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Daniel Domscheit-Berg
Daniel Domscheit-Berg
Daniel Domscheit-Berg
Allgemeine Information
Geboren1978
StaatsangehörigkeitFlagge von Deutschland Deutschland

Daniel Domscheit-Berg (1978) ist ein Deutsche Aktivist und Informatiker. Bekannt ist er unter anderem als ehemaliger Sprecher und Mitarbeiter bei WikiLeaks. Domscheit-Berg lebt mit seiner Familie in Berlin.

Werdegang

Daniel Domscheit-Berg war schon früh an WikiLeaks beteiligt. Von 2007 bis 2010 war er unter dem Pseudonym Daniel Schmitt Sprecher von WikiLeaks.[1] Zusammen mit Julian Assange, das australischHacker dass die Webseite 2006 gegründet, erweiterte er die Seite. Davor arbeitete er in der ES, die sich auf die Online-Sicherheit internationaler Unternehmen spezialisiert hat. Nachdem er WikiLeaks verlassen hatte, startete er das Projekt zusammen mit anderen OpenLeaks. Wir haben weiter an der Idee von WikiLeaks gearbeitet. Domscheit-Berg selbst sagte, dass der Entscheidungsprozess von WikiLeaks nicht transparent genug sei und er deshalb als Sprecher von WikiLeaks zurückgetreten sei.

Dezember 2007Domscheit-Berg trifft Assange beim 24. Chaos Communication Congress[2] in Berlin.
Dezember 2008Domscheit-Berg und Assange halten ihre erste offizielle Rede auf dem Chaos Communication Congress.
Januar 2009Domscheit-Berg tritt von seinem Arbeitgeber zurück und beginnt in Vollzeit für WikiLeaks zu arbeiten.
Dezember 2009Domscheit-Berg und Assange sprechen auf dem Chaos Communication Congress über die Zukunft von WikiLeaks.
September 2010Domscheit-Berg und andere haben WikiLeaks verlassen.
September 2010OpenLeaks ist registriert.
Dezember 2010Domscheit-Berg präsentiert OpenLeaks auf dem Chaos Communication Congress.
August 2011Domscheit-Berg aus dem CCC ausgeschlossen.[3][4]
August 2011Domscheit-Berg gibt Freitag und dem Spiegel Interviews, die zum Durchsickern der "Cablegate"-Datei führen.[5][6][7]
Februar 2012Das CCC widerruft den Ausweisungsbeschluss von Domscheit-Berg.[8]

OpenLeaks

Das OpenLeaks-Projekt begann mit einigen verärgerten WikiLeaks-Freiwilligen. Initiator Daniel Domscheit-Berg ging mit OpenLeaks einen neuen Weg.[9] Die neue Website entstand aus Unzufriedenheit mit der Art und Weise, wie Julian Assange leitet die WikiLeaks-Organisation. Im Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes erklärt Domscheit-Berg, dass sich die Methode von OpenLeaks grundsätzlich von WikiLeaks unterscheidet. Quellen können ihre Informationen anonym über ein sicheres Online-Postfach übermitteln, aber im Gegensatz zu WikiLeaks veröffentlicht OpenLeaks diese Informationen nicht. Es bleibt dem Hinweisgeber überlassen, ein Medium zu wählen, das die Informationen prüft, aufbereitet und öffentlich macht. Laut Domscheit-Berg sitzt WikiLeaks zu sehr auf dem Stuhl des Journalisten. OpenLeaks ist keine Publishing-Plattform, sondern eine technische Plattform.

Autor

Domscheit-Berg hat das Buch geschrieben Inside WikiLeaks. Meine Zeit auf der meistdiskutierten Website der Welt. Es wurde in sechzehn Sprachen übersetzt. Einerseits skizziert er das Bild, wie WikiLeaks funktioniert. Zum anderen wird das Porträt von Julian Assange diskutiert. Beide Internetaktivisten waren in den frühen Tagen von WikiLeaks Partner mit einem gemeinsamen Ziel. Assange will dem Buch zufolge jedoch bald als alleiniger Gründer von WikiLeaks gelten und verwandelt sich in einen Diktator. Dies führt zum Ausscheiden mehrerer Mitarbeiter, darunter auch Domscheit-Berg.

Siehe auch

Externer Link

Siehe die Kategorie Daniel Domscheit-Berg von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.

Quellen und Hinweise

  • Klopp, T. & Domscheit-Berg, D. (2011). Inside WikiLeaks: Meine Zeit auf der meistdiskutierten Website der Welt, Amsterdam: Lebowski Verlag.
  • Aalders, G. & Pierik, P. (2011). Wikileaks: Zwischen Cyberkrieg und Informationsrevolution?, Soesterberg: Aspekt.