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Evert Roskam
Evert Roskam
Evert Roskam
Allgemeines
Geburtsdatum22. Januar1892
Sterbedatum4. Oktober1974
GeburtsortBarneveld
Ort des TodesEde
Funktion
Die SeideFlagge von Nazi-Deutschland Nazi Deutschland
OrganisationNS B
SpezialfunktionAnführer von Bauernfront und Niederländischer Landstand
Portal  Portalsymbol  Zweiter Weltkrieg
Bauernhof Batelaar bei Lunteren

Evert Jan Roskam (Barneveld, 22. Januar1892 - Ede, 4. Oktober1974) war ein niederländischer Aktivist für die NS B.

Jugend

Nach einer abgebrochenen Ausbildung an der HBS übernahm er einen Teil des Lebensmittelgeschäfts seines Vaters. Diese Firma ging 1922 in Konkurs und Roskam zog nach Amsterdam, um als Kaufmann zu arbeiten. Auch diese Firma ging nach einigen Jahren in Konkurs.[1]

NS B

Da Roskam sich schon immer für Politik interessierte, wurde er 1933 unter der Nummer 2698 Mitglied der NSB. Er engagierte sich stark in der Landwirtschaft und konnte sich innerhalb der NSB als Agrarfachmann etablieren. Er hat sogar ein Buch über das Weltbild des niederländischen Bauern geschrieben.[2] Er war auch ein früher Verfechter des germanischen Rassismus und der "Blut und Boden"-Ideologie innerhalb der NSB.

Krieg

Nach seiner Internierung in den Maitagen 1940 wurde er zum Leiter der NSB-OrganisationSB Bauernfront. Nach einer Reihe von Fusionen, die von der deutschen Besatzungsmacht erzwungen wurden, ging diese Organisation durch das Leben als Niederländischer Landstand, wo alle Bauern aus 1941 automatisch Mitglied werden. Roskam blieb der Anführer und erhielt den Titel "Bauernführer". Ihm wurde die Leitung der Farm "Batelaar" (im Besitz der Heilsarmee) übertragen. Historikern zufolge war er in der Leitung der Organisation nicht versiert und delegierte viele Aufgaben an seinen Untergebenen O.F.J. Damave, der Geld veruntreut hat. 1943 kam diese Korruption ans Licht. Es wurde auch bekannt, dass Roskam sich dessen bewusst war und selbst davon profitiert hatte. Er wurde zum Rückzug gezwungen.[2] Bis Kriegsende spielte Roskam keine herausragende Rolle mehr.

Spätere Jahre

Nach der Befreiung wurde Roskam festgenommen und zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Strafe fiel unter anderem dank entlastender Aussagen von Widerstandskämpfern leicht aus. Nach seiner Entlassung wurde er wieder Bauer auf der Veluwe.

In den 1960er Jahren verfasste er mehrere Artikel in Publikationen der Bauernpartei. In diesen Veröffentlichungen wies er darauf hin, dass er noch immer hinter vielen seiner alten Ideale steht. Er starb 1974.

Begraben

Roskam und Mr. Hermannus Reydon (Generalsekretär des Department of Public Information and the Arts) nebeneinander auf dem (alten) allgemeinen Friedhof in Lunteren beigesetzt. Das Grab gehörte Roskam und wurde von ihm für Reydon zur Verfügung gestellt. Reydons Grab ist auf dem Kopf stehend eolh-Rune und auf dem von Roskam a odal-Rune.