WikiDer > Elektrische Analyse
Unter dem Begriff elektrische Analyse wird in der analytische Chemie eine Reihe von Analysetechniken zusammengefasst, bei denen die Wechselwirkung zwischen Elektrizität einerseits und zu analysierenden Komponenten andererseits die Grundlage für das Analyseergebnis bildet.
In der Elektrotheorie gibt es drei Größen, die regelmäßig in der Beschreibung wiederkehren: Potenzial, Stromstärke und Widerstand. Das Ohm'sches Gesetz ist das Beispiel, bei dem alle drei Variablen eine Rolle spielen. In der analytischen Chemie wird häufig der Widerstand anstelle des Leitfähigkeit hat funktioniert. Die Leitfähigkeit ist jedoch gleich 1/Widerstand, also keine wirklich unterschiedliche Größe. Die Elektroanalyse lässt sich in folgende Teile unterteilen:
- Potentiometrie: Potentialmessung, insbesondere als Endpunktbestimmung bei Titrationen und als Maß für die pH (Säure).
- Konduktometrie: Leitfähigkeitsmessung, speziell zur Kontrolle bei der Vorbereitung demineralisiertes Wasser, manchmal als Endpunktbestimmung für Titrationen.
- Polarographie oder Voltammetrie: Strommessung, beide für qualitativ- wenn quantitative Analyse verwendbar. Die Stromstärke wird durch Reaktionen an einer der Elektroden in der Lösung bestimmt.
- Biamperometrie: Strommessung, hauptsächlich verwendet als Endpunktbestimmung in Titrationen. Reaktionen an beiden Elektroden bestimmen die Stromstärke.
- Coulometrie: Ladungsmessung, eine Form von titrieren bei dem die Titriermittel nicht in Form einer Lösung, sondern mit Hilfe von a ElektrolyseReaktion hinzugefügt.