WikiDer > Evert Rabbers

Evert Rabbers
Evert Rabbers
Evert Rabbers
persönliche Daten
GeborenWolle, Gemeinde Hengelo, 30. Januar1875
VerstorbenEnschede, 25. Dezember1967
GeburtslandFlagge der Niederlande Die Niederlande
Leitdaten
Stil(e)Die Haager Schule
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Evert Rabbers (Wolle-Hengelo, 30. Januar1875Enschede, 25. Dezember1967) war ein NiederländischMaler.

Leben und Arbeiten

Evert Rabbers wurde 1875 in der geboren NachbarschaftWolle, Gemeinde Hengelo. Als Kind zog er mit seinen Eltern nach Enschede. Schon während seiner Grundschulzeit erwies er sich als begabter Zeichner. Während seiner HBS-Zeit wurde er von seinem Zeichen- und Mallehrer angeregt Jan Harm Weijns (1864-1945). In seiner Schulzeit begleitete Evert als Führer in die Twente Landschaft unter anderem Max Liebermann (1847-1935). Nach dem hbs er ging nach Den Haag, um in den Dienst des Hoffotografen zu treten Franz Ziegler (1893-1939).

In Den Haag kamen Rabbers in Kontakt mit dem Maler Bernard Blommers (1845-1914). Durch Blommers lernte er unter anderem Jozef Israels der Blommers' Lehrer gewesen war. Als Fotograf hatte Evert Rabbers ein Gespür für die regionale Kultur. Als solcher drehte er mehrere Serien über die lokale Messe und den Markt.

Seine Leidenschaft galt jedoch der Malerei. Er absolvierte einen Kurs an der ABC-Zeichenschule in Amsterdam. Er reiste oft in Stadt und Land, um an realistisch wiedergegebenen Eindrücken des täglichen Lebens in Twente und Achterhoek zu arbeiten. Mit Max Liebermann, Hermann van der Worp (1849-1941) und Arnold Marc Gorter (1866-1933) Evert Rabbers malte regelmäßig in der Umgebung von Delden und Twickel. Den Großteil seiner Bilder schuf Rabbers jedoch in oder in unmittelbarer Nähe von Enschede. Pferde, Menschen und die Landschaft waren seine Spezialität, aber auch Stillleben, Porträts, Blumen- und Obstmärkte. Der damalige Minister Henk Beernink war ein großer Liebhaber der Arbeit von Evert Rabbers.

Am 17. November 1904 heiratete er Henriëtte Johanna Willemina Wegereef, eine Tochter des Enscheder Bauunternehmers. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.

1918 kam er mit Bert Henri Bolink und einige seiner Studenten und andere Enthusiasten zusammen in einem Raum der HBS in Enschede, um nach einem Modell zu zeichnen. Diese Gruppe wurde unter dem Namen Drawing Club oder Kunstclub bekannt.Dieser Drawing Club hatte jedoch keinen Status in Twente, sondern war an der Wiege der Twente Art Circle Kunst (1934). Zu den bekannten Mitgliedern des Twentschen Kunstkrings zählten neben Evert Rabbers Bolink, Kees Broerse, Gerard C. Krol, Jan Broeze, Pieter Arie Nijgh, William de Wijs, Gürtelfischer und Ina Scholten-van Heek. Sie waren Künstler mit Leib und Seele. Dies ist in ihrer Arbeit greifbar und sichtbar. Alles wurde gemalt und gezeichnet. Die Künstler arbeiteten meist im Stil der Die Haager Schule. Sie malten oft gemeinsam, nach einem Vorbild, in der Natur oder untereinander. So entstand ein einzigartiges Bild der Zeit von Twente zwischen 1900 und 1950.

Dem Twentschen Kunstkring gelang es jedoch nicht, junge Künstler anzuziehen, er war bei der Jugend als „konservativ und diktatorisch regierter Verein“ bekannt, wie z Riemko Holtrop Jahre später formuliert. Im Laufe der 1960er Jahre verschwand der Twentsche Kunstkring aus dem Blickfeld.

Auch vor dem Zweiten Weltkrieg fehlte Evert Rabbers nicht an Anerkennung. Er hat sich nicht nur in Twente, sondern auch national und international einen Namen gemacht. Er verkaufte Arbeiten bis nach England. Rabbers war kein Brotmaler. Seine finanzielle Lage war so, dass er nicht direkt von seiner Arbeit leben musste. Von den Hunderten von Werken, die er gemacht hat, hat er etwa fünfzehn bis zwanzig verkauft.

Evert Rabbers blieb bis über seine Achtziger als Künstler tätig.

Vereinsmitglied

Rabbers war Mitglied des Zeichenclubs (ab 1918) und der Twentsche Kunstkring (1934) Er war auch Mitglied der Haagse Künstlervereinigung St. Lucas und er hat dort auch ausgestellt.

Ausstellungen (Auswahl)

Evert Rabbers war sehr wählerisch beim Ausstellen und Verkaufen seiner Arbeiten. Er war jedoch Teil einer Reihe von Gruppenausstellungen von De Twentsche Kunstkring.

  • 1906 Amsterdam, Stedelijk Museum, Jubiläumsausstellung der Vereeniging „Sint Lucas“ anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens.
  • 1927 Enschede, Städtisches Lyzeum, Gruppenausstellung Kunst- oder Zeichenverein.
  • 1939 Hengelo, Concertgebouw. Weihnachtsausstellung De Twentsche Kunstkring.
  • 1941 Enschede, Städtisches Lyzeum, Gruppenausstellung De Twentsche Kunstkring.
  • 1961 Enschede, Rijksmuseum Twenthe, Gruppenausstellung De Twentsche Kunstkring.
  • 1975 Enschede, De Hölterhof, Ausstellung der Stichting Historische Sociëteit Enschede-Lonneker.
  • 1993 Oldenzaal, Palthehuis, Einzelausstellung.
  • 2013 Enschede, Twentse Welle, Gruppenausstellung De Twentsche Kunstkring.
  • 2014 Geesteren (Gld.), NH Kerk, Sommerausstellung 'Malerei in Ostniederland'.

Evert Rabbers starb 1967 im Alter von 92 Jahren in Enschede. 1980 schenkte sein Sohn Guus das Werk seines Vaters der Evert Rabbers Collection. Die rund 150 Kunstwerke der Sammlung hatte die Stiftung in der Museumsfabrik in Enschede eingelagert. Da sich die Evert Rabbers Collection Foundation mehr als 50 Jahre nach dem Tod des Künstlers auflösen wollte, dauerte es Freilichtmuseum Ootmarsum die gesamte Kollektion.

Quellen

  1. Maler zwischen Dinkel und Regge, De Twentsche Kunstkring 1934-1950, AFdH Publishers 2013, in Zusammenarbeit mit Museum Twentse Welle, Peggie Breitbarth, Vom Zeichenclub zum Twentsche Kunstkring, ISBN 978 90 72603 30 2 , s. 9 bis 15, p. 68.
  2. Jahrbuch Twente 1995, Jahrbuch der Stiftung für Twente. Peggie Breitbarth, The New Group ein halbes Jahrhundert später, s. 13 bis 20.
  3. Wer ist wer in Overijssel. [1], abgerufen am 18. April 2019.
  4. Scheen P.A., Lexikon der niederländischen Bildenden Künstler 1750-1950, S. 416 (als: Rabbers, Evert), Kunsthandel P. Scheen N.V., 1969-19760, Den Haag.
  5. Katalog zur Ausstellung De Nieuwe Groep 1945-1970, Rijksmuseum Twenthe 1970. Einführender Essay von Riemko Holtrop im Auftrag von De Nieuwe Groep 1945-1970, gelesen 17-02-2017, Website http://www.janbroeze.nl/pdf/nieuwe_groep.pdf.
  6. ’t Inschrien, Vierteljahresausgabe der Vereniging Oudheidkamer Twente, Band 25, Nummer 3, Juni 1993, , ISSN0166-3948, pg. 51.
  7. Galerie Arnold, [2], abgerufen am 18. April 2019.