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Garzweiler
Übersicht Braunkohletagebaue in Nordrhein-Westfalen (Rheinisches Braunkohlerevier - Deutschland)
Alt-Garzweiler
Braunkohle-Steinbruch Garzweiler
Ausbau des Steinbruchs Garzweiler II
Garzweiler im Jahr 2013
Tagebau Garzweiler
Tagebau Garzweiler

Garzweiler ist ein DeutscheBraunkohle-Steinbruch wo Braunkohle drin ist Tagebau gewonnen und der Name eines Dorfes, heute Bezirk, in der Gemeinde juchen.

Alt-Garzweiler und Neu-Garzweiler

Der Name Garzweiler bezieht sich auf das gleichnamige Dorf in der Gemeinde Jüchen, das durch den Braunkohleabbau verschwand. 60 Prozent der Bewohner zogen ab 1984 nach Neu-Garzweiler nördlich von Jüchen. Der Umzug war 1989 abgeschlossen, woraufhin das alte Dorf bald dem Erdboden gleichgemacht wurde. Der Abbauprozess wurde von Künstlern fotografisch und filmisch dokumentiert. Der neu geschaffene Stadtteil heißt jetzt schlicht „Garzweiler“.

Garzweiler I und II

Der Steinbruch besteht aus zwei Teilen:

Garzweiler II

  • Garzweiler I liegt östlich des A44. Das Projekt entstand 1983 aus einem Zusammenschluss der bestehenden Bergwerke Frimmersdorf-Süd und Frimmersdorf-West. Das Gebiet umfasst 66 km². Der Gewinn liegt in den Händen von RWE Power AG.

Garzweiler II

  • Garzweiler II liegt westlich der A44. Garzweiler II ist 48 km² groß und enthält 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle. Der Betrieb wurde 2006 aufgenommen und wird voraussichtlich bis 2045 dauern. Zwölf Dörfer (mit 7600 Einwohnern) werden dafür verschwinden.

Platz

Die betroffenen Orte liegen im Bereich zwischen Erkelenz, juchen und Grevenbroich, Im Süden von Mönchengladbach.

Verschwundene Orte

  • Reisdorf, Garzweiler, Priesterath, Stolzenberg, Elfgen, Belmen, Morken-Harff, Epprath, Omagen, Königshoven, Otzenrath, Spenrath, Holz, Pesch, Borschemich.

Orte im Wandel

Nach Zeitplan

  • Berverath, Holzweiler*, Keyenberg, Kuckum Unter- und Oberwestrich
  • Aufgrund eines Beschlusses der Landesregierung NRW wurde 2016 endgültig entschieden, Garzweiler 2 weiter zu reduzieren, so dass Holzweiler erhalten bleibt

Umstritten

Der Braunkohleabbau in Garzweiler ist aus mehreren Gründen umstritten:

  • die lokale Bevölkerung ist dagegen, weil Dörfer verschwinden müssen;
  • die Nutzung von Braunkohle ist umweltschädlich;
  • der Grundwasserspiegel in der weiteren Umgebung sinkt;
  • die Landschaft wird durch den Braunkohleabbau vollständig zerstört.

Der Protest stieß in den Medien auf Resonanz. Das ursprüngliche Planungsgebiet von Garzweiler II wurde von 68 km² auf 4 km² verkleinert und die Verlegung der Dörfer Wanlo, Venrath, Kaulhausen, Wockerath und Kückhoven daher auf die lange Bahn gestellt.

Zukunft

Nach Abschluss des Braunkohleabbaus wird das verbleibende Loch mit Wasser aufgefüllt, sodass ein See von 23 km² entsteht.

Literatur

  • A. Beil, S. Noethlichs, D. Olles: Garzweiler II – Eine Region im Protest. In: Heimatkalender des kreises Heinsberg 2000. S. 199–221.
  • Holger Kaiser, Frederik Petersohn: Opposition im Landtag von Nordrhein-Westfalen: Die CDU-Fraktion und der Braunkohletagebau "Garzweiler II" in der 12. Wahlperiode (1995-2000). Münster, Berlin, London 2007, ISBN 978-3-8258-0167-0 .
  • Horst Ulrich: Städtebauliche Dokumentation Umsiedlung Garzweiler, Priesterath, Stolzenberg, Jüchen, südliche Jülicher Straße. Juchen 1997. ISBN 3-9804847-0-X
  • Rolf Sevenich: Garzweiler II. Kersting, Aachen 1996. ISBN 3-928047-12-4
  • Adelheid Schrutka-Rechtenstamm (Hrsg.): Was bleibt, ist die Erinnerung. Volkskundliche Untersuchungen zu Dorfumsiedlungen im Braunkohlenrevier. Erkelenz 1994.
  • Eusebius Wirdeier, Johannes Nitschmann: Garzweiler oder who die Braunkohlen-Connection eine ganze Region. Vorwort von Bärbel Hohn. Emons, Köln 1995, ISBN 3-924491-68-2
  • Hambachgruppe (Hrsg.): Verheizte Heimat – Der Braunkohletagebau und seine Folgen. Aachen 1985. ISBN 3-924007-14-4
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