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Fischland ist ein Isthmus auf der südlichen Ostseeküste des Mecklenburger Bucht und ein Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Es gehört zu dem Teil des Landes Mecklenburg. Die Grenze verläuft entlang der Grenzstraße im Ahrenshoop.
Erdkunde
Während Fischland noch eine Insel war, wurde es von zwei bis ins 14. Jahrhundert schiffbaren Fahrrinnen begrenzt: dem Permin im Süden und der Schleife im Norden. Der ehemalige Standort des Loops markiert auch die Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern. Spätestens ab 1835[1] die städtischen Almen von Ribnitz südlich von . sind auch Wüstrow im Fischland enthalten, werden Dierhagen und der Nordrand des Ribnitzer Waldes meist als Südgrenze angesehen. Dieses Gebiet wird auch "Niederes Fischland" genannt. Im Nordwesten und Südosten sind die Grenzen die aktive Klippe (Hohes Ufer) und der flache Strand an der Ostsee entweder die Uferpromenade des Saaler Bodden. Fischland erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten und ist 5 km bis 8,5 km lang (je nach Grenzverlauf) und zwischen 400 m und 2,5 km breit.
Der höchste Punkt von Fischland ist der Bakelberg mit 17,9 m in Steilufernähe Althagen/Niehagen.
Nur vier Orte liegen komplett auf Fischland: die Ortsteile Althagen und Niehagen in Ahrenshoop und die Gemeinde Wüstrow mit dem Stadtteil Barnstorf. Heute sind diese Orte größtenteils miteinander verflochten. Der alte nördliche Ortsteil von Ahrenshoop, der als Ferienort und Künstlerresidenz bekannt wurde, liegt nicht mehr auf dem Fischland, sondern auf dem Vordarß und damit in Vorpommern.
Von der Insel zur Landenge
Das Pleistozän- Kern von Fischland ("Hoog Fischland"), der der historischen Insel gleichkommt, besteht aus Schmelzwassersanden und bis von dem Weichselien.[2] Im Laufe der späteren Holozän (ab ca. 5000 v. Chr.) Fischland und das umliegende Küstengebiet haben durch Strömungen, Wellen und Wind starke Veränderungen erfahren. So entstand zum einen die ostseeseitige Steilküste von Erosion und andererseits wuchsen die Landflächen nördlich und südlich des ursprünglichen Fischlandes weiter Aggregation, damit Landverbindungen zu Darß und das Festland entstand.[3]
1392 oder 1393 1000 Mann aus der Hansestadt vernichtet Rostock den Hafen von Ahrenshoop und "aufgestaut" den Loop, denn Patrizier von dieser Stadt eine Hafenstadt in der Nähe Darß als Bedrohung ihrer Handelsprivilegien wahrgenommen, einschließlich ihrer Nießbrauch zu den Aktivitäten der Viktualität Brüder.[4] Ungefähr 1400 die Stralsunders drei Schiffe versinken im Permin, danach wurde die Fahrrinne gesperrt.[5] Die Schleife ("Darßer Kanal") blieb vermutlich bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts dauerhaft geöffnet. Heftige Sturmfluten brachen daraufhin die Landengen immer wieder auf: Nachweislich war die Schleife 1625[5], 1761 17[6] und wurde 1872 aufgebrochen[2], das Permin im Jahre 1786[7], 1872 und 1875.[2]
Noch immer brauchen Stürme durchschnittlich einen halben Meter pro Jahr von der Ostseeküste Fischland entfernt, um das Wetter weiter nördlich zu stürzen. Darcer Ort.
Literatur
- Karten
- Fischland, Darß, Zingst (Doppelkarte), 1 : 30 000, grünes herz, Ilmenau/Ostseebad Wustrow. ISBN 978-3-929993-33-2
- Reiseführer und Bildbände
- Roland Buchwald: Fischland, Darß und Zingst. Landschafts- und Reiseführer für Wanderer, Wassersportler, Rad- und Autofahrer. grünes herz, Ilmenau/Ostseebad Wustrow. ISBN 3-929993-52-X
- Frank Thamm: Darß, Fischland und Zingst. Ellert und Richter, Hamburg. ISBN 3-89234-815-4
- Horst Prignitz, Thomas Grundner: Fischland, Darß, Zingst. Carl Hinstorff, Rostock. ISBN 3-356-01056-5
- Fiktion
- Käthe Miethe: Das Fischland, 1949
- Käthe Miethe: Rinde Magdalena, 1951
Externe Links
- (das) Fischland-Darß-Zingst
Verweise
- ↑laut Preußischem Urmesstischblatt (PUM)
- ↑ einbc Wolfgang Janke, Reinhard Lampe: Fischland-Darß-Zingst. S. 219–230 in: Ralf-Otto Niedermeyer et al.: Die deutsche Ostküste. Sammlung geologischer Führer, Band 105. 2. völlig neu bearbeitete Auflage. Borntraeger, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-443-15091-4 , S. 224 f.
- ↑M. Naumann: Holozäne Küstenentwicklung im Raum Dars-Zingst-Hiddensee und das Zusammenspiel von Eustasie, Neotektonik und Sedimentzufuhr. Antrittsdissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doctor rerum naturalium (Dr. rer. nat.) an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 2012, online.
- ↑Friedrich Wilhelm Barthold: Geschichte Rügens und Pommerns. Dritter Theil: Vom Tode Barnims I. (1278) bis zum Auftreten der Hohenzollern in der Mark Brandenburg (1411). Friedrich Perthes, Hamburg 1842, S. 539 f. (MDZ-Reader, Bayerische Staatsbibliothek)
- ↑ einbMartin Butow, Reinhard Lampe: Exkursion 7: Greifswald – Stralsund – Ribnitz-Damgarten – Fischland – Darß – Prerow – Zingst – Barth – Stralsund – Greifswald. S. 114–123 in: Wolfgang Albrecht (Hrsg.): Exkursionsführer Mecklenburg-Vorpommern. Zehn geographische Exkursionen durch typische Landschaften eines neuen Bundeslandes. Höller und Zwick, Braunschweig 1991, ISBN 3-89057-013-5 , S. 115
- ↑Pommern in vier Kartenblättern, Herausgegeben von der Kgl. Preußischen Akademie der Wissenschaften, gezeichnet von Andreas August Rhode, 1761-1764
- ↑Wiebeking'sche Karte von Mecklenburg um 1786. Gezeichnet durch Carl Friedrich Wiebeking auf Grund der Flurkarten der Mecklenburgischen Direktorialvermessung von 1765/80, Maßstab 1:24.000
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