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Deppner Hinrichtungen | ||||
Die im Oktober gefundene mobile Verbrennungsanlage, in der die Leichen verbrannt wurden, mit Ascheresten im Vordergrund | ||||
| Platz | Vugt | |||
| Datum | Juli – September 1944 | |||
| Ort | Hinrichtungsstätte Vught | |||
| Töten | 450 | |||
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Das Deppner Hinrichtungen[1] waren großangelegte Hinrichtungen von Widerstandskämpfern in Camp Vught zwischen Ende Juli und Anfang September 1944. Mindestens 450 Menschen kamen dabei ums Leben.
Grund
Hitler festgestellt am 30. Juli 1944, nach dem gescheiterten Angriff von Stauffenberg auf sein Leben, mit dem Niedermachungsbefehl dass die Militärgerichte abgeschafft wurden. Widerstandskämpfer (von den Deutschen „Terroristen und Saboteure“ genannt) könnten unmittelbar nach ihrer Festnahme getötet werden. Ob dieser Erlass unter dem Druck des Vormarsches der Alliierten erlassen wurde oder mit einer allgemeinen Verschärfung der Repression zusammenhing, ist nicht ganz klar, vermutlich beides. Dies stellte die deutschen Besatzer jedenfalls vor die Frage, was mit den Tausenden noch nicht angeklagten Widerstandshäftlingen zu tun sei. Diese Frage fiel weitgehend in die Zuständigkeit der Höherer SS- und PolizeiführerHanns Rauter und vor allem von den Sicherheitspolizei und Sicherheitsdienst (SD).
Erich Deppner
Der SD hatte zum 1. Juni einen neuen. Shaber bestellen order habe, Karl Eberhard Schongarth, der noch nicht ausgebildet war und deshalb die Ausarbeitung des Befehls seinem Polizeichef überließ Erich Deppner.[2]
Erich Deppner war Leiter des Abteilung IV des Sicherheitspolizei in Den Haag, das wegen Ermittlungen und Verfolgung von Regimegegnern angeklagt wurde; das machte ihn zum Kopf des Gestapo. Nach der Umwandlung von Camp Westerbork bis um Durchgangslager 1942 war er für kurze Zeit Lagerkommandant, wurde aber bald abgelöst durch Albert Konrad Gemmeker. Kurz vorher war er schon drin Campingplatz Amersfoort Anführer eines Erschießungskommandos, das 70 russische Kriegsgefangene tötete. Der damalige Lagerkommandant Karl Peter Berg wurde dafür nach dem Krieg zum Tode verurteilt; Deppner wurde jedoch in den Niederlanden nie vor Gericht gestellt und 1964 in Deutschland von dieser Tatsache freigesprochen.[3]
Die Hinrichtungen
Nach Hitlers Niedermachungsbefehl Deppner war es, der in Vught Listen mit Hinrichtungshäftlingen erstellte. Bereits Ende Juli 1944 waren dies 23 Mitarbeiter von das illegale magazinHochzeit; man musste zu einem der Hochzeit-Führer, Wim Speelman, machte ein Angebot, ihr Leben zu schonen, um die Veröffentlichung des Magazins zu stoppen. Diese 23 wurden noch verurteilt.[4]
Im August wurden etwa 120 Menschen erschossen. Die Fusilladen erreichten einen Höhepunkt um Verrückter Dienstagdh unmittelbar nach der Befreiung von Brüssel und Antwerpen. Die ganze Spitze der Nationale Versteckorganisation und der Limburger Versteckorganisation der damals in Vught war, wurde getötet, ebenso wie viele andere.
Kurz darauf wurde das Lager evakuiert. Mehr als dreitausend Häftlinge wurden in deutsche Konzentrationslager transportiert, wo die meisten von ihnen vor der Befreiung starben.
Nach dem Krieg
Nach dem Krieg wurden die Haupttäter der Besatzungsverbrechen vor Gericht gestellt besondere Gerechtigkeit. Ungefähr 14.000 Niederländer sowie 240 Deutsche wurden nach dem Außerordentlichen Strafrecht vor Gericht gestellt; außerdem erschienen weitere 50.000 Menschen für Gerichte. Unter den Deutschen wurden entweder die höchsten Beamten oder die unteren Beamten, die nachweislich schwere Verbrechen begangen hatten, vor Gericht gestellt. Warum ist nicht ganz klar; De Jong verweist auf völkerrechtliche Einwände, aber auch auf erhebliche rechtliche Ungleichheiten.[5]
Jedenfalls wurden einige Vorgesetzte Deppners (darunter Schöngarth) und seine Untergebenen (darunter Karl Berg) zum Tode verurteilt. Deppner war während der Kapitulation in Berlin und wurde nach dem Krieg nicht als deutscher Staatsbürger ausgeliefert. Die fast zwanzig Anträge von niederländischer Seite, ihn vor Gericht zu stellen, wurden alle abgelehnt, mit Ausnahme des Falles der „Russen“ in München.[6]
Monument
Auf der Hinrichtungsstätte von Camp Vught ist am 20. Dezember 1947 ein Denkmal mit Namen enthüllt von Prinzessin Juliana. Die Asche der Toten wurde in eine Urne gelegt Ehrenfriedhof Bloemendaal.
Siehe auch
Nüsse
- ↑Dieser Artikel hat hauptsächlich Dr. L. de Jong (1969-1982), Das Königreich der Niederlande im Zweiten Weltkrieg, Teil 4 S. 79, Teil 10 pp. 66-78 und passim, Staatsverlag, Den Haag.
- ↑ Das Sicherheitspolizei (SiPo) und Sicherheitsdienst (SD) eng zusammengearbeitet. Schöngarth (mit seinen Vorgängern) hieß Anordnungen der Sicherheitspolizei und des SD. Die SiPo hat die Verhaftungen vorgenommen.
- ↑Justiz und NS Verbrechen, Universität Amsterdam (2007).
- ↑DR. L. de Jong, ebenda. Teil 10a-I-1, pp. 73,74
- ↑DR. L. de Jong, ebenda., Teil 12-1 Kapitel 5, insbesondere S. 550-558.
- ↑Arthur Monday, "A Desk Killer springs the dance" in Haarlems Dagblad, 20.5.1995, Akte 1673 im NIOD