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August Kundt
August Kunt

August Adolf Eduard Eberhard Kundt (Schwerin, 18. November1839Lübeck, 21. Mai1894) war ein DeutschePhysiker.

Studium und Karriere

Kundt begann sein wissenschaftliches Studium in Leipzig, ging dann aber an die Universität von Berlin. Anfangs widmete er sich der Astronomie, geriet aber unter den Einfluss von H. G. Magnus und wandte seine Aufmerksamkeit der Physik zu und erlangte in 1864 ein Diplom mit einer Arbeit über die Depolarisation von Licht. Im 1867 er wurde Privatdozent an der Universität Berlin und im folgenden Jahr Professor am Polytechnikum Zürich. Dann kam er über ein oder zwei Jahre nach Würzburg 1872 in Straßburg, wo er maßgeblich an der Organisation der neuen Universität und insbesondere am Bau des Physikalischen Instituts beteiligt war. Endlich trat er ein 1888 als Nachfolger nach Berlin H. von Helmholtz, unter anderem als Direktor des dortigen Physikalischen Instituts.

Forschungsthemen

Als Forscher war Kundt besonders erfolgreich in den Bereichen Ton und Licht. Im 1866 entwickelte er eine neue Methode zur Untersuchung von Luftwellen in Rohren, basierend auf der Tatsache, dass ein fein verteiltes Pulver, Lycopodium-Pulver B. zur Visualisierung der Bäuche und Knoten einer stehenden Welle verwendet werden, um die Wellenlänge und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls im jeweiligen Gas zu bestimmen. Dieses Phänomen wurde erstmals demonstriert von Ernst Chladnic auf Vibrationsplatten. Kundt verwendete es in Glaspfeifen. Er brachte die Luft in den Rohren zum Schwingen, indem er die Außenseite rieb. Das Pulver fiel dann auf die Stellen der Knoten.

Die Resonanzen in einer Pfeife hängen von der Länge der Pfeife ab, aber auch von der Schallgeschwindigkeit. Durch das Befüllen eines Rohrs mit verschiedenen Gasarten konnte Kundt die Schallgeschwindigkeit in diesen Gasen bestimmen.

Das Test von Kundt wird immer noch häufig im Physikunterricht demonstriert. In einer modernen Version wird die Kundtsche Röhre verwendet, um auf einfache Weise die absorbierenden Eigenschaften eines Materials zu bestimmen.

In dem Optik Kundts Name ist mit seinen Diffusionsstudien verbunden, nicht nur in Flüssigkeiten und Dämpfen, sondern auch in dünnen Metallschichten. Er führte auch viele Experimente in der Magneto-Optik durch und konnte zeigen, in welcher Faraday scheiterte, nämlich die Drehung der Polarisationsebene bei bestimmten Gasen und Dämpfen unter dem Einfluss eines Magnetfeldes.