WikiDer > Schloss Sayn
Schloss Sayn | ||
![]() | ||
| Ort | Bendorf Sayn, Deutschland | |
| Koordinaten | 50° 26′ N, 7° 35′ O | |
| Detailkarte | ||
| Liste der Schlösser in Deutschland | ||
Das Schloss Sayn (Deutsche: Burg Sayn) ist eine Ruine einer Festung aus dem 12. Jahrhundert in Sayn, einem Stadtteil der deutschen Stadt Bendorf zwischen Koblenz und Neuwied (Rheinland-Pfalz).
Ort
Die Burgruine befindet sich auf dem Kehrberg, einem etwa 110 Meter langen und 40 Meter breiten Höhenrücken, zwischen den Tälern von Brexbach und Saynbach. Unterhalb der Ruine im Süden liegt das Dorf Sayn. Am Fuße des Burgberges liegt die Schloss Sayn, im Kern ein Gebäude aus dem 14. Jahrhundert, das 1757 erbaut wurde Barock Stil wurde umgebaut und später im 19. Jahrhundert wurde es im damaligen Stil umgebaut und vergrößert neugotisch. Östlich des Höhenrückens befinden sich noch Reste des Vorgängers der Burg, der Alte Burg, die vom 10. oder 11. datieren.
Es gibt einen großen Parkplatz am Schloss und einen weiteren Parkplatz vor der Schlossmauer.
Geschichte



Nachdem 1152 eine ältere Burg aus dem 11. Jahrhundert zumindest teilweise zerstört wurde, begannen die Grafen von Sayn fast sofort mit dem Bau einer neuen Burg an der Westspitze des Kehrbergs. Graf Hendrik III. von Sayn und seine Gemahlin Mechthild van Meißen-Landsberg regierten von der Neuen Burg aus in der ersten Hälfte des 13. Mosel und der Westerwald. Heinrich III. starb 1247 ohne Nachfolger. Durch die Heirat von Gotfried van Sponheim mit Adelheid van Sayn wurde eine neue Linie des Grafenhauses Sayn fortgeführt. 1361 erbte diese Linie auch die Grafschaft Wittgenstein und nahm fortan den Namen Sayn-Wittgensstein an.
1606 starb Heinrich IV. von Sayn ohne männlichen Nachfolger. Das Schloss wurde einige Jahrzehnte später im Jahr 1632 während der Dreißigjähriger Krieg von schwedischen Truppen zerstört. Zusammen mit den Städten Sayn, Mülhofen und Stromberg wurde die Burgruine an die Kurfürstentum Trier, unter dem es bis in die frühen 1800er Jahre fiel. Nach dem Säkularisierung habe frost Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg, die mit Erbgräfin Louise Isabelle Alexandrina Augusta von Sayn-Hachenburg-Kirchberg verheiratet war, die Ruine in seinem Besitz. Es Wiener Kongress 1815 entschied der Monarch jedoch, dass die Burg Teil des Rheinprovinz Auf Preußen musste aufgeben.
Durch ein Geschenk des Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 1848 kam das Schloss durch Fürst Lodewijk van Sayn-Wittgenstein-Berleburg wieder in den Besitz der Familie Sayn. Die hoch geehrten von Russland Der heimkehrende Monarch kaufte in der Folge auch das Barockschloss am Fuße des Burgberges und ließ es im neugotischen Stil umbauen. Fortan erlaubte sich der neue Besitzer Sayn-Wittgenstein-Sayn zu erwähnen. Die Burg blieb eine Ruine und wurde in den Jahren 1981-1987 vom Besitzer Alexander van Sayn-Wittgenstein-Sayn renoviert.
Beschreibung
Während die Süd-, West- und Nordflanke der Burg Sayn steil abfällt, wird der flache Grat an der Ostseite, wo sich auch der Burgeingang befindet, durch einen tiefen und breiten Wassergraben geschützt. Um zusätzlichen Schutz zu bieten, a Schildmauer mit Verwitterung über dem Graben gebaut. Im nordöstlichen Teil der Burganlage befindet sich ein gut erhaltener, etwa 20 Meter hoher bergfried. Der Bergfried ist ein stark imageprägendes Bauelement des Schlosses. Die Bauzeit des Bergfrieds, dessen Mauern in der Mitte 2,4 Meter dick sind, geht auf das Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Südlich des Bergfrieds befindet sich eine ebenfalls mit einem Wall versehene Mauer, die den Kern der Burg in zwei Höfe teilt.
Jüngste Ausgrabungen haben gezeigt, dass der Palast ursprünglich auf der Südseite des kleineren östlichen Hofes stand, später aber auf den westlichen Felsvorsprung verlegt wurde. Heute ist davon außer einem 25 Meter tiefen Brunnen und einem achteckigen Treppenturm nichts mehr übrig. Bei den Ausgrabungen wurden auch die Fundamente einer Kapelle an der Südwestecke in Form einer Doppelkirche mit drei with Apsiden und ein gut erhaltener, reich verzierter Boden aus der Zeit um 1200.
Vor der südlichen Begrenzungsmauer befindet sich eine 90 Meter lange und 20 Meter breite Vollstrecker, bewacht im Osten von einem kleinen Wehrturm und im Westen von einem Brückenrampe. Es gibt auch einen kleineren Torwärter und weiter bergab das mittlere Burghaus, das in westlicher Richtung durch eine Mauer mit der Hauptburg verbunden ist. Die von der Landesamt für Bodendenkmalpflege Durch Ausgrabungen wurde auch das ursprüngliche Tor zur Kernburg entlang der Südflanke durch den Torwächter freigelegt, das seitdem wieder verwendet werden kann.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|
| Siehe die Kategorie Schloss Sayn von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |
