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George van Driem
George van Driem

George (Sjors) van Driem, geboren 1957, ist Professor für Historische Sprachwissenschaft und Direktor des Instituts für Sprachwissenschaft an der Universität Bern.

Hintergrund

George van Driem forscht seit 1983 im Himalaya. Im Auftrag der bhutanischen Regierung verfasste er die Grammatik der Landessprache Dzongkha und für diese Sprache entwarf er auch eine phonologische Latinisierung, das römische Dzongkha. Er kartierte auch die Sprachgemeinschaften des Landes. Zusammen mit dem Muttersprachler Karma Tshering schrieb er das Lehrbuch für Dzongkha. Er machte auch Grammatiken der Limbus und der dumic, beide Kiranti-Sprachen Ostnepals und der of bumthang in Zentralbhutan. Van Driems Abschlussarbeit von 1987 an der Universität Leiden war mal Eine Grammatik von Limbu. Er veröffentlichte auch ein ethnolinguistisches Handbuch des Himalaya mit dem Titel Sprachen des Himalaya (2001). In Zusammenarbeit mit der nepalesischen und der bhutanischen Regierung sammelte er DNA von indigenen Völkern des Himalaya.

Forschung

George van Driem leitet das Forschungsprogramm in Bern Bern Strategische Ziele im Subkontinent, das unbeschriebene und gefährdete Sprachen Südasiens aufzeichnet und grammatikalisch analysiert. Dieses Forschungsprogramm stellt eine Erweiterung der Projekt für Himalaya-Sprachen, das er bis 2009 als Professor für Deskriptive Linguistik in Leiden leitete. Sein Forschungsteam hat mehr als ein Dutzend gefährdete indigene und bisher unbeschriebene Sprachen des Himalaya beschrieben. Jede Beschreibung enthält neben einer Grammatik auch ein Wörterbuch und morphologisch analysierte Texte.

Seine interdisziplinäre Forschung hat zu neuen Einsichten in die ethnolinguistische Geschichte Asiens beigetragen. Anhand sprachlicher Argumente und genetischer Erkenntnisse stellte er fest, dass die Vorfahren der Hmong-Mien und der Austro-Asiaten die ersten Reisbauern in Asien gewesen sein könnten. Er entwickelte eine Theorie über die Wiegen und die Verteilung der Hmong-Mien, österreichisch-asiatisch und Tibetisch-burmanische Sprachfamilien. Er hat es abgelehnt Chinesisch-tibetischeTi Modell der Sprachverwandtschaft und ersetzte es durch das tibeto-burmanische Modell. 2004 schlug er für diese Sprachfamilie den neutralen geografischen Namen Trans-Himalaya vor. Er entwickelte auch die darwinistische Sprachtheorie namens taal Symbiose, auf dem die Philosophie der Symbiomismus ruht.

Veröffentlichungen

van Driem, George (2011). „Die ethnolinguistische Identität der Domestikatoren des asiatischen Reis“. Comptes Rendus Palevol, doi:10.1016/j.crpv.2011.07.004.

van Driem, George (2011). „Tibeto-burmanische Untergruppen und historische Grammatik“. Himalaya-Linguistik, 10(1): 31-39.

van Driem, George (2008). „Der Ursprung der Sprache: Symbiosismus und Symbiomismus“, S. 381-400 in John D. Bengtson, Hrsg., in Hot Pursuit of Language in Prehistory. Amsterdam: John Benjamins.

van Driem, George (2007). „Austroasiatische Phylogenie und die austroasiatische Heimat im Lichte der jüngsten populationsgenetischen Studien“. Mon-Khmer-Studien, 37:1-14.

van Driem, George (2007). „Die Vielfalt der tibeto-burmanischen Sprachfamilie und die sprachliche Abstammung des Chinesischen“, Bulletin of Chinese Linguistics, 1 (2): 211-270.

van Driem, George (2003). "The Language Organism: The Leiden Theory of Language Evolution", in Jiří Mírovský, Anna Kotěšovcová und Eva Hajičová, Hrsg., Proceedings of the XVIIth International Congress of Linguists, Prag, 24.–29. Juli 2003. Prag: Matematicko-fyzikální fakulty Universität Karlsbad.

van Driem, George (2003). "Tibeto-Burman Phylogeny and Prehistory: Languages, Material Culture and Genes", Kapitel 19 in Peter Bellwood und Colin Renfrew, Hrsg., Untersuchung der Landwirtschafts-/Sprachverbreitungshypothese. Cambridge: McDonald-Institut für archäologische Forschung.

Siehe auch

Externe Links