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Joseph Kosutho (Toledo, Ohio, 31. Januar1945) ist ein amerikanisch Künstler und Fotograf, der zu den wichtigsten Vertretern der Konzeptkunst aus den sechziger und siebziger Jahren.
Kosuth studierte von 1955 bis 1962 an der Toledo School of Design. Anschließend besuchte er zwischen 1963-64 das Art Institute in Cleveland. Zwischen 1965 und 1967 besuchte er die School of Visual Arts in New York. Er lebte und arbeitete jahrelang in einem riesigen Stadtpalast aus dem 18. Höheres Sint-Lucas Institut, zusammen mit seiner Frau, der amerikanischen Historikerin Cornelia Lauf. 1986 auf Einladung von Jan Hoet in Gent beteiligt sich an seinem Projekt Chambres d'amis.[1][2]
Seine Arbeit und Vision
1965 präsentiert er seine erste konzeptionelle Arbeit, Ein und drei Stühle. Diese Arbeit besteht aus einem Holzstuhl, einem Foto eines Stuhls und dem „Wörterbuchstuhl“. Kosuth stellt sich folgende Fragen: Ist ein Stuhl ein Stuhl? Ist ein Foto von einem Stuhl auch ein Stuhl? Ist die Definition eines Stuhls ein Stuhl? Ist die Definition eines Stuhls mehr Stuhl als ein echter Stuhl oder ein Foto davon? Warum sollte die Definition eines Stuhls weniger Stuhl sein als der Stuhl selbst? Und so weiter.
Kosuths Überlegungen haben einen didaktischen Charakter und ähneln der Ideentheorie Platons. Platon ignoriert jedoch die Verdienste des Zimmermanns und betrachtet den Maler lediglich als Nachahmer des Realen. Kosuth hingegen lässt neben dem abstrakten Stuhl Platz für den Stuhl des Möbelbauers und des Bildners, in Kosuths Spätwerk konzentriert er sich nur auf den Text.
Kosuth erklärte seine Ansichten Kunst als Idee als Idee fixiert in mehreren Aufsätzen, veröffentlicht unter dem Titel Kunst nach Philosophie (1969). Dies entstand aus seiner Forschung in den Jahren 1966-1967 Erste Untersuchungen (Untertitel Kunst als Idee als Idee). Darin lieferte er Wörterbuchdefinitionen der folgenden Wörter: Wasser, Bedeutung, Idee, Nichts, Malerei, Stille, zu malen und letztendlich. Diese wurden teilweise auch in anderen Sprachen präsentiert.
Kosuth verwendete auch Neon: Vier Farben Vier Worte (1966) und Der Eisbär und der Tiger können nicht kämpfen (1994). Außerdem druckt er seinen fotografierten Text nicht nur ab, sondern bringt ihn auch auf Glasplatten und an Wände. Van-Abbe-Museum veranstaltete eine Retrospektive von Kosuths Werk. 2005 hatte er eine Ausstellung in einem Schloss in Italien.
2007 und 2008 nahm Kosuth an der Symposiumsreihe "Persönliche Strukturen: Time – Space – Existence", ein Projekt der niederländischen Künstlerin Rene Rietmeyer.
Externe Links
- Thomas Dreher: Joseph Kosuth – "Zero & Not" 1985-86
- Joseph Kosuth – Sammlung online, Guggenheim
- Joseph Kosuth, Sean Kelly Gallery New York
- Joseph Kosuth – Amerikanischer Konzeptkünstler und Theoretiker, The Art Story
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |