WikiDer > Potsdamer Tag
Das Potsdamer Tag (Deutsche: Tag von Potsdam) auf 21. März1933 war die offizielle Eröffnungsfeier der neu gewählter Reichstag, wo die Einheit des Alten Deutsches Kaiserreich und das neue Nationalsozialistisches Deutschland demonstriert wurde.[1]
Geschichte
Nach der Ernennung von Adolf Hitler bis um Kanzler am 30. Januar 1933 musste der Reichstag aufgelöst und Neuwahlen zum Reichstag einberufen werden. Am 5. März 1933 wurde die neue Reichstag gewählt. Als Reaktion auf die Reichstagsbrand, die die Nazis den Kommunisten vorwarfen, stieg die Zahl der Sitze der Nationalsozialisten stark an. Sie hatten jedoch keine absolute Mehrheit, sodass eine Regierungskoalition mit der Rechten gebildet wurde Battlefront Schwarz-Weiß-Rot die unter anderem aus der nationalistischen, monarchistischen Deutschnationale Volkspartei (DNVP).
Das NSDAP wollte die Ermächtigungsgesetz, wonach die Nazis ihre Politik ohne parlamentarische Unterstützung durchführen konnten. Dafür ist nach Verfassung der Weimarer Republik im Reichstag eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Nazis brauchten also die Unterstützung der liberalen Parteien, der Center und der DNVP. Durch den Potsdamer Tag hofften die Nazis, die rechten und bürgerlichen Parteien von ihrer Zugehörigkeit zu Altpreußen zu überzeugen und zu demonstrieren, dass Reichspräsident Paul von Hindenburg war immer noch das wahre Staatsoberhaupt.[Anmerkungen 1]
Gradient
Die Eröffnung des Parlaments fand diesmal nicht im Reichstagsgebäude statt, das eine Woche vor den Wahlen durch einen Brand zerstört worden war. Adolf Hitler ließ die Veranstaltung verlegen Potsdam. Hier hatten preußische und deutsche Könige ihre Paläste und hatten ewige Treue geschworen. Potsdam wurde für die feierliche Eröffnung des Reichstags mit schwarz-weiß-rote Fahnen des alten Reiches und mit Hakenkreuzfahnen. Für den Reichspräsidenten Hindenburg und die evangelischen Reichstagsabgeordneten fand ein Gottesdienst im Nikolaikirche und für Katholiken einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Nach einem Siegeszug durch die Stadt gab es eine weitere Zeremonie im Garnisonkirche, ein symbolischer Ort der alten Preußen. Reichspräsident Hindenburg stand neben dem leeren Reichsthron und trug die Uniform eines preußischen Feldmarschalls. Hindenburg sprach mit Hitler, der Morgenmantel und trug keine Uniform und sagte: "Möge der alte Geist dieses herrlichen Ortes auch die gegenwärtige Generation durchdringen, möge er uns von Selbstsucht und Parteistreit befreien und uns in nationaler Reflexion und Seelenerneuerung zum Wohle einer vereinten, freien und stolzes Deutschland". Auf den Stufen der Garnisonskirche verneigte sich Hitler vor dem 85-jährigen Reichspräsidenten und lobte ihn in einer Ansprache.[2] An den Gräbern der preußischen Könige wurden dann Kränze niedergelegt und danach Sturmabteilung und der Reichswehr für Hindenburg.[1]
Wegen dieses preußischen Prunks haben die Reichstagsabgeordneten der SPD anwesend sein. Das Kommunisten konnte nicht teilnehmen, da viele von ihnen in Konzentrationslagern inhaftiert waren.
Ziel des Potsdamer Tages
Der Potsdamer Tag sollte zeigen, dass das neue Deutschland der Nazis eine Fortsetzung des alten monarchistischen Preußens war, in dem Adolf Hitler als Nachfolger von Friedrich der Große, Otto von Bismarck und Paul von Hindenburg wurde präsentiert.
Seit es Reichstagsgebäude ausgebrannt, musste ein anderer Ort für die Eröffnungsfeier des neuen Reichstags gefunden werden. Potsdam wurde bewusst gewählt. Potsdam war vor 1918 Sitz der preußischen Könige und damit ein Symbol des ruhmreichen Deutschen Reiches. Schon das Datum des Potsdamer Tages erinnerte an das Reich, denn am 21. März 1871 tagte der erste Reichstag des Reiches.
Der Potsdamer Tag wurde bis ins kleinste Detail vorbereitet vom Joseph Goebbels, der Propagandaminister. Um die Propagandawirkung des Tages zu maximieren, konnten alle Deutschen die Reden im Radio hören.
Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes
Zwei Tage nach dem Potsdamer Tag ist die Ermächtigungsgesetz angenommen. Das KPDDelegierte stimmten nicht, die SPD stimmte dagegen. Alle anderen Parteien stimmten dafür. Der Potsdamer Tag prägte das Image der NSDAP als "traditionelle" Partei und stärkte bei vielen Deutschen nationalistische Gefühle.
Quellen
Nüsse
Verweise
|
| Siehe die Kategorie Potsdamer Tag von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |