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Arthur Prauss | ||
| Geboren | 18. November1892 Charlottenburg Biene Berlin | |
| Verstorben | 19. April1945? Berlin | |
| Landschaft | ||
| Teil | ||
| Dienstjahre | 1937 - 1945 | |
| Rang | SS-Untersturmführer | |
| Einheit | Festung Breendonk | |
| Schlachten/Kriege | Erster Weltkrieg Zweiter Weltkrieg | |
| Auszeichnungen | Eisernes Kreuz | |
Arthur Prauss (Berlin, 18. November1892 - Dort, 19. April1945?) war ein DeutscheSSOffizier (Untersturmführer), der mehrere Jahre für die Beaufsichtigung der Häftlinge der Festung Breendonk, ein Nazi--Durchgangslager südlich von Antwerpen.
In seiner Jugend erhielt er wenig Bildung. Laut Ernst Lais, seinem Kollegen von der Kriminalpolizei in Breendonk war er praktisch Analphabet. Er hat eine Ausbildung zum Metzger gemacht. Er kämpfte an der Front während der Erster Weltkrieg, wurde verletzt und erhielt die Eisernes Kreuz.
Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg findet er Arbeit als Fahrer. Im April 1933 wird er Mitglied der Braunhemden der SA und ein paar Monate später vom later SS. Er ist gerade der NSDAP beigetreten NSDAP im Jahr 1937.
Prauss kam im Oktober 1940 in Breendonk an und blieb dort bis zur Räumung des Lagers am 2. September 1944. Nach eigener Aussage wurde er aus dem Konzentrationslager überstellt Sachsenhausen, aber dies wird durch kein Dokument bestätigt.
Er wird vom Lagerkommandanten gerufen Philipp Schmitt zur Organisation des Lagers ernannt und erhält die Aufsicht über die Häftlinge. Dabei bekommt er freie Hand und wird sie voll ausschöpfen. Er ist der deutsche SS-Mann, mit dem die Häftlinge am meisten in Kontakt kommen. Während seiner vier Jahre in Breendonk wird Prauss zu einem der am meisten gefürchteten SS-Männer im Lager. Er ist ein hitzköpfiger, dreister Mann, der gerne die Stiersehne benutzt. Er ist klein und stämmig, aber dennoch körperlich stark für sein Alter. Er benutzt auch gerne seine Fäuste. Er beschimpft, erniedrigt und schüchtert die Gefangenen mit „den gemeinsten Schimpfwörtern der deutschen Sprache“ ein.[1] Gefangene sind für ihn nichts anderes als "aufgewärmte Leichen".
"Alles an ihm war sehr vulgär: sein Stottern, sein heiserer Akzent und der Geruch von Alkohol, den er verströmte."[2]
Er ist ein pflichtbewusster SS-Mann, der überall ist. Ob er sich je einen freien Tag genommen hat, ist fraglich. Als der zweite Lagerkommandant Karl Schönwetter und sein Stellvertreter Gustav Kämper fehlen wie so oft, „Prauss wird Chef und Breendonk wird zur Hölle“ (Aussage des SS-Oberscharführers Herbert Ehlert 1948).
Er terrorisiert die Gefangenen in ihren Zimmern, im Hof, in der Folterkammer und sogar in der Krankenstation. Er betrachtete einen Menschen nur dann als krank, wenn er „mit dem Kopf unter dem Arm zu ihm kam“. Er schickte einen Gefangenen, der mit der Stiersehne zu Blut gepeitscht worden war und Bauchwunden hatte, aus der Krankenstation. Dieser Gefangene starb wenige Tage später. Der Apfelplatz ist eine echte Tortur für die Gefangenen. Dies kann selbst bei Kälte oder Regen Stunden dauern, wenn die Wachen die Gefangenen neugierig beobachten. Er hat Gefangene angekettet mit Beineisen in dem Isolationszelle.
Die medizinische Aufsichtsbehörde verschließt die Misshandlungen im Lager. Als Generalarzt Blum am 23. Oktober 1942 selbst eine Inspektion vornimmt, versteckt Prauss schnell mehrere gefolterte Häftlinge im Duschraum. Als Blum sie entdeckt, behauptet Prauss, die Verletzungen seien in einem Streit selbst zugefügt worden. Dies genügt, um der Militärverwaltung in Brüssel am 24. Juli 1943 (fast ein Jahr später!) zu melden, dass "kein Grund zu der Annahme besteht, dass die Lagerleitung die Häftlinge misshandelt".
Prauss ist durch die schweren Schläge, die er zufügt, indirekt für die vielen Todesfälle von Breendonk verantwortlich. Als der Krieg für Nazi-Deutschland schlecht ausgeht, verstärken sich seine Wutanfälle. Richtig grimmig wird er erst, als seine Frau und seine Kinder bei einem Luftangriff ums Leben kamen.
Am 2. September 1944 floh er mit den letzten SS-Männern nach Düsseldorf. Nach deutschen Quellen wurde er im Kampf getötet Schlacht um Berlin am 19. April 1945, aber das ist nicht ganz sicher. Eine ähnliche Unterschrift wurde vom 3. Mai 1945 gefunden. Ein ehemaliger ungarischer SS-Mann behauptet, ihn in gesehen zu haben Hannover zusammen mit einem anderen "Henker von Breendonk", Richard De Bodt, im Februar 1947.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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