WikiDer > Brünieren
Bläue ist ein Weißmacher für Textilien. Diese hatte eine bläuliche Farbe, um die gelbliche Farbe der nicht ganz weißen Wäsche auszugleichen.
Geschichte
Bläuefabriken gab es bereits im 17. Jahrhundert. Der Rohstoff war es kobalthaltigklein das vor allem in Sachsen war vorbereitet. Dies wurde in den Niederlanden hergestellt Brüniermühlen zu Pulver gemahlen und dann gebrauchsfertig. Diese Brüniermühlen könnten beides Windmühle, Wassermühlen wenn Pferdemühlen sein. Übrigens wurde dieser Farbstoff auch in Farbstoffen verwendet.
Die Brünierfabriken verwendeten Schwermetalle und waren besonders umweltfeindlich,[1] sie stanken und verunreinigten das Wasser. Dennoch befanden sie sich oft innerhalb der Stadtmauern.
Im 1826 war die Herstellung von synthetischen ultramarin, es Ultramarinblau, entdeckt. Das Ultramarinblau besteht aus Kaolin, Soda, Schwefel und Pech oder Holzkohle. Dieses wird gebrannt, wodurch ein grüner Farbstoff entsteht. Beim Abkühlen oxidiert es zu Ultramarinblau.
Nun konnte die Brünierung kostengünstig und in großen Mengen hergestellt werden. Somit könnte es als Weißmacher vermarktet werden. Dies geschah um 1850 und war eine Alternative oder Ergänzung zum bleichen des Leinens. Die Brünierung wurde dem Spülwasser zugesetzt. Reckitts Blauw, auch bekannt als 'bag blue' oder 'blue doll', war sehr bekannt. [2] Es wurde bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg für die weiße Familienwäsche verwendet. [3] Später wurde die Brünierung zur fortschreitend erscheinenden Moderne Reinigungsmittel hinzugefügt.
Auch in der Industrie wurde Brünieren als Färbemittel verwendet, zum Beispiel um Schreibpapier hellblau zu färben und in der Zuckerindustrie als Weißmacher. Das Bläuen wurde in Waschmitteln nach und nach durch andere Weißmacher ersetzt.
Die von den Brünierwerken gelieferten Produkte waren: Bergblau, Ultramarin, Lackmus, Tournesol, Cadbear und Kali. Im Jahr 1877 sieht man auch den Namen Bullet-Blue in den Registern.[1]
Bräunungsfabriken
Belgien
Stattdessen Sint-Amandsberg war die Fabrik von 1906 N.V. Bleu-d'Outremer etabliert. Ab 1914 stellte sie Brünierung und Ultramarin her. Dieser „Blaumacher“ belegt den dritten Platz in der Weltrangliste in Sachen Qualität, da er fast der einzige ungiftige und umweltfreundlichste unter den Blaupigmenten ist. Die Aktivitäten wurden bis ins letzte Viertel des 20. Jahrhunderts fortgesetzt.
Die Niederlande
Im Zaanstreek gab es mehrere Brüniermühlen. Aus dieser Industrie sind eine Reihe von Farb- und Bläuefabriken hervorgegangen.
Im Bloemendaal war die Brünierfabrik Lust auf Blues, die von 1632 bis 1842 existierte.
Im 1915 in den Niederlanden gab es noch sieben Brünierfabriken, nämlich:
- Türsteher & Zn. zu Dordrecht
- Duura & van Versteeven te Rotterdam
- Fa. L.J.M. Locken zu Rotterdam
- Fabrique de bleu d'Outremer Guimet zu Sas van Gent
- N.V. Societeit der Blauwselfabriek v/h C. & W.N. Avis zu Westzaan
- Nunnina, Dillewijn & Co., te Westzaan
- Fa. Jan Dekker, te Wurmfrühling
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|