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De droomduiding
Erstausgabe, 1899 (datiert 1900)
Freud, kurz nach dem Erscheinen von "Die Traumdeutung"

Die Traumdeutung (Deutsche: Die Traumdeutung) ist ein Original im Deutsche geschriebenes Buch der österreichischPsychiater und "Vater" des PsychoanalyseSigmund Freud. Die Erstausgabe erschien Ende 1899 (datiert 1900) im Verlag Franz Deuticke in Wien, eine zweite stark erweiterte Auflage erschien 1909. Freud fügte auch in späteren Ausgaben immer wieder neues Material hinzu. Die niederländische Übersetzung ist von Thomas Graftdijk, von 1987.

Kontext

Freud verwendete den Begriff Psychoanalyse zum ersten Mal im Jahr 1896. Unter dem Einfluss von Josef Breuer er wechselte dann von der Hypnose auf der kathartisch Gesprächstechnik; in einigen Aufsätzen, die er seit 1897 veröffentlichte, wurden die ersten Konturen seiner schließlich bahnbrechenden Ideen sichtbar. Als er 1899 die erste Fassung der „Traumdeutung“ fertiggestellt hatte, standen für ihn die Grundprinzipien der Psychoanalyse quasi fest. Im Rest seines Lebens würde er sie eigentlich nur noch weiter verfeinern.

Genre

„Die Traumdeutung“ ist ein Buch über Träume, aber bei genauerer Betrachtung geht es tatsächlich um viel mehr. Es kann auch als Biografie gesehen werden, die manchmal offen, manchmal zurückhaltend ist, mit Enthüllungen sowie Auslassungen. Es bietet auch einen grundlegenden Überblick über Freuds psychoanalytische Ideen und eine Fülle von Material aus Fallgeschichten. Es enthält manchmal auch Beschreibungen der Wiener medizinischen Welt mit ihrer gegenseitigen Konkurrenz und ihrem Statusstreben sowie der österreichischen Gesellschaft im Zwielicht ihrer liberalen Jahre. Kurz gesagt, es ist ein vielgestaltiges Buch, dessen Genre schwer zu definieren ist.

Struktur

„Die Traumdeutung“ hat sieben Kapitel. In den ersten vier Kapiteln legt Freud seine Traumtheorie in rasantem Tempo dar, mit einigen Beispielen hier und da zur Verdeutlichung. Im fünften Kapitel geht er etwas gelassener vor und beschreibt viele Arten von Träumen, die er immer von ihrem unmittelbaren Ursprung bis zu ihrem Ursprung in oft weit zurückliegenden Ursachen zurückführt. In späteren Ausgaben erweiterte er das sechste Kapitel über die sogenannte Traumarbeit so weit, dass es schließlich fast so lang wurde wie die ersten fünf Kapitel zusammen. Kapitel sieben, auch philosophisches Kapitel genannt, beschäftigt sich mit der Technik der Traumanalyse, ist recht technisch und schwer zugänglich, ohne jedoch die Stärke seines Stils und des Probenmaterials zu schmälern[1].

Ideen

Träume sind Botschaften, argumentiert Freud in „Die Traumdeutung“, aber nicht die Botschaften, die ein Laie erwartet. Botschaften entstehen aus dem Unterbewusstsein, sind oft latent und manifestieren sich immer in anderer Form. Sie werden ihre Bedeutung nicht aufgeben, wenn die Methode der Traumanalyse nicht beherrscht wird. Grundlage der Traumanalyse ist die freie Assoziation und der Verzicht auf rationale Kritik an den Wendungen des Geistes. Indem er jedes Element einzeln betrachtet und als Ausgangspunkt für freie Assoziationen verwendet, wird der Analytiker schließlich die Bedeutung des Traums herausfinden.

Nach Freuds Ansicht ist die Entstehung eines Traums oft sehr unschuldig, oft ein Ereignis des Vortages. Freud erinnert sich beispielsweise, dass er einmal von einem botanischen Buch geträumt haben soll, das er geschrieben haben soll, nachdem er am Vortag ein solches Buch im Schaufenster eines Ladens gesehen hatte. Die verborgene Bedeutung eines Traums, auch dieses, geht jedoch immer auf bedeutsame Ereignisse aus der Vergangenheit zurück, oft (wenn auch nicht unbedingt) aus der frühen Kindheit. Diese Ereignisse werden stark verschleiert durch einen Prozess dargestellt, den Freud Traumarbeit nennt (Verdichtung und Verzerrung, oft durch Symbole).

Freud behauptet in seinem Buch, basierend auf mehr als tausend von ihm analysierten Träumen, dass der Traum immer eine Wunscherfüllung ist, meist ein unterdrückter Wunsch. Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht der Fall zu sein scheint, gelingt es Freud immer wieder, es so weiterzuinterpretieren, dass er am Ende nur noch mehr Beweise findet. Ein bekanntes Beispiel für einen Wunschtraum ist Freuds Traum von 1895 über die Injektion von Irma, die er als Traum interpretierte, der seine fachliche Kompetenz als Arzt bestätigen sollte.

Viele der Träume, die Freud beschreibt, haben auf die eine oder andere Weise mit Sexualität zu tun, obwohl er sie manchmal in seinen eigenen Träumen zu vermeiden scheint, wie etwa in denen von Irma. In den Augen von Freud treten sexuelle Gefühle oft in sehr jungen Jahren auf und werden dann unterdrückt, sondern manifestieren sich immer verschleiert in Träumen. Abwehrmechanismen verhindern jedoch ihre Befriedigung. Vor diesem Hintergrund formuliert Freud bereits in „Die Traumdeutung“ erste Konturen seiner späteren Theorie über die oedipus Komplex die er in verschiedenen Gestalten wiederkommen sah.

„Die Traumdeutung“ enthält umfangreiche Methoden der Symboldeutung, in die Freud auch erstmals auch Begriffe wie Phallussymbol und Vagina dentata eingeführt. Zu Freuds Widerwillen entwickelte diese Art der Symboldeutung schnell ein Eigenleben, während sie in Freuds Augen nur ein Hilfsmittel innerhalb einer viel breiteren Analysemethode war. In der zweiten Auflage von 1909 warnt Freud daher davor, die Übersetzung eines Traums nicht auf die Übersetzung von Symbolen zu beschränken. Die Assoziationstechnik sollte nicht vernachlässigt werden.

Kritik

Als es veröffentlicht wurde, fand „Die Traumdeutung“ nur begrenzte Beachtung. Insofern haben sich die Pfeile der Kritik vor allem auf die sexuelle Traumdeutung konzentriert. Freud schrieb frei über Dinge wie Masturbation und lustvolle Gedanken und interpretierte zum Beispiel eine zerbrochene Kerze, die nicht aufrecht stehen würde, als schlaffen Penis. In dem viktorianisch um 1900 sorgte dies für viel Aufregung.

Beruflich hatte das Buch nach seiner Veröffentlichung nur begrenzte Wirkung, da es Jahre dauerte, bis die erste Auflage ausverkauft war. Erst 1909 konnte ein Nachdruck veröffentlicht werden. Erst danach erschienen die ersten Übersetzungen (auch ins Englische 1913) und das Buch wurde zu einem der Grundwerke der psychoanalytischen Lehre Freuds und zum Standardwerk zur Traumanalyse.

Gegenwärtig konzentriert sich die Kritik an Freuds Werk und Traumlehre hauptsächlich auf die Unmöglichkeit, seine Interpretationen und Theorien zu fälschen. „Was sie behaupten, ist immer wahr“, sagt der Anti-Freudian Frederic Crews: „Die Psychoanalyse rechtfertigt ihre Ideen, indem sie auf ihre eigenen Interpretationen verweist. Wenn sie eine Traumdeutung begründen wollen, tun sie dies, indem sie das, was ein Patient sagt, im Lichte ihrer eigenen Analysemethode interpretieren.“[2]. Die selektive Wahrnehmung des Therapeuten-Analytikers ist ein weiteres Problem.

In der Mainstream-Psychiatrie und Psychotherapie wird die Traumanalyse heute kaum noch verwendet. Teilweise wird es im diagnostischen Prozess noch geschätzt, die Anwendungsmöglichkeiten im Behandlungsprozess werden jedoch als eingeschränkt angesehen.

Literatur

(und) E-Book-
  • Peter Gay: Sigmund Freud: sein Leben und Werk, Tirion, Baarn, 1989
  • Sigmund Freud: Die Traumdeutung, Boom Publishers, Den Haag, 1993
  • John Horgan: Freud ist nicht tot, Ambo, Amsterdam, 2000

Externe Links

Nüsse

  1. Siehe Peter Gay: Sigmund Freud; sein Leben sein Werk, Seite 105
  2. Siehe John Horgan: Freud ist nicht tot