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Für Alina
Pelz Alina/Für Alina
Fell Alina
KomponistArvo Teil
Komponiert fürKlavier solo
Zusammensetzungsdatum1976
Premiere1976
Gewidmetalina
Teuerverschiedene Laufzeiten
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik

Fell Alina (auch 'Aliinal' genannt) ist eine Kurzform Komposition für solo Klavier, geschrieben von der EstlandminimalistischKomponistArvo Teil und Alina gewidmet, der Tochter eines Freundes der Familie, die in London ging studieren. Das Stück wurde zum ersten Mal in Tallinn 1976, nach langem Schweigen um den Komponisten.

Hintergrund

Zwischen 1968 und 1976, nach der Komposition des Orchesterwerks „Credo“, blieb Arvo Pärt lange Zeit stumm.[1]. Der Komponist zog sich aus dem musikalischen und gesellschaftlichen Leben zurück und begann mit verschiedenen Kompositionsstilen zu experimentieren. Er wurde schon früh von gregorianischen Gesängen inspiriert Polyfonie und der Klang von Glocken, besonders die subtilen Klänge der Tintinnabulum. Pärts wachsende Spiritualität beeinflusste auch seine Kompositionen aus dieser Zeit zunehmend. In diesen Experimenten strebte er nach einer neuen Tonalität, die nicht mehr die funktionalen Merkmale der klassischen und romantischen Traditionen teilte. Arvo Pärt suchte nach einer neuen Tradition, der er sich widmen konnte. Diese Suche nach einer neuen Tradition entwickelte sich schließlich zum „Tintinnabuli-Stil“.[2].

Tintinnabuli

Der Tintinnabuli-Stil ist deutlich beeinflusst von gregorianischen Gesängen, früher Polyphonie und vor allem dem unendlich erklingenden Glockenklang. Ziel war es, mit dem Tintinnabuli-Stil Einheit und Ewigkeit zu schaffen. Paul Hillier beschreibt das Prinzip der Tintinnabuli-Kompositionen in der bisher einzigen auf Papier existierenden Biografie wie folgt:[3]. Diese Kompositionen modulieren weder, noch ändern sich Tempo oder Harmonie. Die Harmonie wird nicht mehr vertikal, sondern horizontal platziert und verliert damit ihren funktionalen Charakter.

Eine Tintinnabuli-Komposition besteht aus zwei miteinander verbundenen Stimmen: einer melodischen Stimme und einer Tintinnabuli-Stimme.

  • Die melodische Stimme ('M-Stimme') ist nach strengen Regeln komponiert und besteht aus Tönen der diatonischen Tonleiter. Normalerweise sollte diese Stimme in Sekundenschnelle von oder zu einer zentralen Note übergehen, die nicht unbedingt die Tonika sein muss.
  • Die Tintinnabulist-Stimme („T-Stimme“) soll möglichst nahe an der melodischen Stimme bleiben und bezieht ihr Material aus dem Dreiklang der Tonica.

Die Stimmen können auf verschiedene Positionen gelegt werden, dies geht auch nach Regeln. Paul Hillier beschreibt diese Regeln als 'Modi'[4]. Dieser Begriff leitet sich von der Musik des frühen Mittelalters ab; Die "Modi", die Hillier meint, funktionieren jedoch anders als die Mittelalterliche Modi.

Die beiden unterschiedlichen Stimmen sind auch kraft der Moral verbunden. Das Tintinnabulistem symbolisiert das objektive „Königreich“ der Vergebung, entweder die Moral oder das Gewissen der melodischen Stimme, die das tägliche egoistische Leben der Sünde und des Leidens verkörpert.[5]

Für Alina und den Tintinnabuli-Stil

Der Tintinnabuli-Stil wurde erstmals in dem kurzen Klavierwerk Für Alina (1976) verwendet. In dieser Komposition hat die rechte Hand die melodische Stimme und die linke Hand spielt Töne aus dem Dreiklang von b-moll, das ist also das tintinnabulitem. Im Hintergrund wird die Oktave von „b“ gespielt, die mit dem Pedal des Klaviers gehalten wird. Für Alina steht in h-Moll, moduliert nicht und hat ein konstantes Tempo, das nur durch den Text „Ruhig erhaben, in sich hineinhorchend“ angedeutet wird. Bemerkenswert ist, dass Arvo Pärt in seiner Komposition gegen eine selbstentwickelte Regel verstößt; die melodische stimme ist nicht immer in sekundenschnelle, sondern ab und zu springt. Auch die rechte Hand (also die Tintinnabuli-Stimme) bricht an einer Stelle der Komposition den h-Moll-Dreiklang; es klingt a cis zweistreifig. Dies ist in den Originalnoten mit einer handgezeichneten Blume angedeutet.

Verweise

  1. Paul Hillier, Oxford Studies of Composers: 'Arvo Part'. New York: Oxford University Press (1997): 64.
  2. Paul Hillier, Oxford Studies of Composers: 'Arvo Part'. New York: Oxford University Press (1997)
  3. Paul Hillier, Oxford Studies of Composers: 'Arvo Part.' New York: Oxford University Press (1997).
  4. Paul Hillier, Oxford Studies of Composers: 'Arvo Part'. New York: Oxford University Press (1997): S.95
  5. Paul Hillier. 'Oxford Studies of Composers: Arvo Part.' New York: Oxford University Press (1997): p. 92