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Frans de Rycke (ca. 1465 - Gent, 22. August1525) war Rechtsanwalt in der Südliche Niederlande.
Lebenszyklus
Er war ein Sohn des Rechtsanwalts Pieter de Rycke und heiratete Livina Goethals (†1512). Ihr Sohn Frans de Rycke (†1560) wurde Kanoniker der Kirche St. Faraïlde in Gent.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften legte Frans 1490 den Eid als Rechtsanwalt an der Rat von Flandern und hatte eine erfolgreiche Karriere. Er zählte es zu seinen Kunden Brügge Frei, die Stadträte von Ypern, Gent, Kortrijk und Poperinge, das Abtei St. Bavo und der Abtei St. Peter in Gent.
Um 1521 beendete er seine Anwaltstätigkeit und begann mit dem Studium des flämischen Rechts, wie es seinerzeit vom Flandernrat angewandt wurde. In seinem im Rahmen seines Studiums verfassten Werk befasste er sich sowohl mit zivil- als auch mit strafrechtlichen Verfahren. Aufgrund seiner langjährigen Praxis zitierte er zahlreiche ihm bekannte Urteile. Dabei nutzte er auch sein erworbenes Wissen über die römisches Recht, es kanonisches Recht und wissenschaftliche Rechtsliteratur.
De Rycke war nicht blind für die Fehler innerhalb der Gewohnheitsrecht und zögerte nicht, Vorschläge zu seiner Verbesserung zu formulieren. Er arbeitete in die gleiche Richtung wie Philip Wielant und wies darauf hin, wie sich das flämische Recht entwickeln sollte: Gewohnheitsrecht bleiben, aber von den wissenschaftlichen Methoden des gelehrten Rechts beeinflusst werden.
Veröffentlichung
- Stil und Prozessführung in der Camere van den Rade in Vlaenderen, in verschiedenen Handschriften erhalten und 1562 in Antwerpen von Hans De Laet gedruckt, in mangelhafter Auflage.
Literatur
- Jos MONBALLYU, Frans de Rycke, in: National Biographical Dictionary, T. IX, Brüssel, 1981.