WikiDer > Chao Cuo
Chao Cuo (朝錯, auch 晁錯 genannt, 204?-154 v. Chr.) war ein Staatsmann und Gelehrter der alten chinesischen Zeit.
Chao Cuo kam aus Yingchuan (heute Yuxian in der Provinz Henan). In seinen Wirtschaftstheorien spricht er sich gegen den Handel und für die Landwirtschaft aus. Nur durch die Bindung der Bauern an ihr Land kann der Staat ihre Unterstützung sichern und dadurch seine Macht festigen.
Als Berater der Han-Kaiser Han Jingdic er ordnete an, die Macht der Fürsten durch Reduzierung ihrer Territorien zu beschneiden. Dies würde laut Chao Cuo schnell zu Ausschreitungen führen, allerdings mit begrenzten Folgen. Eine Nichtverkleinerung der fürstlichen Territorien würde seiner Meinung nach schließlich auch zu Aufständen führen, jedoch mit erheblichen Folgen. 154 v.Chr. auch die Prinzen revoltierten (teilweise um Chao Cuo loszuwerden). Die Unterdrückung dieser Rebellion durch Han Jindi führte zu einer erheblichen Einschränkung ihrer Macht.
Während der Regierungszeit von Kaiser Wen (179-157) suchte man nach einem neuen Text des Buch der Dokumente, einer der Konfuzianische Klassiker. Der wichtigste Kenner dieses Werkes war damals Fu Sheng. Da er nun neunzig Jahre alt war und nicht in der Lage war, vor Gericht zu reisen, wurde Chao Cuo zu ihm geschickt. Die Übertragung soll mündlich erfolgt sein, wobei einige Schwierigkeiten auftraten, da beide Männer unterschiedliche Dialekte sprachen. Der Begleittext bildete die Grundlage für die neuer Text Version des Dokumentenbuches.
Literatur
- (und) 'Chao Cuo' in: Loewe, Michael, Ein biographisches Wörterbuch der Qin-, ehemaligen Han- und Xin-Zeit (221 v. Chr. - 24 n. Chr.), Leiden (Brill) 2000, ISBN 90-04-10364-3, S. 27-29.
- (und) Bai Shoyi, Ein Abriss der Geschichte Chinas, Peking (Fremdsprachenpresse) 2008, ISBN 7-119-02347-0 , S.123 und 125.
Externe Links
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