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Commissie-Hallstein II

Das Kommission-Hallstein II war ein Komitee der Europäische Union (damals Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft). Der Ausschuss bestand aus zwei Vertretern der großen Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich und Italien) und ein Delegierter der Benelux-Nationen. Im Herbst 1961 wurde der Vorsitzende Walter Hallstein für eine zweite Amtszeit berufen.

Mandat (1962-66/67)

Präsident Charles de Gaulle war für die Leersitzkrise verantwortlich

Der Auftrag der Kommission Hallstein II laut Römische Verträge (1957) bis Januar 1966. Die Kommission war für die zweite Phase der Vollendung des Binnenmarktes zuständig. Zwischen 1966 und 1970 sollte ein dritter Ausschuss die dritte und letzte Stufe des Binnenmarktes vollenden. Während Hallsteins zweiter Amtszeit kam es jedoch zu hohen Spannungen zwischen einerseits der Föderalisten/Funktionalisten und auf der anderen seite die intergouvernementalisten. Die Föderalisten wurden vertreten durch die Europäische Kommission, vor allem Präsident Walter Hallstein und Vizepräsident Sicco Mansholt. Der französische Präsident Charles de Gaulle war der wichtigste Unterstützer der Intergouvernementalisten. Die Situation eskalierte im Juli 1965, als Frankreich sich weigerte, der Mehrheitsentscheidung im Rat der Europäischen Union. Frankreich wollte sein Veto im Rat behalten. Als die anderen Mitgliedstaaten sich weigerten nachzugeben, beschloss Frankreich, sich für sechs Monate aus allen Institutionen der EWG zurückzuziehen. Im Januar 1966 wurde es Luxemburger Kompromiss unterschrieben und bricht die Sackgasse.

Die sogenannte Leersitzkrise hatte die Staatschefs daran gehindert, eine neue Kommission einzusetzen. Ein weiterer Faktor war die Unterzeichnung des Fusionsvertrag (1965). Ab 1967 die laufende Geschäftsführung der Europäische Atomgemeinschaft (Euratom), die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und die Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EEG) in einem Vorstand zusammengefasst. Im Juli 1967 trat der neue Ausschuss unter dem Vorsitz von Jean Rey. Walter Hallstein hätte sich eine dritte Amtszeit gewünscht, aber Charles de Gaulle weigerte sich, ihm im Zuge der Leerstandskrise (1965-1966) eine dritte Amtszeit zu geben.

Komposition

KommissarPartyMitgliedstaatStellung und BefugnisseBegriff
Bundesarchiv B 145 Bild-F004665-0003, Walter Hallstein.jpgWalter HallsteinCDUFlagge von Deutschland DeutschlandVorsitzende
der Europäischen Kommission
Sicco Mansholt (1967).jpgSicco MansholtArbeiterparteiFlagge der Niederlande Die NiederlandeVizepräsident
Landwirtschaft
Robert Marjolin (1964).jpgRobert MarjolinPartylosFlagge von Frankreich FrankreichVizepräsident
Wirtschaft
Finanzen
Platzhalter kein text.svgGiuseppe CaronDCFlagge von Italien ItalienVizepräsident(bis 15. Mai 1964)
Binnenmarkt
Bis 15. Mai 1964
Platzhalter kein text.svgGuido Colonna di PalianoPartylosFlagge von Italien ItalienVom 30. Juni 1964
Platzhalter kein text.svgHans von der GroebenCDUFlagge von Deutschland DeutschlandKommissar
Wettbewerb
Henri Rochereau (1968).jpgHenri RochereauPartylosFlagge von Frankreich FrankreichKommissar
Beziehungen zu Entwicklungsländern
Platzhalter kein text.svgLionello Levi SandricIS PFlagge von Italien ItalienKommissar
Soziale Angelegenheiten
Platzhalter kein text.svgLambert SchausCSVFlagge von Luxemburg LuxemburgKommissar
Transport
Jean Rey Weltwirtschaftsforum 1975.jpgJean ReyPRLFlagge von Belgien BelgienKommissar
Externe Beziehungen

Externe Links

Vorgänger:
Kommission Hallstein I
Liste der Europäischen KommissionenNachfolger:
Kommission-Rey