, Braco Dimitrijevic und Joseph Kosutho.

Geschichte

Das Museum wurde 1992 eröffnet, zu Beginn des Bosnienkrieg, gegründet von einer Gruppe von Intellektuellen als Symbol ihres Glaubens an die Zukunft. Außerdem wollten sie Sarajevo wieder zu einem Schnittpunkt östlicher und westlicher Kulturen machen. Kein Imperium in der ganzen Geschichte hatte es geschafft, dem ein Ende zu setzen.[1]

Die Veranstalter haben ein internationales Netzwerk von Künstlern, Galerien und Museen aufgebaut. Künstler spendeten Werke, die es dem Museum ermöglichten, eine einzigartige Sammlung aufzubauen. Ars Aevi organisiert auch Seminare zur Förderung des multikulturellen Dialogs und Kurse in Museologie. Im Jahr 2003 bot es Bosnien und Herzegowina die erste Teilnahme an der Biennale Venedig Venice.[1]

Bis 2003 hatte das Museum keine feste Einrichtung und veranstaltete Ausstellungen an öffentlichen Orten wie Supermärkten und Busbahnhöfen.[1] Jetzt ist ein Neubau geplant; für den ersten teil gibt es ein design von Renzo Klavier.

Zielsetzung

Ziel des Museums ist es, ein internationales multikulturelles Zentrum für zeitgenössische Weltkunst zu schaffen. Im multikulturellen Sarajevo soll dieses Zentrum ein sichtbares Symbol der Hoffnung sein, dass Unterschiede keine Spaltung bewirken, sondern vielmehr die Entdeckung von Schönheit und Wert in der Vielfalt anregen. Darüber hinaus soll das Museum ein Zentrum für internationalen Dialog und kulturellen Austausch sein.[2]

Vergeben

2007 wurde Ars Aevi der Prinz-Claus-Preis von dem Prinz-Claus-Fonds im thema Kultur und Konflikt. Die Jury lobte das Museum für "die mutige Initiative, das Engagement für den interkulturellen Dialog, für die Betonung der Kraft der Kultur in Konfliktsituationen und dafür, eine Zukunft voranzutreiben, in der künstlerisches Sehen zum Sehen einer anderen Realität ermutigt".[3] Dies ist der erste Prinz-Claus-Preis, der in Bosnien und Herzegowina verliehen wird.