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Fotschertal
Fotschertal
Fotschertal (Österreich)
Fotschertal
Ort
LandÖsterreich
FlussFotscher Bach
OrtTirol
Höhe Talsohle910 - 1460 m²
Koordinaten47° 10′ N, 11° 13′ O
Grundinformationen
BergeStubaier Alpen
Länge15 km
Fotos
Fotschertal
Fotschertal
Portal  Portalsymbol  Erdkunde

Es Fotschertal, manchmal auch die Fotsch genannt, ist ein südliches Seitental des Sellraintal in dem österreichisch Zustand Tirol. Das Tal ist eingebettet zwischen den nördlichen Gipfeln des Stubaier Alpen und erstreckt sich von Sellrain im Sellraintal auf einer Höhe von 970 Metern südlich auf einer Länge von fünfzehn Kilometern. Am Ende des Tals liegt am Fuße des 3087 Meter hohen Villerspitze ein kleiner Gletscher, der Fotscher Ferner. Die fließt durch das Tal Fotscherbach, der in Sellrain im melach endet. Nur der nördliche Teil des Fotschertals ist bewohnt, der südliche Teil gehört zum Naturschutzgebiet Kalkkögel.

Das Tal ist über eine Straße zur Potsdamer Hütte (2012 m) erreichbar, die fast das ganze Jahr über Bergheim ist auf einer Höhe von 1500 Metern zugänglich. Das Tal ist ein beliebtes Wandergebiet mit möglichen Bergtouren auf den Schaflegerkogel (2405 m), die Fotscher Windegg (2577 m), den Roten Kogel (2836 m) und das Schwarzhorn (2812 m). Die beiden über 3000 Meter hohen Gipfel Hohe und Lüsenser Villerspitze (3087 bzw. 3026 Meter) erfordern mehr Kletterei. Außerdem sind über die Passübergänge die drei Nachbartäler (Senderstal im Osten, Oberbergtal im Süden und Lüsenstal im Westen) zu erreichen.

Klima

Teilweise weil die Nördliche Kalkalpen bieten dem Fotschertal etwas Schutz, das Tal steht weniger unter kontinentalem Einfluss als andere Täler im in Zentralalpen, mag ich Ötztal. Das Fön hat einen günstigen Einfluss auf das Klima im Tal.

Vegetation

Das Tal zeichnet sich durch die Anwesenheit von dichten Fichtenwälder, während ab einer Höhe von 1500 Metern die Vegetation hauptsächlich aus Kiefern existiert. Latschenkiefern, wie sie in den Nördlichen Kalkalpen häufig vorkommen, kommen nur vereinzelt vor. Die Waldgrenze ist niedriger als ursprünglich durch menschliche Eingriffe, teilweise durch intensive Almwirtschaft und Holzeinschlag zur Salzgewinnung bei Halle in Tirol.

Geologie

Geologisch gehört das Fotschertal zu den Stubaier und Ötztaler Bergmassiven. Gewöhnliche Felsen sind Gneis, Glimmer und Amphibolit. Das Tal selbst wurde von den Gletschern der Eiszeit geformt. Besonders im tiefsten Teil des Tales ist das Tal ein typisches U-förmiges Trogtal. Andere Überreste aus der Eiszeit sind einige kleine Seen.

Archäologie

In den letzten Jahren wurden mehrere archäologische Stätten aus der Mesolithikum entdeckt. So wurde beispielsweise auf der Straße kurz vor der Potsdamer Hütte eine Pfeilspitze aus dieser Zeit gefunden, die wahrscheinlich die umliegenden Berghänge hinunterrollte. Andere Seiten sind die Ullafelsen, ein Berggipfel mit einer Höhe von 1867 Metern, und das Gebiet knapp über dem kaseralm.

Der Standort an der Ullafelsen, auch von Anwohnern Riegl-Schrauben genannt, wurde von Professor Dieter Schäfer von der Universität Innsbruck systematisch ausgegraben und sorgfältig untersucht. Alle hier gefundenen Werkzeuge stammen aus der Mittelsteinzeit und waren etwa 10.000 Jahre alt. Das Material, aus dem die Objekte gefertigt wurden, stammte aus einem weiten Gebiet der Monte Baldo zum Gardasee bis Süddeutschland.

Externe Links